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Explosion in Duisburg – jetzt kommen verstörende Hintergründe ans Tageslicht

Eine Explosion in Duisburg, eine Geiselnahme in Bochum und womöglich eine Verbindung zum Säureanschlag. Schwappt ein Drogen-Krieg nach NRW?

u00a9 IMAGO/Kay-Helge Hercher

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Es hat mächtig gerumst in der Nacht von Donnerstag (4. Juli) auf Freitag in Duisburg. Ein lauter Knall schreckte die Anwohner des Mühlenwegs in der Bergmannssiedlung Asterlagen auf.

Tagelang hatten sich Polizei und Staatsanwaltschaft zu den Hintergründen des Vorfalls zurückgehalten. Die Behörden sprachen von einem Knallgeräusch, baten Zeugen um Hinweise. Jetzt ist klar: Es hat eine Explosion gegeben. Ermittler gehen davon aus, dass die Detonation in einem größeren Zusammenhang stehen könnte.

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Explosion in Duisburg: Spur führt in die Niederlande

Explosionen, Geiselnahme und Folter. Die Abgründe, die sich im Zusammenhang mit dem lauten Knall in Duisburg auftun, lassen erschaudern. Am Donnerstag (9. Juli) teilte die Polizei Köln mit, dass sie einen Zusammenhang zwischen der Explosion in Duisburg und mehreren vergleichbaren Vorfällen in ganz NRW sieht (mehr dazu hier >>>).


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Offenbar ist in NRW ein Drogenkrieg ausgebrochen. Nach offiziellen Angaben führt die Spur in die Niederlande. Bisherigen Ermittlungen zufolge soll eine Tätergruppe bei einem Drogen-Coup mehrere Millionen Euro unterschlagen haben. Darin soll die niederländische „Mocro-Mafia“ verwickelt sein, heißt es unter vorgehaltener Hand, wie die „WAZ“ berichtet. Die gefürchtete Mafia soll den Kokain-Handel in Europa beherrschen. Auf ihr Konto gehen eine Reihe von Auftragsmorden, wie etwa der am berühmten Crime-Reporter Peter de Vries. Nun soll die Welle der Gewalt auch nach NRW geschwappt sein.

Entführung und Folter in Bochum

So hat ein Spezialeinsatzkommando (SEK) am Freitagnachmittag eine Geiselnahme in Köln beendet, die im Zusammenhang mit den Explosionen stehen könnte. Nach Angaben der „Bild“ soll das Bochumer Paar Verbindungen zum El Zein-Clan haben. Der Zeitung liegt ein verstörendes Video vor, das zeigen soll, wie der entführte nackt in einer Villa gefoltert werden soll.


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Weder die Verbindung zum Clan noch die Echtheit des Videos haben die Behörden bislang bestätigt. Auch zum Gesundheitszustand der Bochumer machten die Behörden bislang keine Angaben. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten lediglich mit, dass fünf Personen wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Geiselnahme und der gefährlichen Körperverletzung festgenommen wurden. Ein weiterer Tatverdächtiger soll bei der Geiselnahme geholfen haben und wurde ebenfalls festgenommen.

In diesem Zusammenhang richtet sich der Blick erneut nach Bochum. Gerüchten zufolge könnte der Säureanschlag Ende Juni in einem Café nahe dem Schauspielhaus auch in Verbindung mit dem Konflikt stehen (mehr zu dem Vorfall hier >>>). Offiziell bestätigt ist das nicht. Doch die Staatsanwaltschaft machte eine Angabe, die alle erschaudern lässt: Auch der Tatverdächtige (43) aus Bochum wird dem Drogenmilieu zugeordnet.