Veröffentlicht inPolitik

Ukraine-Krieg: UN-Strafgericht ermittelt! Wird Putin als Kriegsverbrecher angeklagt? ++ Mindestens 18 Tote nach Russen-Angriff in Charkiw

Ukraine-Krieg: UN-Strafgericht ermittelt! Wird Putin als Kriegsverbrecher angeklagt? ++ Mindestens 18 Tote nach Russen-Angriff in Charkiw

Wladimir Putin: Das ist Russlands Machthaber

Seit Donnerstag tobt der Krieg in der Ukraine. Besonders die Hauptstadt Kiew sowie die Metropolen Charkiw und Mariupol sind hart umkämpft. Doch noch hält die Ukraine stand. Präsident Wolodymyr Selenskyj bietet Kreml-Machthaber Wladimir Putin die Stirn, die EU und NATO solidarisieren sich mit seinem Land.

Die Ukraine bekommt Waffenlieferungen und weitreichende Sanktionen sollen Putin in die Knie zwingen. Der Präsident Russlands droht nun sogar mit seinen Atomwaffen.

In diesem News-Ticker halten wir dich über die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und Russland auf dem Laufenden.

Ukraine-Krieg im News-Ticker: Putins Kampf gegen die Demokratie

+++ Zum Aktualisieren hier klicken +++

1. März

22.40 Uhr: UN-Strafgerichtshof ermittelt! Wird Putin als Kriegsverbrecher angeklagt?

Der Internationale Strafgerichtshof wird in der kommenden Woche die Klage der Ukraine gegen Russland verhandeln. Das teilte das Gericht am Dienstag in Den Haag (Niederlande) mit. Die Ukraine hatte nach der russischen Invasion Klage beim höchsten UN-Gericht der eingereicht und bezieht sich dabei auf die Völkermord-Konvention. Kiew fordert in einem Dringlichkeitsverfahren Sofortmaßnahmen gegen Moskau. Am Montag wird die Position der Ukraine zu Wort kommen, am Dienstag dann Russland.

Kiew wirft Moskau vor, Völkermord zu planen und Ukrainer absichtlich zu töten und zu verletzen. Außerdem wehrt sich das Land gegen die Behauptung Moskaus, dass die Ukraine Völkermord gegen Russen begehe. Sollten die Richter die Vorwürfe bestätigen und Wladimir Putin als Hauptverantwortlichen deklarieren, droht ihm sogar eine Anklage als Kriegsverbrecher!

21.20 Uhr: Russen sollen Küstenteile kontrollieren – Mindestens 18 Tote in Charkiw

Die russische Armee behauptet „die Kontrolle über die Regionen der Ukraine entlang der Küste des Asowschen Meeres übernommen“ zu haben. Ob die Behauptung wahr ist, oder nur russische Propaganda, ließ sich noch nicht überprüfen.

In Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, wurden nach Behördenangaben bei einem Luftangriff auf einen Hochhausblock mindestens acht Menschen getötet, zehn weitere starben demnach bei einem Angriff auf ein Regierungsgebäude. Der britische Premierminister Boris Johnson nannte die Bombardierung von Charkiw „absolut widerlich“, sie erinnere an die Massaker an Zivilisten in Sarajevo während des Bosnien-Krieges. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verurteilte den Angriff als Verstoß gegen das Kriegsrecht.

21.00 Uhr: Russisches Konzert in Hamburg abgesagt – Reaktionen überraschen

Die russische Opernsängerin Anna Netrebko hat alle Konzerte für die kommenden Monate abgesagt. Das betrifft auch den für Mittwoch geplanten Auftritt in der Elbphilharmonie Hamburg. Diese Nachricht gab die Elbphilharmonie Hamburg am Dienstag bekannt. Kritik war in diesem Fall vorprogrammiert – doch in dessen Zentrum steht nicht die Russin. Die ganze Geschichte kannst du auf MOIN.de nachlesen!

19.55 Uhr: Erdogan-Vertrauer verrät: Treffen zwischen Russland und Ukraine am Mittwoch geplatzt!

Einem Sprecher des türkischen Präsidialamts zufolge wird es am Mittwoch wohl kein Treffen zwischen ukrainischen und russischen Vertretern geben. Russland stelle „unrealistische“ Forderungen, sagt er dem Sender „CNN Türk“.

18.25 Uhr: Pentagon: Russischen Truppen geht das Essen aus

Russland hätte laut Pentagon Probleme, eigene Soldaten mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Ein Pentagon-Vertreter: „Es gibt Anzeichen dafür, dass sie Probleme mit der Versorgung ihrer Truppen haben – dass ihnen nicht nur das Benzin ausgeht, sondern auch Lebensmittel.“ Insgesamt hätten die Russen bei ihrer Offensive keine größeren Fortschritte gemacht. Die logistischen Probleme seien dabei ein Faktor, aber auch der Widerstand der ukrainischen Streitkräfte, der größer sei als wohl von der russischen Seite erwartet.

Es gebe Hinweise darauf, „dass die Moral in einigen dieser Einheiten nachlässt, weil sie nicht mit dem Widerstand gerechnet haben, der ihnen entgegengebracht wird“, sagte der Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums weiter. Es könne auch sein, dass die Russen eine Pause einlegten, um sich neu zu gruppieren und aufzustellen und die eigene Strategie zu überdenken. Er betonte, die russischen Truppen würden sich sicher anpassen und versuchen, die Herausforderungen zu bewältigen. Außerdem verfüge Russland über große militärische Ressourcen.

Der Pentagon-Vertreter sagte, nach US-Einschätzung seien inzwischen mehr als 80 Prozent der Truppen, die Russland zuvor an der Grenze zusammengezogen habe, innerhalb der Ukraine. Es sei unklar, warum Russland bei dem militärischen Angriff derartige logistische Probleme habe und ob dies auf Fehler bei der Planung oder der Ausführung des Angriffs zurückgehe.

18.15 Uhr: Putin stellt Bedingungen für Kriegsende in der Ukraine

Russlands Präsident Wladimir Putin hat stellt Bedingungen für eine Beendigung der Invasion in der Ukraine. Die Regierung in Kiew müsse die „Volksrepubliken“ Luhansk und Donezk sowie Russlands Souveränität über die Krim anerkennen, teilte der Kreml mit. Zudem müsse die Ukraine entmilitarisiert und in einen neutralen Status überführt und damit kein Nato-Mitglied werden.

18.05 Uhr: EU-Parlament fordert EU-Mitgliedschaft der Ukraine

Das EU-Parlament hat nach einer Sondersitzung in Brüssel für die Ukraine den Status als EU-Beitrittskandidat gefordert. Die Abgeordneten fordern von den europäischen Institutionen, „darauf hinzuarbeiten, dass dem Land der Status eines EU-Beitrittskandidaten zuerkannt wird“. Bis dies geschehen sei, solle weiter auf die „Integration der Ukraine in den Unionsbinnenmarkt“ hingearbeitet werden. EU-Ratspräsident Charles Michel sprach von einem „symbolischen und legitimen Antrag“ der Ukraine. Er sagte jedoch auch, dass dies „ein schwieriges Thema“ sei.

17.25 Uhr: Russland beschießt Fernsehturm von Kiew

Russische Streitkräfte beschießen nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums den Fernsehturm von Kiew. Bürgermeister und Ex-Box-Weltmeister Vitali Klitschko hat auf Instagram ein Video vom Beschuss geteilt. Laut der Nachrichtenagentur AFP seien fünf Menschen dabei ums Leben gekommen.

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.

17.05 Uhr: Greift Putin bald den nächsten Staat an? „Das Risiko ist größer“

Seit knapp einer Woche beschäftigt der Ukraine-Krieg das Weltgeschehen. Viele Menschen fragen sich , was Wladimir Putin noch Schreckliches im Sinn haben könnte. Er drohte bereits weiteren Ländern in Europa, gleichzeitig spitzen sich die Auseinandersetzungen mit EU und NATO weiter zu. Hier kannst du nachlesen, ob ein Angriff auf einen anderen Staat realistisch ist.

16.50 Uhr: Bundeswehr schickt 100 Soldaten nach Litauen

Die Bundeswehr schickt rund 100 Soldaten des Aufklärungsbataillons 6 früher als geplant nach Litauen. Die Verlegung werde auf Ende dieses Monats vorgezogen, sagte ein Sprecher des Bataillons am Dienstag. Zunächst war die Verlegung aus Eutin für Mai vorgesehen. In Litauen ist die Nato mit einem Kontingent vertreten, jährlich findet dort das Nato-Manöver „Iron Wolf“ statt, sagte der Bataillonssprecher. Die Bundeswehr führt in Litauen auf dem Militärstützpunkt Rukla seit 2017 eine Nato-Einheit zur Abschreckung Russlands.

16.45 Uhr: Großbritannien schließt Häfen für russische Schiffe

Russische Schiffe dürfen künftig nicht mehr in britische Häfen einlaufen. „Wir sind gerade die erste Nation geworden, die ein Gesetz verabschiedet hat, das ein totales Verbot für alle Schiffe mit irgendeiner russischen Verbindung beinhaltet, britische Häfen anzusteuern“, schrieb der britische Verkehrsminister Grant Shapps auf Twitter.

16.30 Uhr: Ukraine bittet Deutschland um Hilfe bei Luftabwehr

Die Ukraine bittet Deutschland um Hilfe bei der Sicherung ihres Luftraums. Präsident Selenskyj erklärt, er habe Bundeskanzler Scholz in einem Telefonat darum ersucht. Eine Flugverbotszone sei notwendig, um die russischen Angriffe aus der Luft auf zivile Ziele zu unterbinden.

16.15 Uhr: Nato will Atomwaffen-Warnstufe nicht ändern

Nato-Chef Jens Stoltenberg sagte, dass die Nato trotz russischer Drohung mit Atomwaffen keine Notwendigkeit sieht, ihre eigene Atomwaffenwarnstufe zu ändern. „Wir werden immer tun, was notwendig ist, um unsere Verbündeten zu schützen und zu verteidigen, aber wir glauben nicht, dass es jetzt notwendig ist, die Alarmstufen der NATO-Kernwaffen zu ändern“, sagte Stoltenberg bei einem Treffen mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda auf einem Luftwaffenstützpunkt in Lask.

15.55 Uhr: Kanzler Scholz prophezeit „ganz, ganz dramatische Zeit“, die nun anbricht

Bundeskanzler Olaf Scholz erwartet eine weitere Eskalation des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. „Die Ukraine kämpft buchstäblich um das Überleben“, sagte er am Dienstag in Berlin.

Angesichts der russischen Truppenbewegen prophezeit er: „Wir dürfen uns nichts vormachen: Das wird jetzt noch eine ganz, ganz dramatische Zeit werden“. Dann fügte er hinzu: Die Bilder von Opfern und Zerstörungen, die bislang schon bekannt geworden sind, „werden nur ein Anfang sein von dem, was wahrscheinlich noch kommt“.

Der Bundeskanzler forderte Russland zur „unverzüglichen“ Einstellung aller Kampfhandlungen in der Ukraine auf. „Das Blutvergießen muss ein Ende haben!“

12.04 Uhr: Setzt Putin jetzt DIESE schreckliche Waffe gegen ukrainische Städte ein?

Offenbar lässt Wladimir Putin nun eine seiner schrecklichsten Waffen auf die Ukrainer los: Die Mehrfachraketenwerfer vom Typ TOS-1 Buratino. TOS steht als Abkürzung übersetzt für „Schweres Flammenwerfersystem“.

CNN-Reporter Frederik Pleitgen teilte am Samstag bereits einen Clip auf Twitter, in dem TOS-1 auf einem Transporter an der ukrainischen Grenze zu sehen waren. Sie sind also im Kriegsgebiet!

Da Putin nun die Taktik änderte und ukrainische Städte massiv beschießen lässt (siehe Update um 11.20 Uhr), kommen nun wohl diese Raketenwerfer zum Einsatz. Es sind höchst tödliche Geschosse, die von ihnen abgefeuert werden, die enorme Druck- und Hitzewellen erzeugen,

11.30 Uhr: Rolle von Belarus dubios – Täuschungsmanöver von Diktator Lukaschenko?

Dubios ist aktuell die Rolle von Russlands Bündnispartner Belarus im Ukraine-Krieg. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko behauptet, sein Land wirke nicht an den Kampfhandlungen. Gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Belta sagte er sogar, russische Truppen würden nicht von seinem Land aus die Ukraine angreifen. Die Realität ist höchstwahrscheinlich eine andere!

Laut ukrainischen Angaben sind belarussische Truppen mittlerweile in der Region um Tschernihiw. Sie haben somit einen Teil der Nordukraine besetzt.

11.20 Uhr: Krieg in der Ukraine in neuer Phase – Raketen auf Städte

Der Krieg in der Ukraine ist offenbar in eine neue Phase übergangen: Putins Armee lässt nun Raketen auf Städte regnen. „Die Masken sind gefallen. Die Russische Föderation beschießt aktiv Stadtzentren und führt direkte Raketen- und Artillerieangriffe auf Wohngebiete und Behörden durch“, meldete die ukrainische Nachrichtenagentur „Unian“. Die Ukrainer beklagen viele zivile Opfer.

Videos aus Charkiw, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, scheinen zu belegen, dass der russische Beschuss mittlerweile ohne Rücksicht auch auf zivile Gebäude geht. Eine ebensolche Einschätzung gab Professor Dr. Carlo Masala von der Bundeswehr-Universität in München am Montagabend in der ARD ab. In diesem Clip ist offenbar der Beschuss eines regionalen Regierungsgebäudes in Charkiw zu sehen.

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Twitter, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.

Für die heftig umkämpfte Stadt Mariupol im Südosten der Ukraine wollen russische Separatisten zwei Fluchtwege einrichten. Durch diese „humanitären Korridore“ sollen die Einwohner bis Mittwoch die Stadt verlassen. Offenbar ist zu befürchten, dass die russischen Truppen danach noch gewaltsamer die Stadt attackieren werden.

Mariupols Bürgermeister Wadym Boitschenko erklärte, es seien Infrastruktur sowie Schulen und Häuser in seiner Stadt zerstört worden: „Es gibt viele Verletzte. Es wurden Frauen und Kinder getötet.“ Nun soll auch die Stromversorgung der Stadt unterbrochen worden sein.

Aus Russland heißt es von Verteidigungsminister Sergej Schoigu, dass die Angriffe weitergehen werden, „bis die gesetzten Ziele erreicht sind“. Das Wichtigste sei, Russland „vor der militärischen Bedrohung durch westliche Länder zu schützen, die versuchen, das ukrainische Volk im Kampf gegen unser Land einzusetzen“, sagte Schoigu.

Schoigu warf der Ukraine vor, mehrere Raketensysteme, Kanonen und Mörser „in den Höfen von Wohngebäuden, in der Nähe von Schulen und Kindergärten“ aufgestellt zu haben. „Während militärischer Zusammenstöße zögert die ukrainische Seite nicht, Zivilisten als menschliches Schutzschild zu missbrauchen“, behauptete der Vertraute von Präsident Wladimir Putin, der am Donnerstag den Angriff auf das Nachbarland Ukraine angeordnet hatte.

11 Uhr: Nord Stream 2 entlässt alle Angestellten

Nachdem die Bundesregierung das zuvor schon umstrittene Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 auf Eis gelegt hat, scheint es nun noch mehr gestorben. Der Betreiber der Pipeline mit Sitz im Schweizer Kanton Zug hat nach Angaben von Wirtschaftsminister Guy Parmelin allen 140 Angestellten gekündigt

9.50 Uhr: YouTube blockiert Moskau-Propaganda von RT und Sputnik

YouTube reagiert auf den Angriffskrieg von Putin-Russland gegen die Ukraine und sperrt nun die russischen Staatssender RT und Sputnik weltweit. Auch Facebook und Tiktok hatten zuvor eingegriffen und die Inhalte von RT und Sputnik beschränkt.

8.20 Uhr: Diese Kündigungen treffen ihn hart! Paukenschlag für Altkanzler Gerhard Schröder

Paukenschlag in Berlin! Nach Informationen der Redaktion von „The Pioneer“ sitzt Gerhard Schröder jetzt alleine in seinem Altkanzler-Büro. Demnach haben vier Mitarbeiter gekündigt, darunter auch sein langjähriger Büroleiter Albrecht Funk.

Grund sei die Weigerung Schröders, seine Jobs bei den russischen Staatsunternehmen Nord Stream, Rosneft und Gazprom abzugeben und sich klar und eindeutig von Putin zu distanzieren. Laut „The Pioneer“ muss Bundeskanzler Scholz den bisherigen Büroleiter Funk nun in sein Kanzleramt unterbringen, weil er ein Rückkehrrecht hat. Der Kanzler wird auch darüber zu entscheiden haben, ob Schröder neue Mitarbeiter bekommt.

Für die Personalausgaben im Büro von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) sind 2021 Steuermittel in Höhe von 407.000 Euro geflossen.

+++ Olaf Scholz: Enthüllung über Kanzler sorgt für Polit-Beben in Berlin! +++

6.50 Uhr: Putin schickt zweite Truppen-Welle nach Kiew – „Hässliche Häuserkämpfe“ werden befürchtet

Noch konnte die ukrainische Armee die Hauptstadt Kiew verteidigen, doch es sieht nicht gut aus: Ein riesiger Militärkonvoi der Russen ist auf den Weg aus Belarus Richtung Kiew. Laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian soll es ein 64 Kilometer langer Konvoi aus Panzern und anderen militärischen Fahrzeuge sein.

Beamte der US-Regierung warnten am Montagabend (Ortszeit) in einem geheimen Briefing an Abgeordnete des Kongresses vor einer zweiten Welle russischer Truppen. Demnach seien die russischen Truppen dem ukrainischen Widerstand zahlenmäßig weit überlegen. Diese Geheimdienst-Informationen seien „sehr entmutigend“, räumte ein Abgeordneter gegenüber CNN ein. Man gehe zudem von „hässlichen Häuserkämpfen“ in Kiew aus.

28. Februar

22.55 Uhr: Ungarn will Waffenlieferungen für die Ukraine nicht durchlassen

Ungarn wird die Lieferung von Waffen für die Ukraine über sein Staatsgebiet nicht zulassen. „Wir werden den Transport tödlicher Waffen über ungarisches Gebiet nicht gestatten“, schrieb Außenminister Peter Szijjarto auf Facebook. Szijjarto erläuterte, die Entscheidung sei getroffen worden, um die Sicherheit von ungarischen Bürgern auf beiden Seiten der Grenze zu gewährleisten. Die Militärtransporte könnten „leicht zum Angriffsziel“ werden, fügte der Minister hinzu.

22.30 Uhr: Weltstrafgericht will wegen Kriegsverbrechen ermitteln

Der Internationale Strafgerichtshof will offizielle Ermittlungen zu Kriegsverbrechen in der Ukraine einleiten. Das kündigte Chefankläger Karim Khan in Den Haag an. Die Untersuchung werde „so schnell wie möglich“ in Gang gesetzt. Die Ermittlungen beziehen sich laut Khan zunächst auf Verbrechen, die vor der Invasion Russlands begangen wurden. Angesichts der Ausbreitung des Konflikts sollten die Ermittlungen seiner Ansicht nach aber ebenfalls erweitert werden.

22.20 Uhr: USA sicher! Russland liegt hinter dem Zeitplan zurück

Die USA geht davon aus, dass Russland bei seinem Angriff auf die Ukraine „hinter dem Zeitplan zurückliegt“. Die russischen Soldaten seien auf Widerstand gestoßen, mit dem sie nicht gerechnet hätten, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. „Wir glauben, dass sie ein paar Tage hinter dem zurückliegen, was sie erwartet haben.“ Allerdings sei es gefährlich, da etwas hineinzuinterpretieren oder etwas zu prognostizieren, warnte Kirby.

20.35 Uhr: Paukenschlag! Erdogan sperrt Meerengen für Kriegsschiffe!

Die Türkei hat die Durchfahrt von Kriegsschiffen durch die Meerengen Bosporus und Dardanellen verboten. Ankara habe die „Nachbarländer davor gewarnt, Kriegsschiffe durch das Schwarze Meer zu schicken“, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Montagabend. Die Türkei hatte den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine in der vergangenen Woche scharf verurteilt.

20.20 Uhr: Russen-Konvoi in Richtung Kiew unterwegs – Militär-Experten verwundert

Wie die renommierte „New York Times“ berichtet, nähert sich von Norden her ein rund 30 Kilometer langer Konvoi russischer Militärfahrzeuge den Grenzen Kiews. Das würden schon kommerzielle Satellitenbilder zeigen.

Militär-Experten zufolge ist dieser Schritt äußerst verwunderlich und irritierend, da ein so langer Konvoi ein leichtes Ziel für Kampfdrohnen, Hubschrauber und Kampfflieger darstelle. Womöglich sei ein solches Vorgehen ein weiterer Beweis dafür, wie unzureichend das russische Militär auf diesen Krieg vorbereitet sei, so die „New York Times“ weiter.

19.05 Uhr: Ukrainerin spricht von ihrer größten Angst – ein Albtraum, auch für Deutschland

Die ARD-Talkshow von Anne Will hatte am Sonntagabend nur ein Thema: den Ukraine-Krieg. Zu Gast war auch eine Ukrainerin. Ljudmyla Melnyk verriet in der Sendung, wovor sie die größte Angst hat. Tatsächlich wäre es auch für Deutschland ein Albtraum, wenn ihre schlimmste Befürchtung wahrwerden würde und Putin so weit gehen würde. Wovor sie Angst hat, kannst du hier nachlesen!

19.00 Uhr: Putin verbietet Russen Überweisungen von Fremdwährungen

Putin hat seinen Bürgern den Transfer von Fremdwährungen wie Euro der US-Dollar ins Ausland verboten. Schulden im Ausland dürften nicht mehr beglichen werden, heißt es in einem Dekret des russischen Präsidenten, die auf der Seite des Kremls veröffentlicht wurde. Auch auf im Ausland eröffnete Konten darf kein Geld mehr überwiesen werden. Das Dekret tritt bereits am Dienstag in Kraft. Offenbar soll so ein weiterer Wertverfall des russischen Rubels verhindert werden.

18.45 Uhr: UN-Generalsekretär mit eindringlichem Appell: „Genug ist genug“

Russland ist bei einer Dringlichkeitssitzung der UN-Vollversammlung zum Ukraine-Krieg eindringlich zu einem Ende des Angriffs aufgerufen worden. „Die Kämpfe in der Ukraine müssen jetzt enden“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres (72) nach einer Schweigeminute zum Auftakt der Sitzung. „Diese Eskalation der Gewalt, die zu zivilen Todesopfern einschließlich Kindern führt, ist vollkommen inakzeptabel. Genug ist genug.“ Es drohe die „schlimmste humanitäre und Flüchtlingskrise in Europa seit Jahrzehnten“, mahnte Guterres.

18.05 Uhr: Nach Deutschlands Kehrtwende – hatte Donald Trump doch mit allem recht?

Angesichts des Ukraine-Krieges wurden Maßnahmen beschlossen, die der ehemalige US-Präsident Donald Trump schon vor Jahren gefordert hatte. Deutschland wird nun doch Waffen an die Ukraine liefern und die Bundeswehr aufrüsten. Und Deutschland will auch unabhängiger von russischem Öl und Gas werden. Ein brisantes Video mit Trump aus dem Jahr 2018 ist wieder im Netz aufgetaucht. Hatte er damals doch recht, als er über die Regierung von Merkel meckerte? Hier kannst du den genauen Inhalt des Videos nachlesen!

17.30 Uhr: Ukraine beantragt EU-Mitgliedschaft

Ukraine-Präsident Selenskyj hat laut ukrainischem Parlament einen offiziellen Antrag auf eine EU-Mitgliedschaft seines Landes unterschrieben. Das gab der offizielle Parlaments-Account auf Twitter bekannt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (63) hatte sich bereits für einen Beitritt der Ukraine ausgesprochen.

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Twitter, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.

17.25 Uhr: Verhandlungsrunde zwischen Russen und Ukrainern in Belarus ergebnislos beendet – aber noch gibt es Hoffnung

Die Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine in Belarus ist ergebnislos beendet. Beide Seiten hätten immerhin die geplante Tagesordnung besprechen können. Jetzt würde man Konsultationen mit den Landesführungen durchführen müssen, lässt die ukrainische Delegation gegenüber Medien verlauten. Es gibt aber noch Hoffnung: Immerhin werde man den Kontakt aufrechterhalten, um eine zweite Verhandlungsrunde zu führen.

Derweil haben Frankreichs Präsident Macron und der russische Machthaber Putin laut französischem Präsidialamt telefoniert. Putin habe seine Bereitschaft bekräftigt, sich für den Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur sowie den Zugang zu Straßen einzusetzen, teilt das Präsidialamt weiter mit. Beide Seiten hätten vereinbart, in den nächsten Tagen weiter in Kontakt zu bleiben.

17.05 Uhr: Ich hatte eine Freundin in Russland – jetzt erkenne ich sie nicht mehr wieder

Der Krieg in der Ukraine hält die Welt in Atem. Unsere Redakteurin Vanessa Trappmann hat eine Freundin in Russland. Oder eher gesagt: Hatte? Während viele Menschen in Russland gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen gehen, erkennt Vanessa ihre Freundin nicht mehr wieder. Von der sie dachte, sie würden die gleichen Ideale und Werte teilen. Jetzt muss sie feststellen: Sie hat sich getäuscht. Hier gibt sie einen Einblick in ihre Gefühlslage!

16.13 Uhr: Putins mächtiger Feind im Ukraine-Krieg – das ist die unterschätzte Untergrund-Armee

Seit Putin der Ukraine den Krieg erklärt hat, wenden sich immer mehr Personen des öffentlichen Lebens und auch sein eigenes Volk gegen ihn. Auch im Untergrund gibt es eine mächtige Bewegung, die dem russischen Präsidenten Einhalt gebieten will. Mit gezielten Attacken versuchen sie, russische Fake-News zu enttarnen und wenden sich in einer persönlichen Nachricht an Putin, mit der Forderung, den Krieg gegen die Ukraine auf der Stelle zu beenden. Hier kannst du mehr über Putins mächtigen Feind lesen!

15.31 Uhr: Hässliche Szenen – schwere Vorwürfe gegen Polen

Die westliche Welt solidarisiert sich mit der Ukraine nach der Invasion durch Putins Truppen. Präsident Selenskyj und die Klitschko-Brüder stehen stellvertretend für den mutigen Widerstand in Kiew. Gleichzeitig sind Hunderttausende auf der Flucht , darunter auch viele Kinder. Doch nun werfen hässliche Szenen ein anderes Bild auf die Fluchtbewegung in der Ukraine. Es geht um Vorwürfe des Rassismus und der Diskriminierung an der polnischen Grenze. Was genau vorgegangen sein soll, kannst du hier nachlesen!

15.01 Uhr: Regierung kontert Putins Drohung – Luftwaffe notfalls bereit, Atomwaffen abzufeuern

Die Bundesregierung hat die Versetzung der russischen Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft durch Präsident Wladimir Putin scharf kritisiert. „Wir nehmen natürlich die Äußerungen des russischen Präsidenten sehr sehr ernst“, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag. „Es ist auch klar, wie unverantwortlich allein eine solche Drohung ist.“

Mit Blick auf eine mögliche Reaktion Deutschlands und der Nato sagte Hebestreit, im „Bedrohungsszenario“ der Verbündeten hätten „auch Nuklearwaffen immer eine Rolle gespielt“. Ihre Abwehr sei „auch immer mitgedacht“ worden„.

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums verwies darauf, dass die Bundeswehr selbst keine Atomwaffen besitze. Sie stelle aber Flugzeuge bereit, die Atomwaffen der USA im Krisenfall im Rahmen der so genannten nuklearen Teilhabe transportieren und notfalls auch abfeuern würden.

+++ Bundeswehr kann uns nicht verteidigen: Liegt in Wirklichkeit das Problem HIER? +++

12.35 Uhr: Kanzler Scholz provoziert Putin mit neuer Aktion – will er ihn stürzen?

Wolfgang Schmidt, Kanzleramtschef von Olaf Scholz, machte nun auf ein besonderes Angebot der Bundesregierung aufmerksam. Die deutsche Regierung hat die Regierungserklärung des Bundeskanzler, die er am Sonntag in einer Sondersitzung im Bundestag hielt, auch auf Russisch veröffentlicht.

In seiner Rede hatte sich Olaf Scholz direkt die Friedensdemonstranten in Russland und die russische Bevölkerung insgesamt gewandt.

Er sagte: „Unsere Richtschnur bleibt die Frage: Was trifft die Verantwortlichen am härtesten? Die, um die es geht. Und nicht das russische Volk. Denn Putin, nicht das russische Volk hat sich für den Krieg entschieden. Deshalb gehört es deutlich ausgesprochen: Dieser Krieg ist Putins Krieg.“

Diese Differenzierung sei ihm wichtig, denn „die Aussöhnung zwischen Deutschen und Russen nach dem Zweiten Weltkrieg ist und bleibt ein wichtiges Kapitel unserer gemeinsamen Geschichte.“

An die Demonstranten in russischen Städten gerichtet erklärte Scholz weiter: „Und noch etwas sollten wir nicht vergessen: In vielen russischen Städten haben Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Tagen gegen Putins Krieg protestiert, haben Verhaftung und Bestrafung in Kauf genommen. Das erfordert großen Mut und große Tapferkeit!“ An dieser Stelle gab es im Bundestag stehenden Applaus für die Demonstranten in Russland.

Nun versucht die Bundesregierung also auf diesem Kanal ihre Botschaften an das russische Volk zu senden und damit auch eine Gegendarstellung zur Kriegspropaganda in den russischen Staatsmedien anzubieten.

Ist das Ziel der Bundesregierung sogar, den Druck auf der Straße in Russland zu erhöhen, so dass es zu einem Sturz Putins kommen könnte? Zuletzt war über einen Putsch gegen Putin durch den Machtapparat im Kreml spekuliert worden, sollte der Ukraine-Krieg zu einem militärischen Desaster werden für Russland.

8.55 Uhr: Kämpft seit heute weiteres Land für Putin? Diktator: „Russland wird in den 3. Weltkrieg gedrängt“

Es gibt Spekulationen, dass Putins Verbündeter Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, mit seinem Land nun auch in den Krieg in der Ukraine einsteigt. Belarussische Fallschirmjäger sollen den Befehl bekommen haben am frühen Montagmorgen (5 Uhr) in die Ukraine vorzudringen. Das meldet die ukrainischen Agentur Unian.

Der belarussische Machthaber behauptete zudem: „Russland wird vom Westen in den 3. Weltkrieg gedrängt.“ Vor allem die Sanktionen, die der Westen nun angekündigt habe, würden Putin gar keine andere Wahl lassen.

+++ Ukraine-Krieg: Experten warnen vor Atomunfall – „Wirkliches Risiko“ +++

„Jetzt wird viel über den Bankensektor, Gas, Öl und SWIFT geredet. Das ist schlimmer als Krieg“, so der Belarus-Präsident. „Wir müssen uns hier zurückhalten, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Ein Atomkrieg ist das Ende von allem“, zitiert „The Sun“ Lukashenko weiter.

+++ Atomkrieg: Was würde passieren, wenn Putin auf den Knopf drückt? +++

Dabei hatte Lukaschenko dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch am Sonntag versichert, nicht in den Krieg eingreifen zu wollen. Gleichzeitig finden ab Montag erste Friedensverhandlungen zwischen Delegationen aus Russland und der Ukraine an der belarussisch-ukrainischen Grenze statt.