Mülheim

Aldi: Kundin blättert durch aktuellen Prospekt – ein Detail entsetzt sie

ALDI Süd Logo Seit Juni 2017 führen die neuen ALDI Süd Läden das neue Loge. *** ALDI South emblem since June 2017 lead the New ALDI South Shops the New Lodge xJFx
ALDI Süd Logo Seit Juni 2017 führen die neuen ALDI Süd Läden das neue Loge. *** ALDI South emblem since June 2017 lead the New ALDI South Shops the New Lodge xJFx
Foto: Revierfoto / imago/Revierfoto
  • Aldi Süd verbannt derzeit alle Plastiktüten aus den Filialen
  • Einwegbecher aus Plastik bietet der Discounter trotzdem an
  • Das entsetzt eine Kundin, die ihrem Ärger darüber auf Facebook Luft macht

Mülheim. „Liebes Aldi-Team, mit Entsetzen habe ich den heutigen Werbeprospekt durchgelesen", beginnt die Nachricht von Christine R. auf der Facebook-Seite des Discounters Aldi Süd. Sie könne nicht verstehen, wieso Aldi Einweggeschirr und Einwegbecher anbietet.

Sie schreibt: „Einweggeschirr, Plastikflaschen und sogar Aluminiumdosen soweit das Auge reicht, dazu noch Wasserbomben, deren Überreste wir wahrscheinlich alsbald in der Natur, Flüssen und Seen wiederfinden.

Aldi-Kundin entsetzt: „Den höchsten Preis zahlen wir sowieso schon“

R. findet, dass der Discounter seinem Firmen-Slogan „Wir handeln mit Verantwortung“ mit diesen Produkten nicht gerecht wird. Sie wünscht sich, dass Aldi Süd mit gutem Beispiel voran geht und umweltfreundlicheres Geschirr anbietet.

Die Kundin mahnt: „Das Argument ist der höhere Preis? Den höchsten Preis zahlen wir sowieso schon - wir merken es nur noch nicht!“

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Aldi Süd reagiert prompt auf die Beschwerde und schreibt Christine R.:

„Wir können deinen Unmut verstehen, da für uns ein nachhaltiges Handeln von höchster Bedeutung ist. Neben dem aktuell angebotenen Einweggeschirr, bieten wir regelmäßig herkömmliches Geschirr an.“ Und weiter: „Wir haben sogar vor kurzem 100 % biologisch abbaubares Geschirr von Leaf Republic angeboten, um unsere Kunden für die Thematik zu sensibilisieren“

Der Discounter weist daraufhin, dass Verpackungen in einem gewissen Umfang nicht vermeidbar sind - aus hygienischen und transporttechnischen Gründen. Dennoch bietet Aldi Süd „mittlerweile auch loses, unverpacktes Obst und Gemüse an.“ Zusätzlich möchte Aldi Süd derzeit alle Plastiktüten abschaffen.

Aldi Süd: „Wir wissen, dass wir noch nicht am Ziel sind“

„Wir wissen, dass wir noch nicht am Ziel sind, denken aber, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden“, schreibt das Social-Media-Team von Aldi Süd.

Auch andere Kunden sprechen sich unter dem Facebook-Beitrag gegen das Einweggeschirr aus. Wie Gaby P.: „Sowas kaufen mittlerweile nur die Spezies Mensch, die über absolut gaaar nichts mehr nachdenken!“

Es ist nicht das erste Mal, dass Aldi wegen unnötigem Plastikmüll in die Kritik gerät. Anfang April bot der Discounter ein Stück Käsekuchen an, das dick in Plastik verpackt war. Zum Unverständnis vieler Kunden.

Sogar im Trinkwasser ist Plastik enthalten

Jeder Mensch nimmt täglich Plastik zu sich - oft nur in Form winziger Partikel, die mit dem Auge nicht einmal erkennbar sind, berichtet die HuffPost. In vielen Kosmetika, Putzmitteln und sogar im Trinkwasser sind die kleinen Partikel zu finden. Auch durch Plastikmüll, der sich in den Weltmeeren abreibt, entsteht Mikroplastik.

Forscher beginnen zwar erst, die Folgen von Mikroplastik auf den menschlichen Körper zu untersuchen - die ersten Ergebnisse sind allerdings nicht gerade ermutigend. (bs)

 
 

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