Essen

Essen: Ab sofort werden SIE in der Stadt geimpft

In Essen werden nun Flüchtlinge und Obdachlose geimpft, da sie als besonders gefährdet gelten. (Symbolbild)
In Essen werden nun Flüchtlinge und Obdachlose geimpft, da sie als besonders gefährdet gelten. (Symbolbild)
Foto: dpa

Essen. In Essen hat die Impfung gegen das Coronavirus für eine Zielgruppe begonnen, die am schwierigsten zu erreichen ist. Und gleichzeitig zu den gefährdetesten Gruppen gehört.

Dabei handelt es sich um Obdachlose und Geflüchtete in Essen. Sie sollen nun geimpft werden.

In Essen werden nun Obdachlose und Flüchtlinge geimpft

Und das mit nur einer Spritze anstatt wie sonst üblich mit zwei Impfdosen, die mehrere Wochen auseinander liegen.

Der Grund dafür ist laut der Stadt Essen ganz einfach: Für Obdachlose sei es schwierig, sich an feste Termine zu halten. Deswegen sei es wichtig, dass sie den vollen Impfschutz bereits mit einer Verabreichung erhalten.

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Rund 2000 Männer und Frauen können nun die Impfung erhalten, mobile Teams des Impfzentrums sind auf den Straßen unterwegs. Sie waren bereits im Einsatz, als Bewohner und Bewohnerinnen in Altenheimen geimpft werden mussten, die nicht mehr mobil genug waren, um selbst zum Impfzentrum zu gehen.

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Möglich macht die einmalige Impfung der amerikanische Impfstoff von Johnson&Johnson. Dieser wird zunächst nur an Obdachlose gegeben, da er nur eine Impfung erfordert.

Zuletzt war es bei dem amerikanischen Impfstoff zu Meldungen über Thrombosefälle gekommen, weswegen die Auslieferung sich um rund eine Woche verzögert hatte.

Unter Obdachlosen und Flüchtlingen ist die Gefahr groß, sich anzustecken

Die Gefahr sich mit dem Virus anzustecken sei unter Obdachlosen und Flüchtlingen in Gemeinschaftseinrichtungen besonders hoch, da diese Zielgruppen sich selten an die Abstandsregeln halten. Durch das enge Zusammenleben sei dies gerade in Asylunterkünften kaum möglich.

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Corona in NRW (Stand 3. Mai)

  • 7-Tages-Inzidenz: 158,5
  • Neue Corona-Fälle: 2.331
  • Neue Corona-Todesfälle: 18
  • Todesfälle insgesamt: 15.593
  • Corona-Fälle auf Intensivstationen in NRW: 1.161

>> Quellen: RKI, Intensivregister.de

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Zuletzt hatten Ärzte und medizinische Fachkräfte in Flüchtlingsheimen Aufklärung zu den Impfungen betrieben und das in der jeweiligen Landessprache der Geflüchteten.

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Ob alle Obdachlosen und Flüchtlinge sich impfen lassen, bleibt abzuwarten. (fb)