Essen

Essen: Mehrere Altglas-Container plötzlich weg – Anwohner sind stinksauer

Genau unter diesem roten Pfeil standen bis vor kurzem noch Altglascontainer. Diese wurden ersatzlos abgeholt. Noch im Bild: Die Altpapiercontainer.
Genau unter diesem roten Pfeil standen bis vor kurzem noch Altglascontainer. Diese wurden ersatzlos abgeholt. Noch im Bild: Die Altpapiercontainer.
Foto: DER WESTEN

Essen. Altglas-Container sind praktisch. Aber manche Menschen in Essen wissen nicht, wie man sie richtig benutzt. Flaschen werden auf dem Rand der Container einfach abgestellt, teilweise fallen sie auf die Straße, die Scherben können Tiere und Menschen verletzen.

Doch in der Goethestraße in Essen wurde es nun scheinbar soweit getrieben, dass die Betreiber-Firma „Remondis“ die Altglas-Container vor Kurzem abgeholt hat. Doch ist das wirklich der Grund für die verschwundenen Container?

Altglascontainer in Essen-Rüttenscheid abgeholt ohne Ersatz

So oder so: Für die Anwohner eine Katastrophe, schließlich müssen sie nun deutlich weiter laufen, um ihr Altglas wegzubringen.

„Ich verstehe das Problem, das türmte sich ja alles immer auf und neben den Containern. Aber die dann ganz abschaffen? Hätte man sie nicht einfach öfter leeren können? Jetzt sind wir Anwohner die Dummen“, sagt Lena B. (45) gegenüber DER WESTEN.

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Das Problem: Laut einer interaktiven Karte der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) ist der nächste Altglascontainer von der Goethestraße aus gesehen entweder an der Kreuzung Gemarkenstraße/Kahrstraße (Holsterhausen) oder am Rüttenscheider Stern gegenüber der Deutschen Bank.

Manche Menschen schaffen den Weg bis zum nächsten Container nicht

Ein Weg, der für die meisten Menschen machbar, aber nervig ist. Für Gisela K. (76) ist es allerdings nahezu unmöglich. Mit ihrem Rollator konnte sie ihr Altglas immer selbst zu den Containern bringen, jetzt muss sie ihre Tochter bitten. Denn bis zum Rüttenscheider Stern oder nach Holsterhausen kommt sie mit mehreren Gläsern, die dann auch Gewicht haben, nicht. „Und mit einem Glas laufe ich ja nicht los. Es ist eine Schande.“

Firma „Remondis“ nennt den Grund für den Abbau

Doch die Anwohner können aufatmen, denn es handelt sich nicht um einen Dauerzustand. Die Betreiber-Firma hat auf Anfrage von DER WESTEN erklärt, weshalb die Container verschwunden sind.

„Der Grund für den Abbau der genannten Container liegt in einer größeren Baustelle, die die Leerung an diesem Standplatz unmöglich macht. Der Abbau erfolgte in Absprache mit der Stadt Essen. Einen alternativen Standort in der Nähe gibt es leider nicht“, sagt ein Sprecher von „Remondis“.

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Heißt: „Sobald die Baustelle beseitigt / vollendet ist, werden die Container wieder aufgestellt."

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Das bedeutet, dass die Glascontainer ihren Weg wieder neben die Altpapier-Container finden. Wann die Bauarbeiten enden, ist aber leider noch nicht klar.

Altpapier wird genauso wie Altglas oft einfach daneben geschmissen

Das Gleiche, was mit dem Altglas passiert ist, geschieht auch immer wieder an den Altpapier-Containern. So liegen immer öfter riesige Kartons neben den Containern.

Damit du deinen Müll nicht einfach auf den Boden werfen musst, wo ihn dann ein Mitarbeiter der EBE aus dem Dreck klauben muss, kannst du >>> hier den nächsten Standort eines entsprechenden Containers herausfinden. (fb)