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Essen: Bundespräsident Steinmeier zu Besuch im Ruhrgebiet – DAS war der bewegende Anlass

Essen vs. Bochum - Der ultimative Städtevergleich

Essen vs. Bochum - Der ultimative Städtevergleich

Essen und Bochum bilden das Herz des Reviers. Doch welche der beiden Ruhpott-Metropolen ist eigentlich die Coolere? Wir haben die Highlights der Städte für dich zusammengetragen. Jetzt musst du entscheiden.

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Essen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in Essen die multikulturelle Entwicklung der vergangenen 60 Jahre gelobt.

Demnach ist Deutschland „über die Jahre ein Land mit Migrationshintergrund geworden“. Das Land sei durch Migration vielfältiger und offener geworden, betonte Steinmeier am Dienstag bei seinem Ruhrgebietsbesuch nach dem Besuch einer Fotoausstellung in Essen. Anlass für den Besuch war der Abschluss des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens vor 60 Jahren.

Essen: Dokumentarische Fotografien zeigen ehemaliges Leben von türkischen Gastarbeitern

Bei den Fotografien des türkischen Fotografen Ergun Çağatay (1937-2018) handelte es sich um eine Dokumentation über die Einwanderung der ersten und zweiten Generation von „Gastarbeitern“ aus der Türkei.

Der Fotograf hatte 1990 mehrere Städte in Deutschland besucht und Tausende Aufnahmen in Arbeitswelt und Privatleben gemacht.

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Das war Ergun Çağatay:

  • war ein türkischer Fotograf und Fotojournalist von internationalem Ruf
  • wurde am 15. Januar 1937 in Izmir, Türkei, geboren
  • verstarb am 16. Februar 2018 in Istanbul, Türkei
  • er arbeitete freiberuflich für große internationale Nachrichtenagenturen

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Essen: Steinmeier mit ehrlichen Worten – „Wir haben nichts schön zu reden“

„In dieser Ausstellung kann man vor allen Dingen lernen, dass wir nichts schön zu reden haben.“ Die Bedingungen, unter denen die erste Generation der damals noch sogenannten Gastarbeiter gekommen ist, sei ausgesprochen schwierig gewesen, so Steinmeier. Lernen könne man auch, „dass wir uns auch sehr schwer getanhaben, die Tatsache, dass wir Zuwanderung haben, anzuerkennen“, ergänzte der Bundespräsident.

Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender trafen in der Ausstellung auch den früheren Bergmann Osman Cinkilic. Çağatay hatte ihn und seine Familienmitglieder 1990 in Duisburg-Walsum fotografiert. Ein Foto von seiner Familie hängt in der Ausstellung.

Cinkilic war 1972 als 16-Jähriger im Zuge des Anwerbeabkommens nach Deutschland gekommen. 33 Jahre lang arbeitete er unter Tage. Der 65-Jährige lebt im niederrheinischen Voerde. Steinmeier fügte anschließend hinzu, dass er von der Begegnung mit Cinkilic „sehr beeindruckt“ gewesen sei.

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Essen: Ausstellung noch bis zum 31. Oktober im Ruhr Museum

Die Ausstellung unter dem Titel „Wir sind von hier“ wird noch bis zum 31. Oktober im Ruhr Museum gezeigt. Anschließend soll sie in Hamburg und Berlin stattfinden. Ab November will das Goethe-Institut die Bilder parallel in der Türkei präsentieren.

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Als dritte Station war am Nachmittag in Bochum ein Besuch des Deutsch-Türkischen Sportvereins Türkiyemspor Bochum geplant. Der Bundespräsident wollte dort mit Vereinsleitung, Trainern und Spielern sprechen. (ali/dpa)