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Borussia Dortmund: Warum dieser Transfer-Kniff für den BVB so wichtig war

Bei Borussia Dortmund erwiesen Michael Zorc und Co. in dieser Saison bei den Transfers mal wieder ein geschicktes Händchen.
Bei Borussia Dortmund erwiesen Michael Zorc und Co. in dieser Saison bei den Transfers mal wieder ein geschicktes Händchen.
Foto: imago/DeFodi

Dortmund. Erst in den vergangenen zwei Wochen wurde bei Borussia Dortmund deutlich, wie wichtig und richtig die zentrale Strategie des BVB in der zurückliegenden Transferperiode war.

Dabei gab’s bei Borussia Dortmund im Januar doch eigentlich keine spektakulären Wechsel, könnte nun manch ein BVB-Fan behaupten. Eine handvoll Spieler, die unter Trainer Lucien Favre ohnehin keine Rolle spielten, wurden auf Leihbasis abgegeben. Und mit Leonardo Balerdi war die einzige Neuverpflichtung der Borussia eher eine Investition in die Zukunft.

Borussia Dortmund: Sinnvolle Transfer-Strategie des BVB

Gewiss: Christian Pulisic und sein 64 Millionen Euro teurer Abgang Richtung Chelsea erregte im Januar großes Aufsehen. Doch weil der Amerikaner auf Leihbasis bis Saisonende bleibt, ist sein Verkauf quasi ein Sommer-Transfer.

Streng genommen war die Transferperiode bei Borussia Dortmund demzufolge nicht besonders ereignisreich – und genau deshalb war sie für den BVB so gewinnbringend.

Gebetsmühlenartig hatte Michael Zorc das zentrale Element der Dortmunder Transferstrategie immer wieder genannt. „Wir wollen keine Spieler abgeben, die wir zum Erreichen unserer Saisonziele brauchen“, so das Mantra des BVB-Sportdirektors in den vergangenen Wochen.

Lange Verhandlungen mit Chelsea

Daher zog sich wohl auch der angesprochene Pulisic-Transfer ein wenig in die Länge. Der FC Chelsea wollte den Angreifer unbedingt im Winter verpflichten, weil den „Blues“ ab kommendem Sommer eine Transfersperre droht. Der BVB war grundsätzlich bereit, den US-Boy ziehen zu lassen – aber nur äußerst ungerne mitten in der Saison.

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Zorc verriet über die langen Verhandlungen: „Die Gespräche sind ja nicht erst Weihnachten gestartet und wurden Silvester abgeschlossen. Das ging über mehrere Wochen, fast Monate.“

Und so einigten Borussia Dortmund und der FC Chelsea sich nach den langen Verhandlungen auf einen Kompromiss: Der BVB verkauft Pulisic im Januar an die Londoner, darf den amerikanischen Nationalspieler aber auf Leihbasis bis Saisonende behalten.

Weigl glänzt in neuer Rolle

Doch ein anderes Beispiel verdeutlicht viel eher, wie wichtig es für den BVB war, seine Transfer-Strategie durchzusetzen. Mit Julian Weigl schien ein BVB-Profi bereits auf dem Abstellgleis zu stehen. Der AS Rom und vor allem Paris Saint-Germain sollen großes Interesse gehabt haben. Und auch Weigl selbst kommunizierte, dass er sich einen Wechsel vorstellen könne.

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Doch der BVB wollte seinen Defensiv-Spezialisten halten – und machte alles richtig. Denn Weigl erwies sich als wichtiger Joker in der Innenverteidigung.

Wegen der Verletzungen von Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou lief der gelernte Mittelfeldspieler zum Rückrundenstart in der Abwehrzentrale auf und machte einen klasse Job. Speziell im vergangenen Spiel bei Eintracht Frankfurt (1:1) war Weigl der Garant für defensive Stabilität beim BVB.

Sollte der 23-Jährige diese Form beibehalten, müssen Akanji und Zagadou sich ganz schön strecken, um ihre Stammplätze nach ihrer Wiedergenesung zurückzuerobern.

 
 

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