Olaf Scholz versetzt Journalisten in Wut – „So arrogant – das macht man nicht“

Scholz: G7 stehen "unverbrüchlich an der Seite der Ukraine"

Scholz: G7 stehen "unverbrüchlich an der Seite der Ukraine"

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum im ukrainischen Krementschuk verurteilt. Die G7-Gruppe stehe angesichts der "brutalen Aggression" Russlands "unverbrüchlich" an der Seite der Ukraine, sagte Scholz zum Abschluss des G7-Gipfels in Bayern.

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Als Gastgeber begrüßte Kanzler Olaf Scholz die Staats- und Regierungschef der größten westlichen Industrienationen. Bei der Pressekonferenz zum Abschluss des G7-Gipfel in Elmau kam es dann zu einer Szene, die bei manchen Journalisten für Empörung sorgt.

Bundeskanzler Olaf Scholz kanzelte eine ausländische Journalistin ab, die nach der weiteren Unterstützung der Ukraine fragte. Andere Reporter können darüber nur den Kopf schütteln.

Olaf Scholz bringt Journalisten in Weßglut – „Nicht witzig, nur überheblich“

„Unverständlich, was Kanzler Scholz bei dieser Antwort geritten hat. Aber das ist nicht witzig, sondern nur überheblich gegenüber einer ausländischen Journalistin“, findet beispielsweise Markus Grill. Der Chefreporter im Investigativressort von NDR und WDR postete einen Clip dieses PK-Vorfalls auf Twitter.

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Olaf Scholz und seine Familie:

  • Er wuchs mit zwei Brüdern in Hamburg auf.
  • Sein Bruder Jens Scholz ist Mediziner und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.
  • Sein jüngerer Bruder Ingo Scholz ist Bereichsleiter in einem IT-Unternehmen.
  • Der Kanzler ist seit 1998 mit der SPD-Politikerin Britta Ernst verheiratet.
  • Das Ehepaar blieb kinderlos.

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Sein Kollege Markus Decker vom „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ befand: „Eine Journalistin, die in einem freundlichen Ton eine vollkommen berechtigte Frage stellt, so arrogant zu behandeln – das macht man einfach nicht. Weder als Mensch noch als Kanzler.“ Die „Bild“ nennt die Szene einen „Arroganz-Anfall“.

Was war geschehen? Die polnisch-deutsche Reporterin Rosalia Romaniec wollte vom Bundeskanzler mehr Details zu den Sicherheitsgarantien erfahren, die der Ukraine auf dem G7-Gipfel auch für die Zeit nach dem Krieg zugesagt wurden. „Könnten Sie konkretisieren, welche Sicherheitsgarantien das sind?“, fragte sie.

Arroganter Scholz-Auftritt? Er lässt Reporterin komplett auflaufen

Eine geschlossene, keine offene Frage – und Olaf Scholz hatte offenbar kein Interesse daran, die Karten auf den Tisch zu legen, schließlich hört Moskau mit. Deshalb antwortete er mit ironischem Lächeln lediglich: „Ja. Könnte ich.“ Pause. Drei Sekunden später ergänzte er: „Das war's.“

Im Netz gibt es weitere Kritik an dieser Reaktion des Kanzlers. Sein Verhalten nach der Frage sei selbstverliebt, arrogant oder unverschämt gewesen, meinen manche.

Auch Reporterin Romaniec selbst nahm Stellung zur Szene.

Sie twitterte: „Echt schade, Herr Bundeskanzler. Als ich Deutsch gelernt habe, wurde mir für Pressekonferenzen dringend die Höflichkeitsform empfohlen.“ Ihre Frage sei schon „sehr ernst gemeint“ gewesen.

Auch in ARD-Interview lässt Olaf Scholz einen Reporter auflaufen

Kurz darauf legte Scholz noch in einem ARD-Interview zum G7-Gipfel nach. Ob Scholz ebenso wie Vizekanzler Robert Habeck Alltagstipps zum Energiesparen parat habe, wollte Moderator Oliver Köhr wissen. Die trockene Antwort des Kanzlers: „Nö.“

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Manchmal ist der Hanseat im Kanzleramt wirklich nicht sehr gesprächig. Ob das zu einem Wahlkampfversprechen passt, das ihn dort reingebracht hat? Damals versprach Scholz nämlich „Respekt“.