Modellregion in NRW: Erstes Fitnessstudio öffnet wieder – „Hoffentlich kommen unsere Kunden wieder“

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Es ist mehr als ein Hoffnungsschimmer für alle Fitness- und Kraftsportler in ganz NRW!

Das Coronavirus hält Deutschland und NRW weiter im Würgegriff, trotz Dauer-Lockdown und Impfturbo liegen die Sieben-Tage-Inzidenzen in einem kritischen Bereich. Überall in NRW? Nicht ganz, denn: Der Kreis Coesfeld hat eine Inzidenz von gerade mal 81 (Stand 3. Mai), liegt damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 147 – und ist deshalb jetzt Modellregion in NRW!

Der Hammer: Das erste Fitnessstudio darf nach einer gefühlten Ewigkeit wieder öffnen! Dient das Modell von „Der Sportklub“ in Havixbeck (11.800 Einwohner, gerade mal elf Infizierte ) als Vorbild für ganz NRW oder gar Deutschland? Wir wollten wissen, wie es im einzigen geöffneten Fitnessstudio in der Modellregion in NRW abläuft.

Modellregion in NRW: Erstes Fitnessstudio eröffnet wieder – so läuft das!

Jack Wolf (29) ist Club Manager des Studios und damit verantwortlich dafür, dass alles rund und nach Plan läuft. Wolf zu DER WESTEN: „Wir haben erst Ende April, das heißt vor wenigen Tagen die Nachricht erhalten, dass wir für das Modellprojekt ausgewählt worden sind. Ich bin gerade ins Studio gekommen, als meine Chefin mir das sagte. Wir sind richtig happy!“

Über die eigene Studio-App meldet sich der Kunde für einen Trainingszeitraum an, der eine Stunde umfasst. 15 Minuten gibt es fürs Umziehen obendrauf. Wolf erklärt: „Wir haben hier eine Trainingsfläche von 700 Quadratmeter, die maximale Zahl der Kunden beträgt 35. Sobald sich also 35 Kunden angemeldet haben, kommt man auf eine Warteliste.“

Duschen und Saunen sind gesperrt, die Umkleidekabinen werden täglich mehrmals desinfiziert. Die Trainingsgeräte sind voneinander durch Wände abgetrennt, sodass jeder Kunde zusätzlich zum Mindestabstand einen weiteren Schutz hat.

Endlich wieder ein Fitnessstudio! „Der Sportklub“ öffnet dank Apps, Luftfilter, Trennwände als Modellregion in NRW

Die Kontaktnachverfolgung der Studio-Kunden erfolgt über die Luca-App und die App der Bundesregierung. Der Club Manager erläutert: „Wir schicken die Liste an den Kreis Coesfeld, der es wiederum ans Gesundheitsamt schickt. Es geht vor allem auch darum, dass jetzt nicht extra für die Projektöffnung Menschen von weit her kommen, um hier zu trainieren.“ Man sei aber nicht „nur“ ein Fitnessstudio, sondern auch ein Sport- und Gesundheitszentrum.

Worauf Wolf besonders stolz ist: die drei nagelneuen (teuren) Luftfilter, die die Betreiber angeschafft haben: „Damit sind wir ganz vorne dabei, was Luftqualität und -zirkulation angeht. Das Ansteckungsrisiko sollte sich auf einem absoluten Minimum befinden.“ Doch warum darf ausgerechnet „Der Sportklub“ im beschaulichen Havixbeck als einziges Fitnessstudio in NRW öffnen?

Wolf hat dafür eine einfache Erklärung: „Hier liegt die Inzidenz ohnehin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Dazu kommt, dass wir in den unteren Etagen ein Reha-Zentrum betreiben, in denen viele ältere Menschen etwas für ihre körperliche Gesundheit machen können, der medizinische Aspekt bei uns also groß geschrieben wird. Außerdem können wir uns auch bei der Lokalpolitik hier bedanken, die das Projekt gepusht hat.“

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Modellregion in NRW: „Sobald sich das Ganze herumspricht, kommen unsere Kunden wieder“

Das Modell läuft zunächst bis zum 28. Mai, ehe ein Fazit gezogen und es im Idealfall möglicherweise verlängert oder auf mehr gleichzeitige Kunden ausgeweitet wird. Das ist für Wolf erstmal Zukunftsmusik. Er ist froh und stolz, dass es endlich wieder losgeht und er wieder Kunden beim Training sieht.

Seine Erwartung: „Sobald sich das Ganze herumspricht, kommen hoffentlich unsere Kunden wieder, ohne dass sie die Befürchtung haben brauchen, sich hier mit Corona anstecken zu können. Ich glaube, im Laufe der Woche werden dann die Leute herkommen, sodass wir immer unsere maximale Kundenzahl erreichen werden.“

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Bleibt zu hoffen, dass das Projekt Erfolg haben und zum Vorbild für andere Fitnessstudios im Rest von NRW wird...