Dortmund: Traditionsgeschäft schließt für immer – mit ihm gehen viele Kinderheitserinnerungen

Rathaus-Bosse im Ruhrgebiet: Sie sind die Oberbürgermeister im Pott

Rathaus-Bosse im Ruhrgebiet: Sie sind die Oberbürgermeister im Pott

Wer hat in den Ruhrgebiets-Städten das Sagen? Wir stellen die Oberbürgermeister im Pott vor.

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Manche Geschäfte sind etwas ganz Besonderes. Denn mit ihnen verbindet man besonders schöne Kindheitserinnerungen. Umso schlimmer, wenn diese dann für immer dicht machen müssen – wie es jetzt in Dortmund geschieht.

Das Leuchten in den Augen eines Kindes im Spielzeugwarengeschäft hat wohl jeder schon einmal gesehen. Und vermutlich erinnern sich auch die meisten Menschen noch an die Aufregung, die sie als Kind verspürten, wenn die Eltern sie mit in den Spielzeugladen nahmen.

Doch in Dortmund ist jetzt zumindest in einem Geschäft Schluss damit.

Dortmund: Traditionsgeschäft muss schließen

Denn nach 83 Jahren schließt das „Kinderparadies Lütgenau“ für immer seine Tore.

Mit einem Zettel an der Tür teilen die Inhaber den Kunden mit: „Wir bedauern diese Entscheidung und sind sehr traurig. Für die Zukunft wünschen wir Ihnen, unserer jahrzehntelangen, treuen Kundschaft alles erdenklich Gute.“

Eine Facebook-Nutzerin teilte ein Foto des Schildes in einer Dortmunder Facebook-Gruppe. Viele Menschen reagieren traurig: „Und wieder ein Stück Kindheit weg“, schreibt ein Nutzer.

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Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als 'Throtmanni')
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Westphal (SPD)

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Ein anderer erinnert sich Spielzeug, was er dort gekauft hat: „Für mich als Schulkind war es das Highlight, vor Weihnachten am Schaufenster die Eisenbahn anzusehen, die aufgebaut war. Als Zweites kam erst das Pferd im Eingang für 10 Pfennig.“

Viele schwelgen in den Erinnerungen an die eigene Kindheit. „Stück Kindheit futsch. 1991 habe ich meinen Gameboy da gekauft. Zuletzt haben wir eine Spielküche für unsere Tochter dort ergattert. Und wenn wir nichts gekauft haben, dann wenigstens die tollen Steiff-Tiere bewundert.“

Dortmund: Eindrückliche Erinnerungen

Einige merken zwar auch an, dass sie mit dem Service im Geschäft nicht zufrieden waren, doch die besonders eindrücklichen Posts erzählen von der langen Geschichte und den Erinnerungen.

„27 Jahre habe ich da immer was bekommen. Für mich selbst von meiner Mutter gekauft, auch selbst etwas gekauft und hinterher auch für meinen Sohn! Ein Stück Stadtgeschichte geht nun aus Dortmund“, schreibt eine Frau.

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Und ein Mann berichtet: „Habe dort 1969 von meiner Oma, zwei Monate vor ihrem Toden, einen Steiff-Teddy bekommen. Der begleitet mich bis heute und sitzt immer noch in meinem Büro. Schade für dieses Geschäft, voll mit Erinnerung“.

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