Digitaler Impfpass in NRW startet! Wie du ihn bekommst, wie er funktioniert und was du beachten musst

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

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Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Lange ersehnt, nun soll er kommen: Der digitale Impfpass! Ab Donnerstag soll es ihn endlich geben für alle Geimpften und die, die es noch werden wollen. Den gelben Impfpass kannst du dann also getrost zu Hause lassen.

Der digitale Impfpass startet also, aber wie und wo bekommst du ihn überhaupt. Was du alles beachten musst, erklären wir dir hier.

Digitaler Impfpass in NRW: So kommst du an den begehrten Nachweis

Zunächst gilt natürlich: Nur wer vollständig geimpft ist, kann sich den digitalen Impfpass ausstellen lassen und so künftig per Smartphone nachweisen, dass er den Corona-Impfstoff bekommen hat. Das soll unter anderem auch das Reisen in andere Länder erleichtern.

Hier die wichtigsten Fragen:

Was ist überhaupt der digitale Impfpass?

Der digitale Impf-Nachweis ist eine zusätzliche Möglichkeit, seinen Impfstatus zu dokumentieren. Geimpfte können damit - zusätzlich zum gelben Impfpass aus Papier - ihren Status sowie Impfdaten und Impfstoffe auf ihrem Smartphone speichern. Dabei handelt es sich um ein ausgedrucktes Dokument mit einem QR-Code oder Barcode. Über diesen wird das Zertifikat in geeignete Apps importiert. Dann kannst darauf verzichten, immer und überall deinen gelben Impfschein mitzunehmen.

Welche Vorteile bringt er? Warum sollte ich ihn mir holen?

Grundsätzlich alle, die auch eine Impfbescheinigung oder ein Impfpass mit entsprechenden Einträgen liefert - zum Beispiel die Befreiung von eventuellen Testpflichten oder Quarantänevorgaben. Außerdem erspart der digitale Nachweis das Mitführen des gelben Heftchens oder der noch größeren DDR-Impfbücher. Die nehmen so keinen Schaden, und man teilt nicht gleich alle seine Impfungen bei einer Überprüfung mit.

Wer kann den digitalen Impfpass bekommen?

Momentan alle vollständig geimpften Personen. Das waren am 9. Juni rund 19 Millionen Menschen in Deutschland und damit circa 23 Prozent der Bevölkerung. Grundsätzlich können sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums alle Menschen mit Anspruch auf eine Impfung den Nachweis zusätzlich zum analogen Impfnachweis ausstellen lassen.

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Wo gibt es denn den digitalen Impfpass?

Grundsätzlich soll die Ausstellung dort erfolgen, wo Menschen geimpft worden sind - also in einem Impfzentrum oder in einer Arztpraxis. Er soll nach Angaben des BMG dort generiert werden, so dass Geimpfte ihn in den entsprechenden Apps einfügen können.

Hilfe, ich bin bereits geimpft! Und jetzt?

Keine Sorge. Du kannst auch nachträglich noch an deinen Nachweis kommen. Ärzte oder Apotheker stellen dir den Nachweis dann ab Montag (14. Juni) aus.

Welche Apotheke kann mir da weiterhelfen?

Nicht alle, aber viele Apotheken sollen vom Montag an Impfnachweise ausstellen. Welche es am eigenen Wohnort ist, zeigt dann das Online-Portal mein-apothekenmanager.de. Bis dahin lassen sich über das Portal nur Schnelltest-Apotheken finden. Der Deutsche Apothekerverband rechnet damit, dass am Montag zunächst eine begrenzte Anzahl an Apotheken dabei ist. Ein Blick auf das Portal erspart im Zweifel eine vergebliche Tour zur nächsten Apotheke.

Was kostet mich das Ganze?

Hier die gute Nachricht: Genau wie die kostenlosen Bürgertests musst du nichts dafür bezahlen. „Das ist vom Ministerium als kostenfreie Leistung aufgesetzt“, sagt ein Sprecher des Deutschen Apothekerverbands. Das gilt für die Geimpften. Ganz kostenlos ist das System aber nicht: Die Apotheken rechnen den Nachweis mit dem öffentlichen Gesundheitssystem ab.

Welche Dokumente brauche ich für die Ausstellung?

Wer sich die Impfung erst nachträglich nachweisen lässt, braucht Impfbescheinigung oder Impfpass und einen amtlichen Lichtbildausweis. Nach einer Prüfung der Dokumente wird der Nachweis dann erstellt.

Welche Apps brauche ich, damit der digitale Impfpass auf meinem Smartphone läuft?

Da hast du die Wahl: Sowohl die Corona-Warnapp als auch die App CovPass können in der jeweils aktuellen Version per Scan des QR- oder Barcodes auf dem Impfnachweis die Zertifikate speichern. Die Apps speichern den Nachweis lokal auf dem Telefon.

Beide Apps laufen auf allen aktuellen Android- und iOS-Smartphones (Betriebssysteme ab iOS12 oder Android 6). Wenn du sie noch nicht installiert hast, erhältst du sie kostenlos im jeweiligen App Store. In der Funktion des Nachweises unterscheiden sie sich nicht.

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Welche meiner Daten werden dort gespeichert?

Das Impfzertifikat enthält laut BMG Informationen zu Impfstatus, Impfdatum, Impfstoff, den Namen und das Geburtsdatum. Die erhobenen Daten werden nur für die Erstellung des Zertifikats gespeichert und anschließend gelöscht. Nach dem Einlesen in die App sind sie nur dort gespeichert. Eine zentrale Speicherung ist nicht vorgesehen. Wie schon beim gelben Impfheft gilt zugleich: Fotos vom digitalen Impfzertifikat in Social Media zu verbreiten ist eine schlechte Idee.

Wie läuft eine Überprüfung des Nachweises ab?

Es wird eine Überprüfungs-App für Dienstleister geben. Mit ihr können mittels der Smartphonekamera die Nachweise vom jeweiligen Display gescannt werden. Das läuft dann so ab wie bei Ticket-Kontrollen oder beim Boarding am Flughafen. Um Missbrauch zu vermeiden, werden die Daten eventuell mit einem amtlichen Lichtbildausweis abgeglichen.

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Mein Partner oder meine Kinder haben kein Smartphone. Kann ich ihre Nachweise bei mir speichern?

Nach Angaben des Bundesministeriums können auch digitale Impfnachweise von Partnerinnen und Partnern sowie Kindern gespeichert werden. Künftig sollen auch Genesenen-Nachweise in den Apps gespeichert werden können, um dadurch eine überstandene Infektion nachzuweisen. Die Zertifikate lassen sich laut der Dokumentation beliebig oft vom Blatt in die App scannen. Man kann sie also auch auf mehreren Telefonen nutzen. Das ist auch praktisch, wenn man mal ein Telefon verliert oder ein neues erhält.

Ohje, ich habe kein Smartphone. Was mache ich jetzt?

Auch hier musst du keine Sorgen haben. Der digitale Nachweis wird keine Pflicht. Wenn du lieber dein gelbes Heftchen vorzeigen willst, kannst du das auch jederzeit tun.

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Der digitale Impfpass ist jetzt da. Kann ich also wieder um die Welt jetten?

Das ist im Detail noch ein wenig unklar. Das EU-Parlament hat am Mittwoch grünes Licht für ein europaweit gültiges Impfzertifikat gegeben. Nach Angaben des BMG erfüllt der digitale Impfnachweis die Anforderungen der europäischen Lösung „von vornherein“. Nähere Informationen wollte das Ministerium mit Verweis auf eine Pressekonferenz von Minister Spahn am Donnerstagmittag nicht geben.

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