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Essen: Corona-Zahlen in sozialen Brennpunkten steigen – Stadt geht jetzt diesen Schritt

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

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Essen. Auch wenn die Corona-Zahlen derzeit insgesamt sinken, reagiert die Stadt Essen hohe Inzidenzen in einzelnen Stadtteilen. In den sozialen Brennpunkten von Essen steigen die Corona-Zahlen seit Tagen an. Mit einem ungewöhnlichen Schritt will die Stadt diese nun eindämmen.

Mithilfe von Erklärvideos soll die Bevölkerung in den betroffenen Bezirken von Essen für die Corona-Gefahren sensibilisiert werden. Dafür kommen in den Videos nicht nur Ärzte zu Wort, sondern auch Imame.

Essen: Hohe Corona-Zahlen in sozialen Brennpunkten – Stadt reagiert

Die Corona-Schutzimpfung kann unfruchtbar machen: Solche und ähnliche Fake News machen gerade unter Menschen in Brennpunkten die Runde und tragen zu einer beachtlichen Impf-Skepsis bei.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Dabei haben gerade die Personen, die in wirtschaftlich benachteiligten Vierteln leben, weitaus höhere Chancen sich untereinander mit dem Coronavirus anzustecken. Durch die engen Wohnverhältnisse kann sich das Virus schnell weiterverbreiten, den Nachbarn komplett aus dem Weg zu gehen ist fast unmöglich. Auch die Zahl der, die im Home-Office arbeiten können, ist deutlich geringer.

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Essen: Sprachbarriere sei großes Problem bei Aufklärungsarbeit

Doch das seien nicht die einzigen Schwierigkeiten. Essens Gesundheitsdezernent Peter Renzel sieht laut „WDR“ auch in der Sprachbarriere vieler Bewohner ein Problem.

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Über Abstandsregeln, größere Sensibilität gegenüber der Übertragung von Viren und Aufklärung über die Corona-Schutzimpfung sei nur schwer zu informieren, wenn viele Familien wenig oder überhaupt kein Deutsch sprächen.

Essen: Erklärvideos in anderen Sprachen

Um auch diese Personengruppen zu erreichen hat jetzt die Stadtverwaltung Essen mehrere Erklärvideos in anderen Sprachen gedreht. Geplant ist, die Videos dann über die sozialen Medien und WhatsApp-Gruppen zu verbreiten.

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In diesen wenden sich die Imame der verschiedenen muslimischen Gemeinden in Essen sowie arabisch-stämmige Ärzte an ihre Mitmenschen, um über das Corona-Virus und die Impfungen aufzuklären.

Essen: Videos mit Imamem und Ärzten

Die Imame sprechen in ihren Videos über den wichtigen Aspekt der gemeinschaftlichen Solidarität während einer Pandemie und über die AHA-Regeln. Die Videos mit ihnen sollen nach Informationen der Stadt schon bald veröffentlicht werden.

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Die Videos mit den Ärzten drehen sich hingegen ausschließlich um die Impfungen und versuchen wichtige Fragen wie „Warum ist es wichtig, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen?“ oder „Wovor genau schützt mich eine Impfung?“ zu beantworten. Sie sollen im Laufe der nächsten Woche online gestellt werden. (kk)

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