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G7: Söder treibt seine Bayern-Show auf die Spitze – „Noch gehören wir zu Deutschland“

Scholz: Es kann im Verhältnis zu Russland kein Zurück geben

Bundeskanzler Olaf Scholz hat am zweiten Tag des G7-Gipfels in Elmau in Bayern zur Geschlossenheit der Demokraten aufgerufen. Es könne im Verhältnis zu Russland kein Zurück geben "in die Zeit vor dem russischen Überfall auf die Ukraine."

Es müssen harte Tage sein für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Wenn das vergangene Jahr anders verlaufen wäre und er anstelle von Armin Laschet Kanzlerkandidat hätte werden dürfen, dann hätte er nun möglicherweise die Staatschefs aus aller Welt in seinem Freistaat als Kanzler begrüßt.

Stattdessen leitet Olaf Scholz den G7-Gipfel im Schloss Elmau in Oberbayern. Söder durfte US-Präsident Joe Biden und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron zwar mit Gebirgsschützen und Trachtlern am Flughafen empfangen – doch ansonsten bleibt er außen vor. Das kann Söder aber scheinbar nur schwer verkraften.

G7 in Bayern: Ministerpräsident Söder provoziert erneut

So gab es zunächst eine Spitze gegen Scholz via Social Media. Ein Beitrag von Söder sorgte für Wirbel, in dem zwar die ausländischen Gäste mit Porträtbildern in Bayern willkommen geheißen („Grüß Gott“), der Bundeskanzler aber „vergessen“ wurde. So wurde aus dem G7-Gipfel ein G6-Treffen.

Im Interview mit dem ZDF rechtfertigte sich Söder auf provozierende Weise: „Der Bundeskanzler ist ja nun nicht ein ausländischer Staatsgast, sondern der Bundeskanzler. Und noch gehört ja Bayern definitiv zu Deutschland.“ Noch gehört Bayern zu Deutschland? Soll sich das ändern?

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Mehr zum G7-Gipfel:

  • G7 steht für Gruppe der Sieben.
  • Dabei sind die USA, Japan, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland.
  • Das Treffen der großen demokratischen Industrienantionen wurde 1975 ins Leben gerufen.
  • Zwischen 1998 bis 2014 gab es die G8 mit Russland.
  • Die EU einen Beobachterstatus bei den Treffen.

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Nein, die Regierung im Freistaat plant keine Abspaltung, auch wenn Söder das Kanzleramt verwehrt blieb. Der CSU-Chef ergänzte im ZDF: „So soll es auch bleiben.“

G7-Gipfel: Söder will sich mit Geschenk in den Mittelpunkt drängen

Doch noch immer scheint Söder mit seiner Rolle als Zuschauer im eigenen Bundesland beim G7-Gipfel zu hadern. Deshalb versucht er sich jetzt mit einer weiteren Aktion in den Mittelpunkt zu bringen. Es gab ein bayerisches Geschenk für alle G7-Teilnehmer – diesmal auch für Scholz.

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Mehr zum G7-Gipfel:

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Über seine Social-Media-Kanäle teilte der Bayer mit, was es Geschenke für die Gipfelteilnehmer gab. Jeweils einen „Rucksack voller bayerischer Spezialitäten“. Diese „Bayern-Rucksäcke“ sollen mit den Staatschefs auf Weltreise gehen. Söder prahlte dann weiter: „Für Lebensmittel sind wir weltberühmt. Drin sind Wurst, Käse, Süßigkeiten – und Schafkopf-Karten.“ Bayern solle gut in Erinnerung der Politiker bleiben.

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Ob sich der Hanseat Scholz über dieses weiß-blaue Geschenk gefreut hat?