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Duisburg: Straßenbahnlinie 903 lässt Passagiere verzweifeln – das steckt hinter dem Chaos

Die Straßenbahnlinie 903 in Duisburg ist ständig verspätet oder fällt aus. Die Stadt und die DVG erklären jetzt, warum.

Duisburg Straßenbahn 903

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Die 903 in Duisburg macht nur noch Ärger. Pendler können nur noch mit den Köpfen schütteln. Ständig verspätet, ständig am Ausfallen – so kann das nicht weitergehen.

Das denkt sich auch ein anonymer Duisburger und bricht sein Schweigen gegenüber DER WESTEN.

Duisburg: Chaos bei der 903 – „Kommt nicht vom Fleck“

Ein Mann, der lieber anonym bleiben möchte, hat das Chaos nun schon zu lange mit angesehen und legt Beschwerde ein. „Ständig massive Verspätungen und Ausfälle“ – so sehe es jeden Tag aus bei der Straßenbahnlinie 903. „Die 903 steht praktisch an jeder Ampel zwischen Hamborn Rathaus und Walsum Rathaus vor gesperrten Signalen und kommt nicht vom Fleck.“


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Und das sei bereits seit zwei Jahren der Fall – ein „Dauerzustand“, wie er im Gespräch mit bekannten Fahrern herausgefunden haben will. Problem sei die Ampelvorrangschaltung, die funktioniere nämlich nicht mehr. So finge sich die Bahn schnell mal Verspätungen ein, die so im Plan nicht vorgesehen seien. Daher der bei den Pendlern so bekannte Satz: „Wegen hohem Verkehrsaufkommen kommt es auf der Linie 903 zu Verspätungen“.

Und dann kämen noch die verpflichtenden Pausen der Straßenbahnfahrer dazu. Die müssen nach viereinhalb Stunden eine Zwangspause einlegen. Und dann könne es auch schnell mal zu Komplettausfällen kommen. Aber warum wird das Problem dann nicht gelöst, fragt sich der Mann. „Wer oder was verhindert oder behindert die Beseitigung dieses großen Problems für die Straßenbahn Linie 903, das diese Tag für Tag ins Chaos stürzt?“

DVG und Stadt beziehen Stellung

DER WESTEN hat bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) und der Stadt Duisburg nachgehakt. „Es ist tatsächlich so, dass es im Nordabschnitt der Straßenbahnlinie 903, also zwischen Meiderich und Walsum, zu signalbedingten Verzögerungen im Betriebsablauf kommt“, heißt es. Wichtige Faktoren seien hier der Verkehr, die Bauarbeitenwie beispielsweise an der Haltestelle „Landschaftspark Nord“ und die Steuerung des Verkehrs.

„Dies betrifft den Bereich Willy-Brandt-Ring/Weseler Straße, wo es zwei sehr komplexe Ampelanlagen mit wichtigen Abhängigkeiten gibt. Sie sind aktuell nur in „Festzeit in Betrieb und reagieren noch nicht verkehrsabhängig.“ Das soll sich aber bald ändern: „Wir setzen alles daran, dass möglichst bald wieder eine Verbesserung der Pünktlichkeit eintritt.“


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Die Stadt ergänzt zudem, dass im Bereich der Weseler Straße/Willy-Brandt-Ring zusätzlich noch zwei neue Ampelanlagen entstehen. Diese müssten mit den bestehenden in Einklang gebracht werden. „Die Erstellung der verkehrsabhängigen Steuerung ist fast abgeschlossen und wird nun im Anschluss geprüft“, versichert ein Stadtsprecher. „Solange diese Prüfung andauert, müssen diese Ampeln leider noch mit der Festzeitsteuerung ohne ÖPNV-Beschleunigung betrieben.“