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Essen: Ruhrbahn mit großer Neuerung – das gab es seit 50 Jahren nicht mehr

Essen vs. Bochum - Der ultimative Städtevergleich

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Essen und Bochum bilden das Herz des Reviers. Doch welche der beiden Ruhpott-Metropolen ist eigentlich die Coolere? Wir haben die Highlights der Städte für dich zusammengetragen. Jetzt musst du entscheiden.

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Essen. Nach 50 Jahren ist es wieder soweit: Die Ruhrbahn Essen hat eine Ankündigung gemacht, die es in sich hat.

Wie die Ruhrbahn Essen mitteilte, wird es am Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof eine Neuerung geben, die die meisten Menschen im Stadtbild gar nicht mehr kennen.

Essen holt Straßenbahn nach 50 Jahren wieder über die Erde

Nur die Älteren dürften sich noch daran erinnern, wie es war, als vor 50 Jahren zwischen Hauptbahnhof und Willy-Brandt-Platz oberirdisch eine Straßenbahn entlang fuhr. Und genau das soll nun wiederbelebt werden!

Wie die Stadt Essen gemeinsam mit der Ruhrbahn nun bekannt gab, wird die „Citybahn“ als neue Ost-West-Verbindung das Stadtquartier Essen51 an den Hauptbahnhof anbinden.

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Und dafür tatsächlich oberirdisch fahren anstatt wie viele andere Bahnen unter der Erde. Ab 2025 soll es soweit sein, dann soll die neue Citybahn ihre Fahrten aufnehmen.

Essener reagieren unterschiedlich auf das geplante Projekt

Und während die einen nostalgisch werden und das Projekt super finden:

  • „Ja, ich habe das noch erlebt, mit der Straßenbahn Nummer 3 bis C&A, da war Bummeln in der Innenstadt noch schön“
  • „Endlich nähert sich die Fertigstellung dieser wichtigen und neuen Straßenbahnverbindung. Ein Meilenstein für den öffentlichen Nahverkehr in Essen.

Gibt es auch viele kritische Stimmen aus den sozialen Medien zu der oberirdischen Straßenbahn.

  • „Ich höre schon die Nachrichten: Sperrung HBF Richtung Innenstadt wegen Unfall mit Straßenbahn. Bitte umfahren sie diesen Bereich großräumig!!! Ach ja… am besten meiden sie die Innenstadt und die umliegenden Straßen!“
  • „Kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist es Gelder verschleudern.“
  • „Neue Baustelle = überflüssig +Chaos“
  • „nur ein nadelöhr wieder bis zum geht nicht mehr vollgestopft, darum ging es ja damals unter die erde. jetzt wirds oben und unten voll und der bürger wieder nicht gefragt ob er diesen mist überhaupt haben möchte, essen halt.“
  • „Wer soll das verstehen... so ein Unsinn“

Die Bauarbeiten haben bereits begonnen, erste Leitungen sind verlegt worden. Den genauen Bauplan und neuen Streckenverlauf kannst du >>> hier einsehen.

Essen erhofft sich Erholung im ÖPNV durch neue Strecke

Die Stadt Essen und die Ruhrbahn erhoffen sich von der neuen „Citybahn“ eine Erholung für den Nahverkehr. „Der Straßen- und U-Bahn-Tunnel am Hauptbahnhof ist ein Nadelöhr für die vielen Straßenbahnen in Essen. Er ist seit Jahren an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Alle zwei Minuten fährt dort in jede Richtung eine Bahn – das sind 1.100 Fahrten pro Tag“, heißt es von der Stadt Essen.

Und weiter: „Das ÖPNV-Netz in Essen soll so verbessert werden, damit immer mehr Menschen das eigene Auto stehen lassen und den öffentlichen Nahverkehr nutzen können. Durch die neue oberirdische Citybahn wird der Tunnel entlastet, die Fahrten der Linie 105 beispielsweise können so aus dem Straßen- und U-Bahn-Tunnel am Hauptbahnhof auf die Straße verlagert werden. Die Linie 107 kann dann in Zukunft sogar noch häufiger fahren.“

Wie viel das Projekt kostet und wie genau die Einschränkungen wegen der Bauarbeiten aussehen werden, ist nicht bekannt. (fb)