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Borussia Dortmund: Aus diesen 5 Gründen dürfen BVB-Fans plötzlich noch fester von der Meisterschaft träumen

Borussia Dortmund holte bei Eintracht Frankfurt nur einen Punkt, darf sich am vergangenen Spieltag dennoch als Gewinner fühlen.
Borussia Dortmund holte bei Eintracht Frankfurt nur einen Punkt, darf sich am vergangenen Spieltag dennoch als Gewinner fühlen.
Foto: imago/Thomas Bielefeld

Dortmund. Am vergangenen Spieltag ließ Borussia Dortmund nach zwei Siegen zum Auftakt erstmals Federn im Fußballjahr 2019.

Bei Eintracht Frankfurt kam der BVB nicht über ein 1:1 hinaus – eigentlich kein Grund für Jubelstürme bei Borussia Dortmund. Und dennoch darf der schwarzgelbe Anhang sich über den Ausgang des zurückliegenden Spieltags freuen.

Borussia Dortmund: Bayern im Chaos

Denn der Spieltag hat gezeigt: Der ärgste und stärkste Verfolger von Borussia Dortmund droht wieder in ein Chaos zu fallen, das dem Club schon in der Hinrunde große Schwierigkeiten beschert hatte.

Beim 1:3 in Leverkusen ließ der FC Bayern nicht nur drei Punkte liegen. Die Partie war für den Rekordmeister aus vielen weitreichenden Gründen ein Debakel.

Auch wenn die Vereinsverantwortlichen bei Borussia Dortmund gebetsmühlenartig betonen, dass der BVB nur auf sich schaue und von Spiel zu Spiel denke, dürfen die Fans allmählich berechtige Meisterträume entwickeln. In der Winterpause hatten selbst optimistischste BVB-Fans noch gemahnt: Ein Vorsprung von sechs Punkten sei nicht riesig. Zudem hätten die Bayern sich zum Ende der Rückrunde wieder stabilisiert und würden in der Rückrunde gewiss deutlich mehr Punkte holen als in der Hinrunde.

Von dieser Stabilität war am vergangenen Wochenende nichts zu sehen – aus diesen Gründen:

1. Verletzungspech

Schon in der Hinrunde hatte das Verletzungspech beim enttäuschenden Abschneiden der Bayern eine gewichtige Rolle gespielt. Am vergangenen Wochenende gab’s dann erneut eine schlechte Nachricht: Star-Torwart Manuel Neuer und Mittelfeldmotor Thiago fallen für das Spiel in Leverkusen aus. Zumindest Neuer wird den Bayern wohl noch weiter fehlen.

2. Unkontrolliert und unsortiert

Was die Bayern in den vergangenen Jahren so unschlagbar wirken ließ, war die enorme Dominanz, mit der sie die Spiele kontrollierten. In vielen Spielen in der Hinrunde und auch am Samstag in Leverkusen war davon nichts zu sehen.

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Im Vorwärtsgang unkontrolliert, in der Abwehrarbeit unsortiert – die Bayern sind vom Auftreten der vergangenen Saisons weit entfernt. „Was ich bemängeln muss und auch ansprechen werde, ist die Kompaktheit. Du kannst dir nicht erlauben, drei Gegentreffer zu kassieren, und dann noch den Anspruch zu haben, in Leverkusen zu gewinnen.“

3. Debatte um Alt-Stars

Rund um den FC Bayern ist in dieser Saison immer wieder von einem Umbruch die Rede. Alt-Stars müssten demnach aussortiert und junge Spieler integriert werden, damit die Münchner zukunftsfähig sein könnten.

Diese Debatte löste immer wieder Unbehagen bei manchen dieser Alt-Stars aus. Spieler wie Mats Hummels, Franck Ribery oder Arjen Robben fühlten sich auf den Schlips getreten. Schließlich haben sie in ihrer Karriere für den Verein schon einiges geleistet.

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Am Wochenende gab es für zwei Alt-Stars der Münchner ganz besonders viel Kritik. Michael Ballack kritisierte Hummels im „Doppelpass“ bei Sport1: „Er nimmt im Moment zu viel Risiko und es stimmt die Balance nicht.“

Und bei „Sky90“ teilte Dietmar Hamann ordentlich gegen Robert Lewandowski aus: „Ich glaube, dass Lewandowski zum Problem für Bayern München wird. Seine Theatralik, sein Abwinken, sein zum Teil lustloses Verhalten auf dem Platz.“

4.Verpatzte Transferperiode

Schon im Sommer hatten die Bayern es nicht geschafft, einen ganz großen Topstar an Land zu ziehen. Die einzige Neuverpflichtung war Leon Goretzka (kam ablösefrei von Schalke).

Im Winter holten die Bayern Alphonso Davies aus Vancouver. Der 18-Jährige ist jedoch eine Investition in die Zukunft. Mit Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea waren die Bayern sich eigentlich schon einig, der Transfer platzte jedoch in letzter Sekunde, so dass die Bayern in der Transferperiode leer ausgingen.

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Angesprochen auf die verpatzte Transferperiode meinte Bayern-Coach Niko Kovac schnippisch: „Je mehr Spieler ich habe, desto schwieriger wird es. Dann ist der unzufrieden, dann ist der unzufrieden, und so hat die Presselandschaft viele Ansprechpartner, die unzufrieden sind - und noch mehr Geschichten.“

5. Wo ist das „Mia san mia“?

Das berühmt-berüchtigte „Mia san mia“ hatte den Münchnern in den vergangenen Jahren enormen Erfolg beschert. Geschlossen waren die Münchner aufgetreten – stets an der Grenze zwischen gesundem Selbstbewusstsein und Arroganz.

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Dieses „Mia san mia“ haben die Bayern offenbar verloren. Spieler hinterfragen sich selbst oder sogar das gesamte Team. So meinte Joshua Kimmich nach der Pleite in Leverkusen über seine Leistung im Mittelfeld: „Allgemein zu meinem Spiel glaube ich, dass ich der Mannschaft nicht so viel Dominanz im Spiel mit dem Ball geben konnte.“

Sollte der FC Bayern nicht schleunigst aus diesem Chaos finden, werden die Meisterträume der BVB-Fans immer realistischer.

 
 

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