Gelsenkirchen

Annalena Baerbock in Gelsenkirchen: Zuschauerin ist fassungslos – „Das wollen Sie mir doch nicht weismachen?“

Annalena Baerbock: Das ist die erste grüne Kanzlerkandidatin

Annalena Baerbock: Das ist die erste grüne Kanzlerkandidatin

Sie kann als erstes Mitglied der Grünen Bundeskanzlerin werden: Annalena Baerbock. Wir stellen die Politikerin vor.

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Gelsenkirchen. Im Wahlkampf-Schlussspurt kämpft Annalena Baerbock wie die anderen Kanzler-Kandidaten vor der Bundestagswahl 2021 um Wählerstimmen. Am Donnerstag war die Kanzlerkandidat der Grünen in der Innenstadt von Gelsenkirchen und geriet in eine hitzigen Diskussion mit einer Zuhörerin.

Dabei ging es darum, ob sich Deutschland als kleines Land zu viel zumutet beim Klimaschutz. Eine Frau ließ Dampf ab – Annalena Baerbock antwortete energisch auf ihren Einwurf.

Annalena Baerbock in Gelsenkirchen: Zuhörerin diskutiert mit Kanzlerkandidatin

Die Grünen-Kanzlerkandidatin trat am Donnerstagnachmittag vor Hunderten Anhängern und neugierigen Zuhörern auf dem Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen auf. Als eine Zuhörerin, die offenbar kein Fan der Grünen ist, eine Frage stellen konnte, ging es plötzlich hoch her. Annalena Baerbock antwortete leidenschaftlich.

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Mehr über Annalena Baerbock:

  • Die 40-Jährige ist die erste Kanzlerkandidatin der Grünen.
  • Seit 2018 ist sie zusammen mit Robert Habeck Co-Vorsitzende der Grünen.
  • Ihr ganzer Name lautet Annalena Charlotte Alma Baerbock.
  • Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter.

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Deutschand sei doch nur verantwortlich für einen kleinen Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß, meinte die Zuhörerin: „Was ist mit den 98 Prozent? Deutschland macht genau zwei Prozent aus!“

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Baerbock entgegnete, dass über 190 Staaten dieser Welt das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnet hätten, darunter auch China. Dann sprach die Politikerin Klartext und nahm die Argumentation ihrer Kritikerin auseinander: „Wenn wir mit der Logik vorgehen würden, dann würden jetzt alle anderen Länder, und das ist die Mehrheit der Länder, sagen, ihr Industriestaaten seid für die 1-Grad-Erderwärmung, die wir jetzt haben, verantwortlich, weil ihr die fossilen Energien seit 1890 in die Luft verfeuert habt.“

Die ganze Welt könne doch nicht nach dem Motto argumentieren: „Ihr wart in der Vergangenheit schuld und andere sagen, wir sind aber nur zwei Prozent“, so Baerbock. Es brauche eine gemeinsame globale Bekämpfung der Klimakrise.

Baerbock-Zuhörerin ist empört: „Was ist mit China?“

Dann ging Baerbock auf jüngste Wetterkatastrophen ein, wie die 180 Toten bei der Hochwasserkatastrophe in Deutschland oder die Brände in Südeuropa.

Die 40-Jährige bekam breiten Applaus dafür, doch die Zuhörerin mollte nochmal ans Mikro: „Zwei Prozent – Sie wollen mir doch nicht wirklich weismachen, dass wir daran schuld sind, was in Ahrweiler passiert ist?! Was ist mit China?“ Dort würden 600 Kohlekraftwerke gebaut, empörte sich die Dame unter Applaus einiger um sie herum stehender Menschen.

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Bundestagswahl im Ruhrgebiet:

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Annalena Baerbock kontert in Gelsenkirchen – ihre Anhänger applaudieren laut

Als die Frau dann noch behauptete, dass die Menschheit keine Chance mehr habe, wenn man die Herausforderung der Klimakrise mit einer Parteiendemokratie lösen will, wurde Baerbock in ihrer Antwort deutlich: „Ich glaube an die Stärke von Demokratie!“ Dafür bekam die Grüne großen Applaus.

Es sei nun an der Zeit, aus der Kohle auszusteigen, „in China genauso wie in Deutschland“, so Annalena Baerbock. Ihr Ziel sei es, dass Deutschland ein Industrieland bleibt – dafür müsse Unternehmen wie Thyssen-Krupp der Umstieg auf eine klimaneutrale Produktion gelingen.

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