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Essen: Erschreckende Details zu Showdown in Innenstadt! Droht jetzt ein neuer Clan-Krieg? „Sehr untypisch“

Droht ein neuer Clan-Krieg in Essen? Nach den Ereignissen am Samstag liefert die Polizei erschreckende Details. Der Vorfall sei „sehr untypisch“.

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Essen kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach den Straßenschlachten zwischen libanesischen und syrischen Clan-Mitgliedern am Salzmarkt (mehr hier) sollte es am Samstag (19. August) zu einem neuen Showdown in Essen kommen.

Die Polizei Essen rechnete nach Auswertung diverser Beiträge in den Sozialen Medien sowie Zeugenaussagen mit einer heftigen Auseinandersetzung (mehr hier). Ein Sprecher der Polizei Essen teilte am Montag (21. August) im Gespräch mit DER WESTEN mit, dass mehrere hundert Personen in Essen erwartet wurden. Einige Details geben den Behörden Rätsel auf.

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Essen: Polizei verhindert Tumulte

Die Polizei Essen setzte alles daran, das Aufeinandertreffen der verfeindeten Gruppen im Keim zu ersticken. Es sei zwar statistisch nicht zu belegen, aus welchen Gründen es schließlich nicht zu erneuten Straßenschlachten in Essen gekommen sei. Aber offenbar hätte die enorme Präsenz auf den Straßen zahlreiche Gefährderansprachen (sowohl im Netz als auch persönlich) Wirkung gezeigt. Die Botschaft der Behörden: „Wir wissen über die Pläne Bescheid und werden sie verhindern.“

Die Hintergründe des schwelenden Konflikts, an dem nach Angaben der Polizei Menschen mit irakischen und syrischen Wurzeln beteiligt sein sollen, seien weiter unklar. „Wir werten aktuell alle Informationen aus und stehen im Austausch mit anderen Behörden“, so der Essener Polizeisprecher. Er stellt klar, dass in Video-Botschaften mit Aufrufen zur Beteiligung an dem geplanten Showdown nicht nur Personen aus Essen oder dem Ruhrgebiet beteiligt waren. Stattdessen habe man Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet und auch dem Ausland identifiziert.

Warum immer wieder Essen?

Doch warum sollte der neue Konflikt dann ausgerechnet und erneut in Essen ausgetragen werden? „Das ist bislang völlig unklar“, so der Polizeisprecher, der aber darauf verweist, dass in der Ruhrgebietsstadt eine große syrische Community lebe. Es sei in jedem Fall „sehr untypisch und überraschend“, dass sich eine so große Zahl an Personen zu einem Konflikt in Essen verabrede. Dabei betonte er, dass nach jetzigem Ermittlungsstand nichts auf eine Verbindung zu dem Konflikt zwischen syrischen und libanesischen Clans im Juni hindeute.


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Der Sprecher der Polizei Essen versprach, dass die Behörden den offenbar schwelenden Konflikt zwischen den verfeindeten Gruppen im Auge behalten werde. Es müsse damit gerechnet werden, dass zu einem anderen Zeitpunkt oder an einem anderen Ort ein neuer Showdown bevorstehe.