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Essen – HSV: Heftige Fan-Vorwürfe bei Pokal-Drama – Zoff am Eingang eskaliert

Beim Pokal-Drama zwischen Essen und Hamburg ist es zu unschönen Szenen gekommen. HSV-Fans äußern heftige Vorwürfe, RWE reagiert sofort.

u00a9 IMAGO/Lobeca

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Das Drama an der Hafenstraße, es hatte einen faden Beigeschmack. Noch während der Partie Essen – HSV (3:4) im DFB-Pokal äußerten die Fans aus Hamburg heftige Vorwürfe über die Einlass-Situation im Gästeblock.

Die Hamburger Fanabteilung warf Essen willkürliche und restriktive Maßnahmen bei der Blockkontrolle vor. Dabei soll es nicht nur zu stundenlangen Wartezeiten gekommen sein – weiblichen HSV-Fans sei sogar unter den BH gegriffen worden. Auf Nachfrage dieser Redaktion reagierte Rot-Weiss Essen sofort mit einem deutlichen Statement.

Essen – HSV: Zoff am Gästeblock – was war passiert?

„Hallo Rot-Weiss Essen, über den Einlass zum Spiel müssen wir nochmal sprechen“, schrieb der „HSV Supporters Club“ wenige Minuten vor Anpfiff auf Twitter. „HSVerinnen, denen unter den BH gegriffen wird, stundenlanges Warten, während nur vereinzelt Leute in den Block gelassen werden. Noch immer warten Hunderte draußen. Wir melden uns!“

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Der Tweet trat eine Welle der Entrüstung bei den HSV-Fans los. Sie wähnten willkürliche Maßnahmen, um die Hamburger Anhänger zu provozieren und zu gängeln. Die Reaktion von Rot-Weiss Essen auf die Vorwürfe klingen dagegen ganz anders.

Polizei räumt Einlass vorübergehend

Gegenüber dieser Redaktion erklärte Pressesprecher Niclas Pieper, was sich am Eingang zum Gästeblock ereignet hatte. Bereits zu Beginn der Einlassphase waren neun pyrotechnische Gegenstände gefunden worden. Die veranlassten die Sicherheitskräfte, ab sofort genauer hinzuschauen. „Um den unerlaubten Einsatz von Pyrotechnik zu verhindern, wurden die Kontrollen noch einmal intensiviert“, so Pieper. Nicht ohne weitere Erfolge: „Im Ergebnis konnten insgesamt 14 pyrotechnische Gegenstände, sechs passive Bewaffnungsgegenstände, neun Sturmhauben sowie ein Paar Quarzsandhandschuhe gefunden werden.“

Doch die intensiven Kontrollen kamen bei einigen HSV-Anhängern gar nicht gut an. „Einige Fans störten die Einlassphase und behinderten den Ordnungsdienst bei der weiteren Durchsuchung“, erklärt der RWE-Sprecher. Dann folgte die nächste Eskalationsstufe. „Durch starke Polizeikräfte wurde der Kontrollbereich daher vorübergehend geräumt.“

Pöbelnde HSV-Fans kommen zu spät rein

Bis 13:10 Uhr waren laut Essen dennoch alle Hamburger im Block. Dass es bis zehn Minuten nach Anpfiff dauerte, soll jedoch vor allem an den Fans selbst gelegen haben. „Der verspätete Einlass erfolgte nur, weil die Personen von einem bestimmten Ordner durchsucht werden wollten, den sie bereits zuvor angepöbelt und jede Kontrolle kommentiert hatten. Ein früherer Einlass wäre an den anderen Durchlassstellen möglich gewesen, der Ordnungsdienst wies die Personen mehrfach darauf hin.“

Rot-Weiss Essen besteht darauf, bei den Kontrollen jederzeit richtig gehandelt zu haben. Das sei dem Verein noch vor Ort von der DFB-Sicherheitsaufsicht bestätigt worden. Was es mit den vorgeworfenen Griffen unter die BHs weiblicher HSV-Fans auf sich hat, ließen die Essener in ihrem Statement gegenüber dieser Redaktion allerdings unbeantwortet.


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Im Stadion blieb es während der dramatischen Pokal-Partie ruhig. Einige Bengalos hatten die HSV-Fans allerdings trotz intensiver Kontrollen in den Block geschmuggelt bekommen.