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Steuer: Scholz stellt Einmalzahlung für SIE in Aussicht – doch Lindner protestiert: „Kaum finanzierbar“

Inflation: Was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Die Inflation steigt auf Rekordwerte. Doch was ist Inflation und was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Dieser Vorschlag sorgt für reichlich Diskussion: Im Kampf gegen die Folgen der hohen Inflation will Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sich wohl für eine Einmalzahlung der Unternehmen an Beschäftigte stark machen – ohne eine Steuer. Doch sogar Finanzminister Christian Lindner protestiert gegen das Vorhaben.

Seinen Vorschlag wolle Scholz am 4. Juli bei der konzentrierten Aktion mit Arbeitgebern und Gewerkschaften vorstellen, berichtete die „Bild am Sonntag“. Dabei soll die Einmalzahlung ohne Abgabe von Steuer an die Beschäftigten gehen.

Steuer: Der Vorschlag von Olaf Scholz wird heiß diskutiert

Das Kanzleramt wolle eine Lohn-Preis-Spirale und eine weitere Steigerung der Inflation verhindern. Für eine Einmalzahlung anstelle von Lohnsteigerung spricht vor allem, dass sie schnell bei den Arbeitnehmern ankommt. Geringverdiener würden zudem am stärksten profitieren.

Doch an der Maßnahme gibt es auch einiges an Kritik. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger ist der Meinung, alle Hinweise aus der Politik – wie jetzt zu Einmalzahlungen – könnten Tarifverhandlungen eher erschweren als erleichtern.

Steuer: Lindner kritisiert das Vorhaben des Bundeskanzlers

Marcel Fratscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hält Sonderzahlungen der Arbeitgeber dagegen für wenig zielführend. „Höhere Löhne und Sozialleistungen sind der einzige, nachhaltige Weg, wie Menschen mit geringen Einkommen dauerhaft höhere Preise für Energie und Lebensmittel verkraften können“, sagte er.

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Auch Christian Lindner hat sich auf seinem Twitter-Account kritisch zu dem Vorhaben von Olaf Scholz geäußert. „Einmalzahlungen können sinnvoll sein. Steuerliche Maßnahmen prüfe ich dort und bei der kalten Progression. Aber wo Unternehmen hohe Gewinne machen, ist eine Subventionierung der Arbeitgeber nicht angezeigt. Wirtschaftsweite Ausdehnung des Corona-Bonus wäre kaum finanzierbar“, heißt es in dem Social Media-Post. (cf mit AFP)