Bochum

Eklat bei Marcel-Heße-Prozess: Als diese Whatsapp vorgelesen wird, verliert Jadens Mutter die Fassung

Jeanette R., die Mutter des getöteten Jaden.
Jeanette R., die Mutter des getöteten Jaden.
Foto: dpa
  • Kleiner Eklat beim Prozess gegen Marcel Heße
  • Zwischenruf von Mutter des getöteten Jaden
  • Marcel Heße reagiert abgebrüht

Bochum. Kurzer Eklat beim Prozess gegen Marcel Heße: Als Richter Stefan Culemann am Freitag Whatsapp-Nachrichten des Doppelmörders vorliest, verliert Jeanette R., die Mutter des getöteten Jaden (9), die Fassung.

Einige der Nachrichten schickte Heße seinem ehemaligen Schulfreund und Bekannten Arne B. (19) nach dem Mord an Jaden. In einer besonders heftigen Nachricht heißt es: „Ich hätte nicht gedacht, dass man sich in den letzten Sekunden in die Hosen pinkelt. Dieser kleine Hosenpisser, Alter!“

Marcel Heße schweigt weiter

Da springt Jeanette R. auf und ruft Heße mitten ins Gesicht: „Das würdest du auch!“ Doch Heße verhält sich so abgebrüht, wie schon seit Beginn des Prozesses: Er schweigt, zeigt keine Regung. Richter Culemann ignoriert den Zwischenruf, liest weiter vor. Kurz danach beruhigt Jeanette R. sich.

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Auch sonst schockieren die Nachrichten des Doppelmörders. So hat Heße am 2. März, vier Tage vor seinem ersten Mord, im Whatsapp-Chat mit Arne B. darüber geredet, wie schnell er einen dicken, ehemaligen gemeinsamen Schulkollegen töten könnte, bis aus ihm „die Luft raus" sei.

„Alles, was ich machen muss, ist, mich dagegen zu lehnen und das Seil schön stramm zu ziehen, bis der Schimpanse tot ist.“

Whatsapp-Nachrichten sorgen für Unruhe im Saal

Die Nachrichten sorgten im Saal für Unglauben und Empörung. Vor allem Michaela W., die Mutter von Heßes zweitem Opfer Christopher (22), ist sichtlich mitgenommen. Vermutlich, weil ihr toter Sohn ebenfalls korpulent war.

Nachfragen ihrer Anwältin Nicola Skoberne an Arne B., ob Heße immer nur vom kräftigen Schulfreund oder auch mal von Christopher gesprochen habe, legen das nahe.

Marcel Heße bleibt ruhig und blättert in Akten

Nur Heße blieb augenscheinlich ruhig. Er blätterte während der Verlesung der Nachrichten größtenteils in der Abschrift seiner Blutuntersuchung.

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