Annalena Baerbock: Wirbel um Interview-Aussage! DIESE Entschuldigung spaltet die Wähler – „Paradox“

Das ist Annalena Baerbock

Annalena Baerbock: Das ist die erste grüne Kanzlerkandidatin

Annalena Baerbock ging als erste grüne Kanzlerkandidatin in die Bundestagswahl und wird in der kommenden Ampel-Koalition voraussichtlich Außenministerin. Wir stellen die Politikerin vor.

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Das Rennen um die Bundestagswahl 2021 geht in die heiße Phase – jedes Wort und jeder Schritt der Kanzlerkandidaten Laschet und Scholz, sowie von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock werden von der Öffentlichkeit genau beobachtet.

So sind alle Spitzenpolitiker aktuell darum bemüht, möglichst nicht unangenehm aufzufallen. Nach den Plagiats-Vorwürfen um ihr Buch hat sich Annalena Baerbock nun wegen einer anderen Sache entschuldigt – das kommt nicht bei allen gut an.

Annalena Baerbock: Interview mit N-Wort sorgt für Wirbel

Neuer Wirbel um Annalena Baerbock! Erneut geht es dabei weniger um Inhalte ihrer Partei Die Grünen, sondern viel mehr um Aussagen der Spitzenkandidatin in einem Interview mit dem Zentralrat der Juden.

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Das ist Annalena Baerbock privat:

  • Die Grünen-Kanzlerkandidatin ist seit 2007 mit dem Lobbyisten Daniel Holefleisch verheiratet.
  • Das Ehepaar hat zwei gemeinsame Töchter.
  • Die Kinder kamen 2011 und 2015 zur Welt.
  • Die 40-Jährige lebt mit ihrer Familie in Potsdam.

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Die 40-Jährige stellte sich in dem Format „Tachles Arena“ Fragen zu Antisemitismus und Rassismus in Deutschland – und nutzte dabei ein Wort, das von den Grünen strikt abgelehnt wird. So erzählt Annelena Baerbock von einer Situation, bei der der Sohn einer Bekannten in der Schule ein Arbeitsblatt bearbeiten sollte, auf dem das sogenannte rassistische N-Wort verwendet wird. Doch statt selbst nur „N-Wort“ zu sagen, nutzte die Grünen-Co-Chefin das Wort in voller Gänze. „Leider habe ich in der Aufzeichnung des Interviews in der emotionalen Beschreibung dieses unsäglichen Vorfalls das N-Wort zitiert und damit selbst reproduziert“, schreibt Baerbock dazu am Sonntagabend auf Twitter.

„Das war falsch und das tut mir leid. Denn ich weiß ja um den rassistischen Ursprung dieses Wortes und die Verletzungen, die schwarze Menschen unter anderem durch ihn erfahren“, entschuldigt sie sich in einem mehrere Tweets umfassenden Statement.

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Annalena Baerbock: Statement spaltet die Wähler – „Wo soll das enden?“

Im Nachhinein habe die Kanzlerkandidatin und ihre Partei die Passage vor der Veröffentlichung des Interviews am 1. August kürzen lassen wollen, wie die „Bild“ berichtet. Deshalb ging Baerbock nun in die Offensive – auch, weil ihr vorgeworfen wird, mit Grünen-Parteikollegen Boris Palmer in einer ähnlichen Sache hart verurteilt zu haben. Dieser hatte vor einigen Monaten das N-Wort im Bezug auf Fußballer Dennis Aogo verwendet, um ihn satirisch zu verteidigen – Annalena Baerbock forderte deshalb Palmers Partei-Ausschluss.

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Auch darauf geht sie in ihrem Statement bei Twitter ein: „Es ist offensichtlich, dass es sich um zwei verschiedene Dinge in unterschiedlichen Kontexten handelt. Deshalb mache ich den Vorgang hier öffentlich und stelle in Absprache mit dem Zentralrat die Passage zur Verfügung, damit sich jede:r ein eigenes Bild machen kann.“

Doch die Transparenz kommt nicht bei allen Wählern gut an, auf Twitter spaltet der Umgang der Grünen-Politikern mit der Situation die User. Während einige die Entschuldigung angebracht finden, finden andere die ursprüngliche Nennung in dem Kontext genau richtig. Eine Auswahl der Kommentare:

  • „Sich für etwas zu entschuldigen, was ich selbst ablehne und gerade deswegen zitiert habe, ist, nun ja, paradox. Wir sollten wirklich wichtigere Dinge besprechen.“
  • „Vermutlich wird dies wieder tagelang in den Medien diskutiert und vollkommen aus dem Kontext gerissen, wofür die Werte der Grünen und Frau Baerbock stehen. Vielleicht sollten sich manche eher mal die Inhalte anschauen und nicht mit erhobenem Zeigefinger auf jeden Fehler zeigen.“
  • „Die Anzahl der Entschuldigungen von Frau Baerbock in den wenigen Wochen ihrer Kandidatinnen-Zeit übersteigt die Anzahl der Entschuldigungen von Frau Merkel in ihren 16 Amtsjahren um ein Vielfaches. Wo soll das enden? Wahrscheinlich im Außenministerium.“
  • „Danke!“
  • „Klarer Fehler von dir und gute Reaktion. Ich schätze das sehr.“
  • „Wenn Frau Baerbock von einer Bildergeschichte berichtet, worin das Wort N_g_r nun mal vorkam, ist etwas gänzlich anderes, als das Wort aktiv zu verwenden. Eine derart wortreiche Einordnung und Entschuldigung ist meiner Meinung nach überflüssig.“

Ob die Diskussion und Reaktion von Annalena Baerbock ihr wieder bessere Umfragewerte beschert, bleibt abzuwarten. Auch Armin Laschet steht wegen einer Aussage in der Kritik – warum eine Antwort in einem Interview mit dem ZDF viele Zuschauer wütend macht, kannst du hier lesen. (kv)