Ausgangssperren in NRW: Bundes-Notbremse kommt – das musst du jetzt in deiner Stadt wissen

Die Ausgangssperren in NRW sind beschlossene Sache. Das musst du zu ihnen wissen.
Die Ausgangssperren in NRW sind beschlossene Sache. Das musst du zu ihnen wissen.
Foto: dpa-picture alliance

Die Bundes-Notbremse ist beschlossene Sache. Spätestens in der kommenden Woche tritt sie in Kraft. Zu den beschlossenen Maßnahmen gehören auch die umstrittenen Ausgangssperren.

Da es sich um ein bundesweites Maßnahmenpaket handelt, ist auch NRW von der Notbremse und den damit verbundenen Ausgangssperren betroffen. Wir beantworten die Frage, wo im Bundesland welche Regelungen ab wann gelten.

Ausganssperren in NRW: Bundes-Notbremse ist beschlossene Sache

Grundsätzlich soll die Notbremse dort eingesetzt werden, wo die Wocheninzidenz drei Tage am Stück die 100er-Grenze überschreitet. Sobald die Inzidenz durch die Maßnahmen fünf Tage hintereinander unter 100 bleibt, soll sie wieder aufgehoben werden. Diese Vorgehensweise soll in Deutschland bis zum 30. Juni angewandt werden.

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Ein Haushalt darf sich dann nur noch mit einer weiteren Person treffen, wobei Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sind. Im Einzelhandel darf man nur mit gebuchtem Termin und negativem Corona-Test einkaufen. Und der Präsenzunterricht an Schulen wird ab einer Inzidenz von 165 verboten.

Doch auch die umstrittenen Ausgangssperren gehören zur Notbremse dazu.

Diese Ausgangsbeschränkungen gelten bald

Von 22 bis 5 Uhr darf man die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück nicht mehr verlassen. Sportliche Betätigungen wie eine Runde Joggen ist dagegen bis Mitternacht erlaubt, jedoch nur alleine und nicht in Sportanlagen.

Weitere Ausnahmen sind beispielsweise gesundheitliche Notfälle bei Mensch und Haustier, aber auch die Ausübung des Berufs und die Wahrnehmung von Sorge- und Umgangsrecht.

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In NRW sind Ausgangssperren teilweise bereits Realität. In Mülheim gab es am vergangenen Wochenende nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Ab Freitag haben bereits Herne (HIER mehr erfahren <<<), Duisburg und Essen angekündigt, nachziehen zu wollen.

Inzidenzen in NRW: Nur drei Kreise unter 100

Für NRW bedeutet das, dass diese Neuregelungen quasi überall im Bundesland gelten wird. Nach aktuellem Stand (22. April, 16 Uhr) weisen nur drei Kreise eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100 auf – Münster (97,1), Coesfeld (90,7) und Höxter (77,0).

In allen anderen Kreisen wird die Notbremse schon bald Einzug halten. Wie erfolgreich sich die strengen Maßnahmen auf die Zahlen auswirken werden, bleibt abzuwarten. Alleine in 18 NRW-Kreisen bekommt es die Notbremse immerhin mit einer Wocheninzidenz von über 200 zu tun.

Notbremse kommt mit weiteren Regelungen

Weiterhin geschlossen bleiben Restaurants und Kultureinrichtungen. Lediglich Außenbereiche von Zoos oder botanischen Gärten dürfen Kunden mit negativem Corona-Test empfangen.

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Sport ist nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt. Kinder bis 14 Jahren dagegen soll der Sport in Gruppen ermöglicht werden. Für Berufs- und Leistungssportler gelten Ausnahmen.

Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr gilt nach wie vor die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes. Zudem ist die Vermietung von Ferienwohnungen oder Hotelzimmern untersagt. (at, mit dpa)

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