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Eschweiler: Explosion erschüttert NRW – Drama ausgerechnet HIER

In Eschweiler hat eine Explosion die Innenstadt erschüttert. Eine ganze Region ist fassungslos, dass die Katastrophe erneut HIER geschah.

Eschweiler
Die Explosion hat zahlreiche Geschäfte und Wohnungen zerstört. Foto: Henning Kaiser/dpa

Gerade schien es so, als wäre in Eschweiler mal wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. Doch am Donnerstagabend (30. März) ist die NRW-Stadt in der Nähe von Aachen wieder von einer Katastrophe eingeholt worden. Gegen 21.15 Uhr passierte es.

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Eine gewaltige Explosion erschütterte die Innenstadt (mehr hier). Ein Wohn- und Geschäftshaus in der Fußgängerzone von Eschweiler stand plötzlich in Flammen. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Vier kämpfen um ihr Leben. Darunter auch ein gerade einmal zwei Monate alter Säugling. Der Schock sitzt tief – zumal genau die Region vor eineinhalb Jahren unter der Flut-Katastrophe gelitten hatte (mehr hier). Die Worte der Anwohner erschüttern.

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Eschweiler: Erst die Flut, jetzt die Flammen

Ein „ganz normaler Donnerstagabend“ sei es gewesen, berichtet Eschweilers Bürgermeisterin Nadine Leonhardt. Bis es plötzlich zur Explosion kam. Sofort seien die Bilder der Flutkatastrophe wieder vor ihren Augen. „Menschen, die vor eineinhalb Jahren von dem Hochwasser betroffen waren, sind jetzt auch wieder betroffen“, berichtet die SPD-Politikerin erschüttert.

Eschweiler
Nadine Leonhardt zeigte sich nach der Explosion erschüttert. Foto: Henning Kaiser/dpa

Klaus Robrecht wohnt nur wenige Meter vom Unglücksort entfernt. „Schlimm waren die Leute, die drin waren. Die schrien um Hilfe“, berichtet der Eschweiler „Wir sind sofort rausgestürmt. Aber wenn Sie dann vor so einer Feuerwand stehen, da bringt der Feuerlöscher nichts mehr.“ Die Gedanken der Anwohner und der gesamten Region gelten den Verletzten, die nach Angaben der Feuerwehr zum Teil massive Verbrennungen erlitten.

Eschweiler
Die Explosion hat zahlreiche Geschäfte und Wohnungen zerstört. Foto: Henning Kaiser/dpa

Eschweilerin: „Wir wollen doch nur friedlich leben“

Die Druckwelle der Explosion war so groß, dass im Umkreis von 50 Metern sämtliche Fensterscheiben zerbarsten. Gegenüber des betroffenen Gebäudes lagen Geschäfte in Trümmern. Die Bilder erinnern auch den Ladeninhaber Klaus Robrecht an die Flut-Katastrophe. „Vor zwei Jahren stand das Wasser in der Straße 1,20 Meter hoch. Jetzt muss ich den Laden schon wieder neu aufbauen. Es reicht langsam mit den Schicksalsschlägen!“, sagt er der „Bild“.


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Auch Anwohnerin Annette Genoch (56) zeigte sich gegenüber der Zeitung fassungslos: „Wir kommen hier in Eschweiler nicht zur Ruhe und stehen jetzt schon wieder unter Schock. Wir wollen doch nur friedlich leben.“ Wie es zu der Tragödie kommen konnte, ist noch unklar. Die Ermittlungen dazu dauern an. (mit AFP/dpa)