Bochum

Bochum: Am Bermudadreieck ist nichts mehr wie es mal war – düsteres Video entsetzt

Charmaine Fischer
Bochum: Freitagabend, Ausgangssperre im Bermudadreieck

Bochum: Freitagabend, Ausgangssperre im Bermudadreieck

Wir waren in Bochum am Freitagabend im Bermudadreieck unterwegs.

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Bochum. Ein Freitagabend im Mai 2021. Es ist 22.15 Uhr. Seit einer Viertelstunde gilt die Ausgangssperre in Bochum. Wo es normalerweise jetzt erst richtig losgehen würde, eilen noch ein paar Menschen schnell weg, um von Ordnungshütern nicht erwischt zu werden. Das Bermudadreieck ist noch leerer als sonst seit Beginn der Pandemie.

Wir waren vor Ort und haben uns umgesehen – und dabei festgestellt, dass dort nichts mehr ist, wie es mal war. Gespenstische Szenen in Bochum!

Bochum: Düsteres Video vom Bermudadreieck entsetzt

Ich parke mein Auto an einem Seitenstreifen entlang der Viktoriastraße, nur circa 100 Meter vom Bermudadreieck entfernt. Schon allein, dass ich an einem Freitag um diese Uhrzeit dort einen Parkplatz bekomme, ist mehr als ungewöhnlich.

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Das ist die Stadt Bochum:

  • erste urkundliche Erwähnung im Jahr 890
  • mit 365.587 Einwohnern (Stand: Dezember 2019) die sechstgrößte Stadt in NRW
  • besitzt sechs Stadtbezirke
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Deutsches Bergbau-Museum, Kemnader See, Eisenbahnmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Eiskirch (SPD)

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Es ist bereits dunkel. Auf der Straße zischen einige Autos vorbei. Aber auf dem Bürgersteig ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen.

Bochum: Von Kontrollen keine Spur

Normalerweise stolpern einem hier Menschen im Vollsuff entgegen. Menschen, die auf der Suche nach dem nächsten Club oder der nächsten Kneipe sind. Menschen, die was erleben wollen und in Partystimmung sind. Aber an diesem Freitagabend bin ich allein.

Etwas unheimlich finde ich das ja schon. Nur vereinzelt kreuzen andere Passanten meinen Weg. Von Polizisten, die kontrollieren, ist weit und breit keine Spur.

Bochum: Dönerbuden und Pizzerien sind geöffnet

Die Geschäfte, Bars, Kneipen und Restaurants sind dunkel. Ein paar Lichter strahlen einem jedoch entgegen: Es sind die noch geöffneten Dönerbuden und Pizzerien. Und genau hier trifft man dann doch ein paar Menschen.

Eine junge Frau bestellt sich einen Gemüsedöner. Doch ist es nur der Hunger, der sie nachts zum Bermudadreieck während der Ausgangssperre treibt? „Ich bin auf dem Weg zu meinem Freund. Es ist etwas knapp, aber das passt noch“, erzählt sie mir.

Bochum: Unheimliche Stille

Ich laufe weiter. An der Haltestelle „Bermuda3eck/Musikforum“ angekommen, kann man noch den ein oder anderen Menschen beobachten, der auf dem Weg zur U-Bahn ist. Dabei treffe ich auf eine weitere junge Frau. Ich frage auch sie, was sie hier treibt. Sie würde Pizza ausliefern, sagt sie. Von der Ausgangssperre hält sie übrigens nicht viel: „Ich finde das ergibt keinen Sinn.“

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Viel Sinn macht es auch nicht, sich während der Ausgangssperre am Bermudadreieck aufzuhalten. Deswegen drehe ich um. Zumal mir langsam kalt und die Stille zunehmenden immer unheimlicher wird.

Bochum: Menschen vermissen das Bermudadreieck „von früher“

Die Bochumer, sie sind traurig. Das Bermudadreieck „von früher“, es fehlt ihnen. Das berichtet mir unter anderem ein Mann aus Bochum-Harpen. „Es war immer eine Abwechslung vom stressigen Alltag. Man ist gerne hierhin gekommen, um mit Freunden auszugehen.“

Ich steige wieder in mein Auto. So schnell wollte ich hier noch nie weg. Es ist mittlerweile fast 23 Uhr. Eigentlich würde hier jetzt Hochbetrieb herrschen. Stattdessen wird es immer leerer – falls das überhaupt noch möglich ist. Corona hat eben einiges verändert.

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