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Duisburg: Massenschlägerei in Indoor-Spielplatz – Familien gehen sich an die Gurgel

Im Indoor-Spielplatz Pippolino in Duisburg ist ein Streit zwischen Eltern komplett eskaliert. Ganze Familien gingen aufeinander los!

© IMAGO / Panthermedia & Fotostand

Verbrechen in NRW

So viel Arbeit hat die Polizei wirklich

Ein verstörendes Video aus Duisburg geht aktuell viral. Es zeigt eine handfeste Auseinandersetzung zwischen Eltern im Indoor-Spielplatz Pippolino in Duisburg. Dort wo normalerweise Kinder fröhlich herumtoben, gehen Familien sich plötzlich an die Gurgel.

Die 33-sekündige Sequenz zeigt, wie Mitarbeiter versuchen, die Streithähne zu trennen. Einige von ihnen geraten dabei selber in die Schusslinie. Nach dem Vorfall müssen die Mitarbeiter aus dem Duisburger Indoor-Spielplatz mit Rassismus-Vorwürfen umgehen. Das Video verbreitet sich derweil rasant – vor allem in rechten Netzwerken.

Duisburg: Das war der Auslöser des Streits

Nach Angaben der „WAZ“ stammen die Aufnahmen vom ersten Advent. Um 18.47 Uhr sei die Polizei Duisburg zu der Auseinandersetzung gerufen worden. Demnach seien rund 15 Personen aufeinander losgegangen, weil ein Kind von einem Ehepaar geschlagen worden sein soll. Auf Nachfrage von DER WESTEN wollte die Polizei keine weitere Stellungnahme zu den zwei Strafanzeigen abgeben, die gestellt wurden.

In den sozialen Medien ist die Rede davon, dass ein banaler Vorfall zur Eskalation geführt haben soll. Demnach sei ein Mädchen mit einem Dreirad über den Fuß eines anderen Kindes gefahren. Daraufhin seien die jeweiligen Mütter aneinandergeraten. Das Video zeigt, wie sogar Kinder bei der Auseinandersetzung mitmischen. Andere Eltern versuchen zu schlichten.

Das sagt der Betreiber des Duisburger Indoor-Spielplatzes

Mustafa Kurt zeigt sich im Gespräch mit der „WAZ“ erschrocken über den Vorfall. Der stellvertretende Geschäftsführer des Pippolino in Duisburg spricht von zwei libanesischen Familien, die sich an die Gurgel gegangen seien. Einen Vorfall wie diesen habe er noch nie miterleben müssen. „Kinder streiten sich und nach fünf Minuten spielen sie wieder zusammen“, sagt er. Dass Erwachsene derart außer Kontrolle gerieten, „das geht mir nicht in den Kopf.“


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Nach dem Vorfall sei Mustafa Kurt als Rassist beschimpft worden. „Dabei bin ich selbst Türke“, wundert er sich. Auch in den Google-Bewertungen kassiert das Team nach dem Vorfall einige Rassismus-Vorwürfe. Die Mitarbeiter waren lautstark und handfest dazwischengegangen. Wer das Video aufgenommen hat, das in rechten Netzwerken zur Stimmungsmache gegen Menschen mit Migrationshintergrund genutzt wird, ist unklar. Warum Mustafa Kurt Anzeige gegen den Urheber gestellt habe, erfährst du in der „WAZ“.