Bochum

Bochum: Nach Großbrand an der A40 – Autobahn mehrere für Monate gesperrt +++ doch das hat einen Vorteil

Bochum: Ein Reifenlager stand in Flammen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Bochum: Ein Reifenlager stand in Flammen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Foto: Thomas Weber

Bochum. Im Stadtteil Bochum-Hamme hat in der Nacht von Montag auf Dienstag ein Reifenlager nahe der A40 meterhoch gebrannt. Von den Folgen des Feuers werden Autobahnpendler noch lange etwas zu spüren bekommen. Die Bahn bleibt mehrere Monate gesperrt.

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei Bochum nun von Brandstiftung aus. Aber es gibt auch etwas Positives.

Bochum: Update vom 27. August:

Nach dem verheerenden Brand auf der A40 bei Bochum haben die Bauarbeiten begonnen. Mit Hochdruck arbeite die Autobahn Westfalen daran, die Stützwand wieder herzustellen. Außerdem werden weitere für dieses Jahr geplante Arbeiten auf der A40 vorgezogen.

Mit speziellen Wasserstrahlgeräten werden ab Montag weniger feste Betonschichten bis auf die intakte Restwandstärke abgetragen. Die Wand ist etwa elf Meter hoch und auf gut 20 Metern beschädigt worden.

Ziel der Autobahn Westfalen ist es, die Strecke so schnell wie möglich wieder frei zugeben. Am Donnerstag wurde der Fuß der alten Wand teilweise freigelegt. Auf diesem „Sporn“ soll die neue Wand verankert werden. „Dieser Fuß befand sich glücklicherweise recht tief im Boden, so dass die Hitze hier nicht so viel Schaden anrichten konnte“, sagt Melanie Nölke, Geschäftsbereichsleiterin Bau und Erhaltung der Außenstelle Bochum.

Aktuell ist die A40 in dem Bereich vollgesperrt. Das wird ausgenutzt. Der Vorteil: So werden weitere Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten durchgeführt, die für später geplant waren und ebenso zu Sperrungen geführt hätten. Die Betongleitwände, die die Fahrtrichtungen auf der A40 voneinander trennen, werden unter anderem erneuert.

Bochum: Das war passiert

Um 1.58 Uhr erreichte der erste Notruf die Feuerwehr. Auf einer Fläche von rund 1600 Quadratmeter brannten die gestapelten Altreifen lichterloh, Flammen schlugen bis zu 40 Meter in die Höhe. Der Brand in dem Reifenlager sorgte zudem für eine gewaltige Rauchwolke.

Zum Glück stand schnell fest, dass sich keine Menschen in direkter Gefahr befanden. Durch den Einsatz von Drehleitern, mehreren Wasserwerfern und Angriffstrupps hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand nach etwa dreieinhalb Stunden unter Kontrolle.

Bochum: A40 vollgesperrt – so lange müssen sich Pendler nun gedulden

Das brennende Reifenlager befand sich an der Robertstraße nahe der A40. Deshalb musste die Autobahn in dem Abschnitt zunächst in beide Richtungen gesperrt werden. Am Vormittag konnte sie in Richtung Essen wieder freigegeben werden. Anderes gilt allerdings für die Fahrtrichtung Dortmund.

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Wie die Autobahn Westfalen am Mittwochmittag verkündete, wird die A40 in Fahrtrichtung Dortmund zwischen dem Bochumer Westkreuz und Bochum-Zentrum noch bis voraussichtlich Ende November voll gesperrt sein. Pendler müssen sich in den nächsten drei Monaten eine andere Strecke suchen. Eine Betonstützwand sei nicht mehr standsicher.

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Bochum: Polizei vermutet Brandstiftung

Wie die Polizei Bochum am Mittwochnachmittag berichtet, geht man nach ersten Ermittlungen davon aus, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Videoaufnahmen seien der Grund für diese Vermutung.

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Bereits am 17. November 2020 sei es in diesem Reifenlager zu einem Großbrand gekommen. Auch hier habe es sich um Brandstiftung gehandelt. Geklärt werden konnte die Tat bislang allerdings noch nicht.

Auch für den Ruhr Park wird die Sperrung der A40 Folgen haben. Wie diese genau aussehen, erfährst du hier>>>(mbo/mkx/ldi)