Mülheim: Polizei gelingt Schlag gegen mutmaßliche Drogenbande – „großer Ermittlungserfolg“

Mülheim: Durch eine Mülltonne wurden die Beamten der Einsatzgruppe „Projekt S.I.E.“ auf einen großen Fund aufmerksam. (Symbolbild)
Mülheim: Durch eine Mülltonne wurden die Beamten der Einsatzgruppe „Projekt S.I.E.“ auf einen großen Fund aufmerksam. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Henning Kaiser

Zu Wochenbeginn kam es in Mülheim zu einem erfolgreichen Einsatz der Gruppe „Projekt S.I.E.“.

Als ein Einsatztrupp am Montag in Mülheim den Stadtteil Styrum bestreifte, kam ihnen auf einer Straße der Geruch von Cannabis entgegen. Die Quelle konnten sie zu dem Zeitpunkt jedoch noch nicht ausmachen – aber am Dienstagabend kamen sie den Tatverdächtigen dann auf die Schliche.

Mülheim: Marihuana-Reste in Styrumer Mülltonne

Am Dienstagabend wurde schließlich das Geheimnis um die geheime Quelle des Marihuana-Geruchs gelöst: Ein Mann in Mülheim trat mit einer Mülltonne auf die Straße, die den Geruch des Rauschgiftes deutlich verbreitete.

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Das ist die Stadt Mülheim an der Ruhr:

  • wurde 1093 erstmals urkundlich erwähnt, 1808 wurden die Stadtrechte verliehen
  • liegt zwischen Duisburg, Essen und Düsseldorf
  • hat 170.632 Einwohner (Stand: Dezember 2019), besteht aus neun Stadtteilen in drei Stadtbezirken
  • Oberbürgermeister ist Marc Buchholz (CDU)

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Als die Beamten des Einsatztrupps die Mülltonne begutachteten, fanden sie die vermuteten Reste der Pflanze.

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Mülheim: Mehrere hundert Marihuana-Pflanzen in Einfamilienhaus

Innerhalb kürzester Zeit erhielten die Beamten von der Staatsanwaltschaft Duisburg einen Durchsuchungsbeschluss der vermeintlichen Marihuana-Quelle. Vor Ort wurde den Beamten von vier Männern die Türe geöffnet.

Das für die Pflanzen vollkommen ausgestattete Einfamilienhaus beherbergte auf der ersten und zweiten Etage „mehrere hundert Marihuana-Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien“, wie die Polizei berichtet. Hohe Bargeldsummen wurden dort ebenfalls gefunden. Für andere Zwecke schien das Haus nicht gebraucht worden zu sein.

Mülheim: Erfolg für „Projekt S.I.E.“

Die verantwortlichen Männer wurden von den Beamten vorläufig festgenommen.

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Der Leiter der Polizeiinspektion Mülheim, Polizeioberrat Alexander Prim, äußerte sich zu dem Einsatz positiv: „Ich freue mich sehr, dass die akribische und engagierte Arbeit der Kolleginnen und Kollegen des Projekts S.I.E. zu einem großen Ermittlungserfolg geführt hat. Neben diesen sind jedoch auch die vielen kleinen und alltäglichen Nadelstiche, die mein Team gegen auffällige Einzelpersonen und Personengruppen setzt, von hoher Bedeutung für die objektive und subjektive Sicherheit.“

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Das „Projekt S.I.E.“ existiert in der Polizeibehörde seit 2018. Eine Sondergruppe Mülheimer Polizisten schaut insbesondere in Styrum, der Innenstadt und in Eppinghofen noch genauer hin – da, wo es bereits Ärger gibt oder droht zu entstehen. Dadurch soll das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen gestärkt werden. (ali)