Veröffentlicht inRegion

NRW: Frau stirbt bei schrecklichem Kanu-Unglück – Kripo ermittelt gegen Tourguides

Tödliches Ende einer Kanu-Tour in NRW. Eine Gruppe kenterte am Wochenende auf der Wupper. Jetzt ermittelt die Polizei.

NRW
© IMAGO/Jürgen Held

Wie verhalte ich mich richtig bei einem Unfall?

2018 gab es in Deutschland mehr als 300.000 Unfälle im Straßenverkehr ,bei denen Personen zu Schaden kamen. Wir zeigen, wie du dich verhalten solltest, wenn du Zeuge eines Unfalls wirst.

Dramatische Szenen am späten Samstagnachmittag (12. August) in NRW. Eine Gruppe von fünf Personen ist nach Angaben der Polizei Wuppertal bei einem Ausflug auf der Wupper in Not geraten. Aus bisher ungeklärter Ursache kenterte die Gruppe gegen 17.15 Uhr mit einem Kanu auf dem Fluss in Solingen. Jetzt ermittelt die Kripo wegen fahrlässiger Tötung.

Vier der fünf Beteiligten konnten sich aus eigener Kraft ans Ufer des Flusses in NRW retten. Eine Frau (47) schaffte es jedoch nicht, sich selbstständig zu befreien. Für die 47-jährige Kanu-Fahrerin sollte jede Hilfe zu spät kommen.

+++ NRW geht gegen Klimakleber vor – DAFÜR könnten 50.000 Euro drohen +++

NRW: Frau verunglückt bei Wochenend-Ausflug

Zwar versuchten die vier Begleiter alles, um die verunglückte Frau aus dem Wasser zu retten. Doch als sie es schafften, sie unter dem umgekippten Kanu hervorzuholen und ans Ufer zu bringen, zeigte sie bereits keine Lebenszeichen mehr. Die Gruppe wählte den Notruf und leistete Erste Hilfe.

Nachdem die Rettungskräfte am Unglücksort in der Nähe der Ortschaft Papiermühle in Solingen eintrafen, übernahmen sie die Reanimationsversuche. Die 47-Jährige kam schließlich sofort auf die Intensivstation. Doch das medizinische Personal konnte nichts mehr für das Unglücksopfer tun. Die 47-Jährige verstarb kurze Zeit später in der Klinik.


Erste Hilfe leisten – das kannst du tun!

  • Unglücksstelle absichern und den Notruf unter 112 oder 110 wählen
  • lebenswichtige Funktionen des Verletzten kontrollieren
  • im Fall der Fälle: Wiederbelebung starten, Blutungen stillen, stabile Seitenlage

Tödliches Unglück in NRW: Polizei ermittelt

Die Kriminalpolizei hat nach dem tödlichen Unglück die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten wollen herausfinden, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Dazu hat die Polizei am Sonntag zwei Kanus sichergestellt, die am Vortag wegen des hohen Wasserstands und der starken Strömung aus Sicherheitsgründen zunächst am Unglücksort geblieben waren.


Mehr Themen:


Während der Rettungsarbeiten am Samstag und zur Bergung der Kanus am Sonntagvormittag wurde die Landstraße 74 gesperrt. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

Am Mittwoch (16. August) gab die Polizei bekannt: Es wird gegen den Tourguide wegen fahrlässiger Tötung ermittelt! Die bisherigen Erkenntnisse ergaben, dass der Wasserstand der Wupper zu diesem Zeitpunkt den üblichen Pegelstand zum Teil deutlich überstieg. Daraus ergab sich bei den Ermittlern der Verdacht, dass seitens des Veranstalters oder der begleitenden Tourguides ein fahrlässiges Verhalten oder unsachgemäße Abläufe für den Tod der 47-Jährigen verantwortlich sein könnten.