Essen: Fahnder durchsuchen Kofferraum von Verdächtigem – was sie finden, ist besorgniserregend

Ungelöste Kriminalfälle - Annette L.

Ungelöste Kriminalfälle - Annette L.

Seit 2010 wird die Polizistin Annette L. aus Gelsenkirchen vermisst. Hat ihr Mann etwas mit Verschwinden zu tun?

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Essen/Wetter/Marl. Kaum zu glauben, was ein 60-Jähriger aus Wetter (Ruhr) und ein 55-Jähriger aus Sprockhövel im Kofferraum ihres Wagens transportierten.

Beamte einer Ermittlungseinheit mit Sitz in Essen haben die beiden Männer in ihrem Auto aufgegriffen. Einer der beiden war ihnen schon vorher aufgefallen.

Die Ermittlungseinheit Wirtschaftskriminalität des Zollfahndungsamts Essen hatte schon vorher gegen den 60-Jährigen ermittelt. Es bestand der Verdacht der Steuerhinterziehung.

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Essen: Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung

Was die Fahnder allerdings in dem Wagen entdeckten, hat weniger mit Steuerhinterziehung zu tun als mit einer ganz anderen Straftat.

Bereits bei den vorhergegangenen Ermittlungen ergab sich, dass der Mann wohl beabsichtigte, sich eine Waffe samt Munition zu kaufen. Vermitteln sollte diese der 55-Jährige aus Sprockhövel.

Am 20. Mai gelang der Zugriff in Marl: Beide Männer waren gemeinsam in einem Auto unterwegs. Im Kofferraum des Wagens dann der schreckliche Fund: Ein Sturmgewehr vom Typ AK-47 mit mehreren hundert Schuss Vollmantelmunition! Solche Waffen gelten in Deutschland als Kriegswaffen!

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Beide Männer wurden vorläufig wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz festgenommen.

Essen: Weitere Ermittlungen fördern Dramatisches zu Tage

Doch es kommt noch dramatischer: Im Zuge der weiteren Ermittlungen durchsuchten die Beamten auch die Wohnungen der Verdächtigen in Wetter und in Sprockhövel.

Was sie in der Wohnung fanden, ist unfassbar: Ein weiteres Sturmgewehr, dieses Mal vom Typ AR-15, 230 Schuss passende Munition, eine Pistole der Marke Mauser mit 100 Schuss Munition, eine weitere Pistole und einen Revolver sowie drei Sturmgewehrmagazine – eines sogar gefüllt!

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Dazu kamen zwei leere Pistolenmagazine, eine befüllte Ladetrommel und zu guter Letzt auch noch 48 Ampullen Testosteron. Da fallen die 10.000 Euro Bargeld, die die Beamten auch noch fanden, gar nicht mehr ins Gewicht. Alle Gegenstände und das Geld wurden sichergestellt.

Gegen beide Beschuldigten hat das Amtsgericht Marl zunächst Untersuchungshaft angekündigt, wobei der Haftbefehl gegen den 55-Jährigen bereits wieder außer Vollzug gesetzt wurde – was nicht heißt, dass es keine Anklage geben wird.

Gegen den Mann aus Wetter wird weiter wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Den Sprockhöveler erwarten Ermittlungen wegen des Verdachtes des gewerbsmäßigen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie gegen das Waffengesetz. (evo)