Mülheim

Mülheim: Diese Tiere sehen putzig aus – doch die Stadt sieht deklarieren sie zur Gefahr

Rathaus-Bosse im Ruhrgebiet: Sie sind die Oberbürgermeister im Pott

Rathaus-Bosse im Ruhrgebiet: Sie sind die Oberbürgermeister im Pott

Wer hat in den Ruhrgebiets-Städten das Sagen? Wir stellen die Oberbürgermeister im Pott vor.

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Mülheim. Sie vermehren sich und machen sich mittlerweile in mehreren Stadtteilen von Mülheim breit.

Die flauschigen Allesfresser sind besonders anpassungsfähig. Weil sie eigentlich aus Nord- und Mittelamerika stammen, haben sie hier in Deutschland keine natürlichen Fressfeinde. Ihre wachsende Population macht jedoch nun der Stadt Mülheim ordentlich zu schaffen.

Mülheim: DIESES Tier wird hier zum Problem

Die Rede ist von den Waschbären. Bereits seit 2019 haben sich mehrere Exemplare im Bereich Tongrube Rotkamp und am Ruhstrand breit gemacht, wie Aufnahmen mehrerer Wildtierkameras bestätigen. Mittlerweile wächst ihre Anzahl stetig. Besonders in Broich und Saarn werden es immer mehr, aber auch in Mintard und Witthausbusch werden sie heimisch.

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Das ist die Stadt Mülheim an der Ruhr:

  • wurde 1093 erstmals urkundlich erwähnt, 1808 wurden die Stadtrechte verliehen
  • liegt zwischen Duisburg, Essen und Düsseldorf
  • hat 170.632 Einwohner (Stand: Dezember 2019), besteht aus neun Stadtteilen in drei Stadtbezirken
  • Sehenswürdigkeiten: das Schloss Styrum, das Kloster Saarn und der Bismarck-Turm
  • Oberbürgermeister ist Marc Buchholz (CDU)

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„Es sind deutliche Ausbreitungstendenzen zu erkennen“, sagt Gabriele Wegner vom Umweltamt gegenüber der „WAZ“. Die kleinen Räuber sind allerdings nicht ganz ungefährlich, denn sie können schlimme Krankheiten übertragen, die auch für Haustiere gefährlich sind.

Der Paramyxovirus, auch Staupe genannt, ist vor allem für Hunde eine tödliche Gefahr. Daneben stellt das Wachstum der Waschbärpopulation noch ein weiteres Problem für die Tierwelt dar.

Mülheim von Waschbären besiedelt – besonders für SIE wird es gefährlich

„Größere Konflikte entstehen zumeist dadurch, dass auf der Speisekarte des Waschbären auch stark gefährdete Amphibienarten sowie Eier und Jungvögel von bedrohten Vogelarten stehen“, so die Sprecherin des Umweltamtes Mülheim. Die Behörde vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen der Ansiedlung der Waschbären und der ausbleibenden Brutaktivitäten der Graureiher an der Tongrube Rotkamp geben könnte.

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„Um die brütenden Graureiher zu schützen, wurden Schutzmanschetten an den Bäumen angebracht. So sollte das Plündern der Nester durch Waschbären verhindert werden können.“ Allerdings hätten sich die Vögel trotzdem nicht mehr dort blicken lassen.

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Wo sich die Graureiher jetzt jedoch wieder angesiedelt haben, erfährst du bei der „WAZ“. (mbo)