Dortmund

Borussia Dortmund: Fans in großer Sorge – ist DIESE Tradition in akuter Gefahr?

Die Fans von Borussia Dortmund und vielen weiteren NRW-Klubs schlagen Alarm. Grund ist ein Gesetzentwurf.
Die Fans von Borussia Dortmund und vielen weiteren NRW-Klubs schlagen Alarm. Grund ist ein Gesetzentwurf.
Foto: imago images

Dortmund. Die Fans von Borussia Dortmund schlagen Alarm. Die Fanhilfe Dortmund und Fanhilfen anderer großer NRW-Klubs sind in Aufruhr. Der Grund: Ein Gesetzesentwurf der Landesregierung.

Borussia Dortmund, FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln, Bayer Leverkusen und Preußen Münster – die Fanhilfen vieler großer NRW-Klubs warnen vor dem geplanten Versammlungsgesetz.

Borussia Dortmund: Fans schlagen Alarm – Fanmärsche in Gefahr?

Die NRW-Regierung plant die Durchsetzung eines Versammlungsgesetzes. Am Donnerstag lief die erste Anhörung von Sachverständigen vor dem Landtag. Schon vorher hatten Fans sich für einen Protest „formiert“. Sie sehen ihre geliebten Fanmärsche in Gefahr.

Diese Märsche sind in den aktiven Fanszenen nahezu aller Klubs sehr beliebt. Geschlossen zieht man von einem Treffpunkt durch die Straßen zum Stadion, singt sich ein für das Spiel. Zumeist verlaufen diese Märsche friedlich, sind ein Hingucker für Passanten, selbst wenn sie mit Fußball nichts am Hut haben.

Nun sehen die Fans diese Märsche in Gefahr. Und nicht nur die. Selbst die schlichte An- und Abreise von Stadionbesuchern laut Fanhilfen kann durch das geplante Gesetz stark beeinflusst werden. Im Speziellen geht es ihnen um Paragraf 18 des Gesetzesentwurfs – das sogenannte „Militanzverbot“.

Fanhilfen: „Militanzverbot“ bedroht Fanmärsche

Das soll öffentliche Veranstaltungen und die Teilnahme daran verbieten, wenn sie „durch das Tragen von Uniformen […] oder uniformähnlichen Kleidungsstücken, durch ein paramilitärisches Auftreten oder in vergleichbarer Weise Gewaltbereitschaft vermittelt und dadurch einschüchternd wirkt.“

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Die Fanhilfen kritisieren, diese Formulierungen seien „dermaßen offen formuliert, dass jeder Fanmarsch unter diese Begriffe gefasst werden könnte“.

Sind Trikots schon uniformähnliche Kleidungsstücke? Ist das gemeinsame Schmettern von Fangesängen ein paramilitärisches Auftreten? Kann ein Marsch von Fußballfans zum Stadion einschüchternd wirken?

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„Willkür Tür und Tor geöffnet“

„Der Willkür wird an dieser Stelle Tür und Tor geöffnet“, mahnen die Fans von Borussia Dortmund und Co. und sehen die große Gefahr von polizeilichen Restriktionen für friedliche Fans bei einem friedlichen Marsch – allein aufgrund der Teilnahme.

Deutlich heißt es im Statement: „Wir rufen die Landesregierung daher eindringlich dazu auf den geplanten Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form zurückzunehmen und die Freiheit von Fußballfans, insbesondere in Bezug auf friedliche Fanmärsche, zu garantieren. Die Fankultur, die in Nordrhein-Westfalen an dutzenden Standorten und von auswärtigen Fans gelebt wird, darf nicht durch unnötige Repression unterdrückt werden.“

Ein erstes Gehör haben die Fans offenbar gefunden. Bei der Anhöhrung am Donnerstag hatten Sachverständige Bedenken am Versammlungsgesetz geäußert – und dabei auch die Kritik der Fußballfans aufgegriffen.

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