Bochum

Bochum: Mann findet Lücke bei Corona-Tests – und steckt sich irre Steuer-Summe ein

Diese Branchen profitieren in der Corona-Krise!

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Obwohl viele Unternehmen durch die Corona-Pandemie finanziell betroffen sind, ging es bei vielen anderen Firmen rasant bergauf. Folgende Branchen sind Pandemie-Gewinner ...

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Bochum. Sie sind seit Anfang dieses Jahres ein Eckpfeiler bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie: kostenlose Bürgertests. Überall in Deutschland sprossen Testzentren wie Pilze aus dem Boden - so auch in Bochum.

Das Geschäft mit den Schnelltests war lukrativ - und auch anfällig für Betrügereien, wie ein Fall aus Bochum zeigt.

Bochum: Bochumer findet Lücke im Corona-Testsystem

Um so vielen Menschen wie möglich im Frühjahr schnell Testangebote machen zu können, musste der Aufbau von Testzentren möglichst unbürokratisch erfolgen.

Die Hürden für die Eröffnung von Testzentren sowie der Mitarbeit waren niedrig - die mögliche Gewinnmarge hoch. Abgerechnet wurde pro Test. Nachweise dafür mussten die Testzentren aufgrund der pandemiebedingten Ausnahmesituation zunächst nicht bringen.

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Das ist die Stadt Bochum:

  • erste urkundliche Erwähnung im Jahr 890
  • mit 365.587 Einwohnern (Stand: Dezember 2019) die sechstgrößte Stadt in NRW
  • besitzt sechs Stadtbezirke
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Deutsches Bergbau-Museum, Kemnader See, Eisenbahnmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Eiskirch (SPD)

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Das soll einen Mann (48) aus Bochum dazu veranlasst haben, einfach massenweise Tests abzurechnen, die gar nicht durchgeführt worden waren. Als Geschäftsführer vom Testzentren-Mogul "Medican" soll er sich so die kräftig die Taschen voll gemacht haben.

Bochum: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Testbetrüger

Das zumindest wirft die Staatsanwaltschaft Bochum dem Angeschuldigten vor. Im März und April 2021 soll der Mann „jeweils das Vielfache der tatsächlich durchgeführten Tests abgerechnet haben“, so die Ermittler.

Außerdem soll der Mann die Testungen unrechtmäßig als ärztliche Leistung und damit zu einem noch höheren Preis abgerechnet haben. Zu guter Letzt soll er weitere Sachkosten in Rechnung gestellt haben, die tatsächlich nie entstanden sein soll.

Bochum: So viel Geld hat der Test-Betrug den Steuerzahler gekostet

Alles in allem soll der Betrug den Steuerzahler eine unfassbare Summe gekostet haben: 25,1 Millionen Euro!

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Neben dem Geschäftsführer ist auch sein Sohn angeklagt, dem das Vergehen spätestens nach einem Monat aufgefallen sein soll. Weil er den Betrug aber nicht verhindert, sondern vielmehr noch gefördert haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Bochum gegen ihn Anklage wegen Beihilfe erhoben.

Die 6. große Strafkammer muss nun prüfen, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen werden kann.

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