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Freudenberg/NRW: Luise (†12) erstochen – so kamen die Ermittler den verdächtigen Kindern auf die Schliche

Zwei Kinder haben gestanden, die kleine Luise (†12) aus Freudenberg in NRW erstochen zu haben. So gerieten sie ins Visier der Ermittler.

Freudenberg/NRW
u00a9 Roberto Pfeil/dpa

So entsteht ein Phantombild

Ingo von Westphal ist Phantombildzeichner. Uns hat er erklärt, wie ein Phantombild entsteht.

Ganz Freudenberg ist nach dem Tod der kleinen Luise (†12) in Schockstarre verfallen. Deutschland steht bis weit über die Grenzen der kleinen NRW-Stadt unter Schock. Seit Dienstag (14. März) ist klar: Zwei Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren sollen für den Tod des gleichaltrigen Mädchens verantwortlich sein (mehr hier). Die beiden Kinder haben gestanden, Luise aus Freudenberg am Samstag erstochen zu haben. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Koblenz drei Tage nach der Tat mit.

Zum Motiv hielten sich die Ermittler bedeckt. Denn die mutmaßlichen Täterinnen müssten angesichts ihres Alters geschützt werden – betonte Mario Mannweiler. Jedoch verrieten die Ermittler, wie die beiden Mädchen ins Visier der Ermittler gerieten.

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Freudenberg (NRW): So gerieten die Kinder unter Verdacht

So machten sie sich verdächtig, nachdem ihre Aussagen aus einer ersten Anhörung sich mit den Angaben anderer Zeugen widersprachen. In einer zweiten Anhörung wurden die beiden Mädchen im Beisein ihrer Eltern und Psychologen mit den Widersprüchen konfrontiert. Unter dem Druck der Anhörung gaben sie die Tat schließlich zu.

Zuvor seien die beiden Mädchen polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten. „Nach über 40 Dienstjahren gibt es immer noch Ereignisse, die einen sprachlos zurücklassen“, sagte der Koblenzer Polizei-Vizepräsident Jürgen Süs.

Darum droht den Mädchen aus Freudenberg keine Strafe

Eine Strafe müssen die beiden mutmaßlichen Täterinnen jedoch nicht fürchten. Da sie im Alter von 12 und 13 Jahren noch nicht strafmündig sind, verbietet das Gesetz strafrechtliche Sanktionen. Beide Mädchen seien „in einem geschützten Raum in der Obhut des Jugendamtes“, teilte Süs mit.


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Das getötete Mädchen war am Samstagabend auf dem Heimweg verschwunden. Die ganze Nacht über suchten Einsatzkräfte nach der Vermissten. Am Sonntag wurde sie schließlich tot in der Nähe eines Radweges auf rheinland-pfälzischem Gebiet unmittelbar an der Landesgrenze zu NRW gefunden. Einen Tag später teilte die Polizei mit, dass Luise Opfer eines Verbrechens geworden ist.

Bei der Obduktion ihrer Leiche stellten die Rechtsmediziner zahlreiche Messerstiche fest. Das Mädchen sei daran verblutet. Eine Tatwaffe ist bislang noch nicht gefunden worden. Polizisten suchten das Gelände um den Tatort deshalb am Dienstag erneut ab. (mit dpa)