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NRW-Polizei bestellt tonnenweise Kekse – der Grund ist bedrohlich

Da staunt sogar das Krümelmonster! Die Polizei in NRW will tonnenweise Kekse kaufen. Ja, ist denn schon Weihnachten? Hier erfährst du Details.

NRW-Polizei bestellt tonnenweise Kekse.
u00a9 imago/Panthermedia

Verbrechen in NRW: So viel Arbeit hat die Polizei wirklich

Laut der Polizei-Kriminalstatistik ist die Kriminalität in NRW 2022 leicht angestiegen. In den vergangenen sechs Jahren war sie noch stetig gesunken. Mit knapp 1,37 Millionen Delikten gab es einen Anstieg um 13,7 Prozent zum Vorjahr.

Die Polizei in NRW will Hunderttausende Kekse bestellen – und das im Eiltempo. Bis zum 30. November 2023 muss das Gebäck geliefert sein. Mit der dann bevorstehenden Weihnachtszeit hat die Aktion allerdings nichts zu tun. Der Hintergrund ist vielmehr bedrohlich.

Für die Versorgung aller Polizei-Beschäftigten in NRW ist das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste Nordrhein-Westfalen (LZDP) zuständig. Und diese Behörde hat jetzt eine öffentliche Ausschreibung gestartet, die Aufsehen erregt. Denn wofür braucht die Polizei tonnenweise Kekse?

NRW-Polizei rüstet sich für langen Blackout

Blicken wir ein Jahr zurück: Damals warnten Behörden und Politiker landauf, landab vor einem drohenden Blackout im Winter 2022/23. Der Grund dafür war die Energiekrise, ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den damit verbundenen Mangel an russischem Erdgas in Deutschland. Groß war damals die Sorge, dass es auch in NRW bei einem langen, kalten Winter zu Energie-Knappheit kommen könnte. Mittlerweile wissen wir: Es kam längst nicht so schlimm wie befürchtet, die Gas-Reserven haben ausgereicht. Auch deshalb, weil der Winter recht mild ausfiel.

+++ Energiekrise: 100 Tage nach Atomausstieg – bittere Erkenntnis! +++

Doch wie lang und hart wird die kommende Kälteperiode sein? Wie entwickelt sich der Ukraine-Krieg weiter? Stehen Deutschland und NRW in den nächsten Jahren vielleicht noch ganz andere Szenarien bevor, die zu einem bedrohlichen Blackout führen könnten? Die Polizei in NRW will sich jetzt jedenfalls für einen länger andauernden Stromausfall rüsten, damit Sicherheit und Ordnung auch in einem solchen Krisenfall dauerhaft gewährleistet sind.

Kekse für den Krisenfall?

Kekse für den Krisenfall? Klingt kurios, ist aber erst gemeint. Denn bei der Großbestellung der NRW-Polizei geht es nicht um Spekulatius oder Vanille-Kipferl, sondern um kleine Kraftpakete für die Einsatzkräfte. Die erste Bestellung umfasst 60.000 Rationen Notfallverpflegung mit jeweils zwei Keksen oder Riegeln. Mindesthaltbarkeit: 15 Jahre. Eine Ration muss den Tagesbedarf von 1500 Kilokalorien decken.

Die zweite Bestellung soll aus 150.000 Notfall-Sets bestehen, die zusätzlich zu Keksen oder Riegeln auch noch Roggenbrot und Erdbeermarmelade enthalten. Vegan, laktosefrei und mindestens zehn Jahre lang haltbar muss dieses Essen sein.


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Hersteller-Firmen können sich jetzt auf die öffentliche Ausschreibung bewerben. Ein Ding der Unmöglichkeit ist die Herstellung solcher Notfall-Rationen keineswegs. Bei der Bundeswehr gehören sogenannte Einmannpackungen, die 2000 Kilokalorien liefern und lange haltbar sind, seit Jahrzehnten zur Standard-Ausrüstung – sogar mit Fleisch. Aber eines dürfte klar sein: Allzu lecker werden die Polizei-Kraft-Kekse ganz bestimmt nicht sein.