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Europawahl in Duisburg: Als Kanzler Scholz die Bühne betritt, eskaliert die Situation

Ein Auftritt von Bundeskanzler Olaf Scholz im Vorfeld der Europawahl ist in Duisburg eskaliert. Die Polizei musste einschreiten.

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Europawahl 2024: Interview mit der SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley

Zur bevorstehenden Europawahl haben wir einige Fragen an die SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley.

Dramatische Szenen beim Wahlkampf-Abschluss der SPD in Duisburg! Als Bundeskanzler Olaf Scholz die Bühne auf dem König-Heinrich-Platz betrat, um am Tag vor der Europawahl seine Positionen darzustellen, eskalierte im Publikum die Situation!

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Es war gegen 16.15 Uhr, als sich plötzlich pro-palästinensische Demonstranten in der Menge zusammentaten. Sie waren zuvor unbemerkt geblieben. Die mehr als 80 Teilnehmer dieser nicht-angemeldeten Demo in Duisburg zündeten Pyrotechnik. Die Aufregung war groß, sofort griff die Polizei ein.

Duisburg: Plötzlich formiert sich Pro-Palästina-Demo

Eine Stunde vor diesem Zwischenfall bei der Europawahl-Veranstaltung in Duisburg hatten Oberbürgermeister Sören Link und die NRW-SPD das Event eröffnet. Kurz darauf begann sich die Gruppe der Protestierenden zu formieren. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, fand währenddessen ein legal angemeldeter Protest des „Offenen Antifa Treffen Duisburg“ in einiger Entfernung statt, der jedoch nichts mit der späteren Eskalation zu tun hatte.

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Neben Kanzler Olaf Scholz waren SPD-Persönlichkeiten wie Spitzenkandidatin Katarina Barley, die Partei-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Saskia Esken sowie Generalsekretär Kevin Kühnert geladen. Im Publikum in Duisburg befand sich auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach.

Pyrotechnik und „Kriegstreiber“-Rufe

Das Bundeskriminalamt hatte scharfe Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Kräfte einer Polizei-Hundertschaft waren in Duisburg vor Ort, außerdem Beamte auf angrenzenden Dächern postiert. Dennoch kam es zur Eskalation, als mehr als 80 Pro-Palästina-Demonstranten plötzlich einen Pulk bildeten, Pyrotechnik zündeten und Parolen riefen. „Kriegstreiber“ und „Blut an deinen Händen“ bekam Olaf Scholz zu hören.

Er reagierte auf seine typische hanseatisch-kühle Art und rief den Demonstranten zu: „Auch an die Schreihälse: Guten Tag.“ Als er in seiner Europawahl-Rede auf den Nahost-Krieg kam, verurteilte er die Hamas, die mehr als 1200 Israelis getötet habe, und bekräftigte Israels Recht, sich zu wehren.


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Die Polizei ging unterdessen gegen die Demonstranten vor. Es wurden Strafanzeigen erstattet. Ob strafrechtlich relevante Parolen gerufen wurden, muss noch ermittelt werden.