Duisburg

Duisburg: Trickbetrüger nehmen sich nun diese Menschen vor – Polizei warnt vor neuer Vorgehensweise

Warum heißt Duisburgs Stadtteil Marxloh eigentlich Marxloh?

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Duisburg. Immer wieder zocken Trickbetrüger ihre Opfer am Telefon auch in Duisburg ab. Meistens sind die Opfer dann Senioren. Nicht in diesem Fall!

Jetzt setzen sie laut Polizei Duisburg eine Masche ein, die es in sich hat, die sie an einer speziellen Gruppe getestet haben. Zum Glück bislang ohne Erfolg, doch die Polizei warnt.

Duisburg: Trickbetrüger telefonieren Liste ab – jetzt warnt die Polizei

Am Dienstag haben die Betrüger jenen schaden wollen, die sich für Gutes einsetzen: Sie tischten 16 Mitgliedern des Rotary Clubs Duisburg am Telefon ihre Lügengeschichte auf.

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Die Mitglieder dieses Clubs engagieren sich sowohl international als auch in Duisburg für Menschen, die Hilfe benötigen. Im Dezember 2020 organisierten sie vor Ort beispielsweise eine Weihnachtswunsch-Aktion für Kinder in der Stadt.

Genau bei diesen Menschen wollten die Betrüger jetzt Beute machen. Und zwar so: Mit weinerlicher Stimme berichtet eine angebliche „Tochter“, in einen Unfall verwickelt zu sein, bei dem ein Mensch starb. Die Frau würde daher noch am Nachmittag im Gefängnis landen.

Duisburg: So soll die „Tochter“ angeblich vor dem Gefängnis bewahrt werden

Es sei denn, es werde eine Kautionszahlung von mehreren zehntausend Euro in bar geleistet. Bei dieser Schock-Nachricht belassen es die Betrüger nicht: Die vermeintliche Tochter übergibt das Gespräch dann an einen falschen Kripo-Mitarbeiter.

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Die fiese Masche der Trickbetrüger am Telefon:

  • Schockanrufe sollen Angst und Sorge beim Opfer auslösen
  • Damit wollen die Betrüger Geld erbeuten
  • Sie nutzen dafür unterschiedliche Methoden, geben sich etwa als falsche Polizeibeamte oder Enkel aus
  • Häufig geben sie an, ein Familienmitglied befinde sich in einer Notlage und benötige dringend Geld
  • Die oftmals großen Summen sollen an einem Treffpunkt in bar übergeben werden
  • Die Polizei rät: Angerufene sollten stets misstrauisch sein, wenn ein Unbekannter am Telefon einen beunruhigenden oder dramatischen Sachverhalt schildert und Geld und Verschwiegenheit fordert.
  • Wer dem Anrufer gegenüber unsicher ist, sollte eine Rückrufnummer erfragen und umgehend selbst Kontakt mit den Angehörigen aufnehmen
  • Im Zweifelsfall gilt: Immer die Polizei informieren und Anzeige erstatten!

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Wozu das Drama um den erfundenen Unfall? Die Polizei erklärt: Die Betrüger wollen den emotionalen Ausnahmezustand des Angerufenen ausnutzen. „Zu erfahren, dass die eigene Tochter jemanden bei einem Autounfall getötet haben soll und jetzt kurz davor sei, dafür 'eingebuchtet zu werden', lässt auch Menschen, die mitten im Leben stehen,Dinge glauben, die sie unter normalen Umständen niemals ernst nehmen würden.“

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Sätze wie „nur weil Sie Geld haben, stehen Sie nicht über dem Gesetz“ sollen laut Polizei zusätzlichen Druck ausüben.

Polizei Duisburg hat böse Vermutung

Zum Glück waren die Mitglieder des Rotary Club auf der Hut. Bei ihnen hatten die Trickbetrüger keinen Erfolg mit der Masche. Doch die Polizei ist sicher: „Sie werden es weiter versuchen.“

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Daher raten die Beamten, am Telefon misstrauisch zu sein. Und: „Sprechen Sie mit Verwandten über das Geschehene, bevor Sie fremden Menschen Geld in die Hand drücken.“

Außerdem gilt:

  • Die echte Polizei würde niemals nach Bargeld oder dem Kontostand fragen
  • Privaten Telefon- und Handynummern sollten im besten Fall nur im engen Familien- und Freundeskreis weitergegeben werden
  • Sollen Telefonlisten entsorgt werden, sollten diese nur geschreddert und unlesbar in den Hausmüll wandern

Dass die Betrüger gleich mit einer „Anrufwelle“ in kürzester Zeit mit den Mitgliedern des Rotary Clubs in Kontakt getreten sind, ist laut Polizei ungewöhnlich. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (vh)