Bochum

Bochum: Innenstadt soll komplett umgestaltet werden – „Sehr enttäuschend“

Bochum will für Teile in der Innenstadt den Autoverkehr verbieten. (Symbolbild)
Bochum will für Teile in der Innenstadt den Autoverkehr verbieten. (Symbolbild)
Foto: imago images

Bochum hat ein großes Ziel: Die Innenstadt soll grüner werden und dadurch mehr Fußgänger und Radfahrer anlocken! Dafür stellte die Stadt nun ein neues Verkehrskonzept für die City vor. Doch nicht alle sind begeistert.

Noch ist das geplante Fahrradkreuz in Bochum Zukunftsmusik, doch schon bald könnte es Realität werden. In einer öffentlichen Bochumer Facebook-Gruppe werden die Veröffentlichungen des Konzepts aktuell heiß diskutiert.

Bochum will Innenstadt völlig umgestalten – Skepsis bei den Bewohnern

Die Stadt will demnach die Viktoriastraße zwischen dem Husemannplatz und dem Willy-Brandt-Platz für den privaten Autoverkehr sperren – also eine wichtige Verkehrsader direkt am Bermudadreieck! Fahrradstraßen sollen außerdem dann rund um den Südring entstehen.

Auch auf der Hans-Böckler-Straße soll dann kein Auto-Verkehr mehr fließen. Die Zufahrtsregelung soll dann ähnlich wie beim Boulevard laufen. Wenden kann man am Schlegelturm. Auch die Busse sollen an ein neues Liniennetz angeschlossen werden – der Husemannplatz wird gestrichen. Außerdem sollen neue Fahrradparkplätze geschaffen werden.

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„Die Innenstadt braucht eine neue Verkehrsplanung“, so Stadtbaurat Markus Bradtke, „denn unser Ziel ist es, mehr Aufenthaltsqualität und umweltfreundliche Mobilität bei gleichzeitig guter Erreichbarkeit in der Innenstadt zu ermöglichen!“

Ab Herbst 2022 soll dann der Umbau in der City beginnen. Ein Konzept für das Fahrradkreuz solle nun entstehen. Der Verkehrsausschuss soll am 26. Mai darüber beraten.

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Das stört einige Bochumer allerdings. „Das ist sehr enttäuschend. So spät erst. Jetzt wäre die beste Zeit dazu. Zu der Eröffnung des Karee wäre alles fertig und in der Krise sind jetzt sowie wenig Leute in der Stadt!“, schreibt ein Nutzer bei Facebook. Ein anderer pflichtet ihm bei: „Ist das dann dauerhaft? Weil finde ich gut das man den Verkehr endlich aus der Stadt holt.“

Derweil sind einige andere nicht angetan von der Idee eines autofreien Innenstadtbereichs. Einer gibt zu bedenken: „Für den gebeutelten Einzelhandel ganz, ganz schlecht.“ Noch drastischer fasst es ein anderer zusammen: „Die ohnehin tote Bochumer Innenstadt wird durch diese schwachsinnige Verkehrsplanung noch toter. Der Ruhrpark wird danke sagen.“

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Das ist die Stadt Bochum:

  • erste urkundliche Erwähnung im Jahr 890
  • mit 365.587 Einwohnern (Stand: Dezember 2019) die sechstgrößte Stadt in NRW
  • besitzt sechs Stadtbezirke
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Deutsches Bergbau-Museum, Kemnader See, Eisenbahnmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Eiskirch (SPD)

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