Armin Laschet (CDU) wird im ZDF gefragt, was alle endlich wissen wollen – seine Antwort empört viele

CDU: Das ist die Karriere des Armin Laschet

Der kommende Kanzler? Die Karriere des Armin Laschet

CDU-Parteichef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kandidierte bei der Bundestagswahl 2021 als Kanzler für die Union.

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In der heißen Phase im Rennen um die Bundestagswahl 2021 steigt der Druck für die Kanzlerkandidaten weiter an. Sie werben immer mehr in der Öffentlichkeit für ihre Ideen, ihre Parteien und ihre Person.

So stand CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet am Sonntagabend im zweiten Teil des ZDF-Sommerinterviews Theo Koll Rede und Antwort. Doch gerade bei der wichtigsten Frage konnte Armin Laschet nicht überzeugen.

Armin Laschet (CDU): Bei dieser Frage redet er sich heraus

Es ist DAS Wahlkampf-Thema der jüngsten Zeit: Die Hochwasser-Katastrophe in NRW wurde zur Belastungsprobe für Armin Laschet, die er nicht bestand.

Bei einem Besuch im von den Fluten zerstörten Erftstadt vor einer Woche wird der CDU-Kanzlerkandidat dabei gefilmt, wie er während einer ernsten Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an die Betroffenen im Hintergrund Scherze reißt und ausgelassen lacht.

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Mehr über Armin Laschet:

  • Der 61-Jährige ist Kanzlerkandidat von CDU und CSU.
  • Er ist 1,72 Meter groß – Merkel kommt auf 1,65 Meter.
  • Laschet soll ein direkter Nachfahre von Karl des Großen sein.
  • Seit 2017 ist er Ministerpräsident von NRW, seit 2021 CDU-Bundesvorsitzender
  • Armin Laschet lebt in Aachen und hat mit Ehefrau Susanne drei erwachsene Kinder (zwei Söhne und eine Tochter)

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Auf diese Szene spricht ihn auch „Sommerinterview“-Journalist Theo Koll an: „Sie haben sich sofort danach mehrfach entschuldigt, aber Sie haben im Prinzip nie erklärt, was da eigentlich passiert ist?“

„Also, ich war den ganzen Tag, wie all' die Tage jetzt, rund um die Uhr unterwegs, hab vieles gehört und hab in dem Moment den Bundespräsidenten nicht verstanden“, erklärt Armin Laschet zur Situation.

+++ Armin Laschet bringt die ARD-Zuschauer auf 180 – „Schön geschwurbelt!“ +++

Armin Laschet in der Kritik: „Das Lachen vergeht einem, wenn man dieses Desaster live gesehen hat“

„Es war eine ärgerliche Sache, die ärgert mich am meisten, und mir tut es leid. Aber ich find', mehr kann ich dazu jetzt auch nicht sagen“, wiegelt der 61-Jährige dann ab. „Es war blöde, und es sollte nicht sein und ich bedauere es“, betont er noch einmal.

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Mehr zu Armin Laschet:

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Doch vielen Zuschauern reicht das nicht – auf Twitter wird die Erklärung und Entschuldigung des Unions-Vorsitzenden scharf kritisiert. Nutzer schreiben unter dem Beitrag:

  • „Und dass er einen ach so schweren Tag hinter sich hatte, erklärt das Gelächter noch weniger. Wen will er für dumm verkaufen?“
  • „War zwei Tage in Ahrweiler zum Schlamm schippen, Häuser und Wohnungen räumen etc., zusammen mit zwei Kumpels. Wir sind abends jeweils sehr schweigsam nach Hause gefahren. Wir haben nicht gelacht – das Lachen vergeht einem, wenn man dieses Desaster live gesehen hat. Shame on you, Armin.“
  • „Laschet beleidigt die Intelligenz aller, wenn er glaubt er käme mit einer solch dünnen Ausrede davon.“
  • „Aha, jetzt verstehe ich das endlich…. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, dann darf man sich schlecht benehmen?“
  • „Auf einer Beerdigung ist ja auch egal, ob ich die Trauerrede verstehe. Kichern ist fehl am Platz!“

Auch auf der Twitter-Seite von „Berlin direkt – ZDF-Sommerinterviews“ häufen sich wütende Kommentare. Vor allem die Glaubwürdigkeit beziehungsweise Ehrlichkeit von Armin Laschets Aussagen steht im Zweifel. „Der lügt wie gedruckt. Wer sich entschuldigt und dabei die Augen schließt dazu noch noch unten schaut, bedauert gar nichts. Pfui!“, findet eine Userin. Ein anderer ist sich sicher: „Glaubwürdig ist anders.“

Auch Laschets Kontrahentin, Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock, kam zuletzt nicht gut weg. Warum sie sich erneut in der Öffentlichkeit entschuldigte, kannst du hier lesen.

Nach Annalena Baerbock steht jetzt auch Armin Laschet wegen eines Plagiatsvorwurfs in der Kritik. in seinem Buch „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance“ aus dem Jahr 2009 an einer Stelle abgeschrieben haben, ohne die entsprechende Quelle zu nennen. Mehr dazu erfährst du >>> hier. (kv)

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