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Essen: Muslime wünschen sich Corona-Lockerung zum Zuckerfest – Thomas Kufen mit klarer Botschaft

Essen: Muslime fordern zum Zuckerfest eine Corona-Lockerung. (Symbolbild)
Essen: Muslime fordern zum Zuckerfest eine Corona-Lockerung. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / ITAR-TASS

Essen. Tausende Muslime feiern gerade den Fastenmonat Ramadan - auch in Essen. Das Fastenbrechen jeden Abend gehört zur Tradition, ist in Zeiten von Corona aber schwieriger geworden. Im Anschluss an den Ramadan wird am 12. Mai das Zuckerfest gefeiert.

Doch wegen der Corona-Beschränkungen und der nächtlichen Ausgangssperre sind die Moscheen in Essen geschlossen, und auch das familiäre Feiern ist stark eingeschränkt.

Deshalb wünschen sich Muslime in Essen nun, dass die Corona-Regeln zum Zuckerfest gelockert werden, ähnlich wie sie zu Weihnachten gelockert wurden.

Essen: Muslime fordern Corona-Lockerung zum Zuckerfest – OB Kufen reagiert

DER WESTEN hat zahlreiche Zuschriften und Mails von Muslimen erhalten, in denen dieser Wunsch nach Lockerung formuliert wird. So schreibt ein Leser: „Wir können unser Zuckerfest nicht wirklich feiern. Ich meine, wir hatten an Weihnachten und Ostern auch eine Lockerung und das wollen wir auch für unser Fest, sodass wenigstens die Kinder ihre Großeltern besuchen dürfen. Es wäre super, wenn wir auch eine Lockerung bekommen für unser Fest.“

Eine Frau schlägt in die gleiche Kerbe, schreibt stellvertretend: „Wir als Muslime wünschen uns auch eine Lockerung für unser Zuckerfest, das bald beginnt. Selbst unser Fastenbrechen können und konnten wir nicht zusammen als ganze Familie begehen. Deswegen bitten wir um eine Lockerung für das Zuckerfest – so wie die Christen ihre Lockerung für Weihnachten und Ostern bekommen haben.“

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Das ist der Ramadan:

  • der Ramadan ist Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders
  • nach islamischer Auffassung wurde im Ramadan der Koran herabgesandt
  • das Fest des Fastenbrechens folgt im Anschluss an den Fastenmonat (Zuckerfest)
  • es ist nach dem Opferfest der zweithöchste islamische Feiertag

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Schon die Moscheen sind in NRW wegen des Lockdown und der nächtlichen Ausgangssperre überwiegend geschlossen. So fällt das gemeinsame Fastenbrechen komplett aus, Koranlesungen in der Gemeinschaft finden nur online statt. Drei Hauptgebete im Ramadan (das Morgen-, das Nacht- und das Tarawih-Gebet) finden ebenfalls nicht statt. Doch wie sieht es die Stadt Essen? Wird sie für das Zuckerfest Corona-Lockerungen für Muslime in Erwägung ziehen?

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Essen: Oberbürgermeister Kufen macht Moslems Hoffnung

In einer Video-Botschaft an die Muslime sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen (47, CDU): „Der Ramadan ist auch für mich persönlich mit vielen gemeinsamen Fastenbrechen verbunden. Das wird in diesem Jahr wie schon 2020 anders gefeiert. Wir werden nicht gemeinsam an gedeckten Tischen sitzen.“

Kufen über das Zuckerfest und mögliche Lockerungen: „Es ist nicht vorausschaubar, wie das Ende des Ramadan gestaltet sein wird. Wir müssen Tag für Tag die Entwicklung in der Pandemie im Blick halten und gut informiert sein, welche aktuelle Regelung gilt.“

Und weiter: „Es ist wichtig, dass wir alle bekannten Kontaktbeschränkungen berücksichtigen. Nur so werden wir bald wieder zu einem Leben zurückkehren, dass wir aktuell so sehr vermissen.“

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Bleibt also die Hoffnung für die vielen Muslime in Essen darauf, dass der Inzidenzwert bis zum 12. Mai weiter sinkt, um so eine Ausnahme-Lockerung überhaupt zu ermöglichen.

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