Verbraucherzentrale NRW: Vorsicht, wenn ein Freund dir diese E-Mail sendet – du solltest auf keinen Fall reagieren

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor betrügerischen E-Mails. (Symbolbild)
Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor betrügerischen E-Mails. (Symbolbild)
Foto: picture alliance | CHROMORANGE / Christian Ohde

NRW. In NRW sind aktuell laut der Verbraucherzentrale betrügerische E-Mails im Umlauf, die mit einer vermeintlich harmlosen Einladung daherkommen.

Auf diese Einladung solltest du allerdings nicht reagieren – auch wenn sie von Freunden kommt. Die Verbraucherzentrale NRW und Polizei warnen.

Verbraucherzentrale in NRW warnt: Gefährliche E-Mails im Umlauf

Menschen in NRW erhalten derzeit eine E-Mail mit einer falschen Termineinladung. Diese kann nicht nur über Outlook, den E-Mail-Dienst von Microsoft, kommen, sondern auch über Thunderbird, iCal, Google-Kalender und weiteren, wie die Verbraucherzentrale warnt.

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Das ist die Verbraucherzentrale:

  • die deutschen Verbraucherzentralen sind organisierte Vereine, die sich im staatlichen Auftrag dem Verbraucherschutz widmen
  • sie erbringen Beratungsleistungen
  • sind gemeinnützig anerkannt
  • der Verbraucherzentrale Bundesverband ist seit 1. November 2000 ein eingetragener Verein und hat seinen Sitz in Berlin

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„Neben den Möglichkeiten, den Termin anzunehmen oder abzulehnen, enthält die Nachricht oft auch einen Link, der auf gefährlichen Inhalt führt“, so die Verbraucherzentrale. Und den sollte man „auf keinen Fall öffnen.“

Denn: „Die Gefahr lauert bereits hinter dem nächsten unbedachten Klick auf den enthaltenen Link“, warnt die Polizei im Märkischen Kreis.

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Dahinter können Programme oder Internetseiten stecken, die sensible Daten wie Kreditkarteninformationen, Geburtsdaten und Anschriften erbeuten. Betrüger der Phishing-Masche können die Daten dann entweder verkaufen, das Konto des Betroffenen plündern oder aber Waren auf seinen Namen kaufen.

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Verbraucherzentrale in NRW: Betrüger nutzen gezielt E-Mail-Adresse von Freunden und Bekannten

Bei dem Erhalt der falschen E-Mail spielt es keine Rolle, ob sie von Freunden oder Geschäftspartnern kommt. Auch das gehört zu der Masche: Wurden Konten von Personen gehackt, so verschicken die Betrüger die Phishing-Mail über deren E-Mail-Adresse weiter. Daher empfiehlt es sich, eine Einladung weder zu bestätigen noch abzulehnen, sondern per Telefon bei dem vermeintlichen Absender nach zu fragen, ob die E-Mail echt ist.

Reagiert man hingegen mit einer Bestätigung oder Ablehnung auf die eingegangene Betrüger-Mail, werden die Absender darüber benachrichtigt. In der Folge wissen sie, dass eine E-Mail-Adresse aktiv ist.

Verbraucherzentrale in NRW: So schützt du dich vor Phishing-Mails

Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher Folgendes zu tun:

  • „Absender prüfen - Seien Sie skeptisch, wenn Sie den Absender einer Mail nicht kennen. Mit einem Mouseover können Sie die Zieladresse des Links sehen – ohne dass Sie den Link selbst anklicken müssen. Das reicht oft, um einen Spamversuch aufzudecken.“
  • „Löschen Sie nicht nur die Spam-Nachricht aus dem Posteingang, sondern auch den Termin im Kalender selbst. (...) Wichtig: Auch beim Löschen droht allerdings eine Falle. Denn das E-Mail-Programm Outlook fragt automatisiert nach, ob der Empfänger dem Organisator antworten möchte. Hier ist es wichtig, 'Nein' auszuwählen. (...) In manchen Fällen ist der Termin bereits in den Kalender eingetragen. Dann sollten Sie beim Löschen zudem aufpassen, nicht versehentlich eine Bestätigung an den Absender – also den Betrüger – zu senden.“
  • „Überprüfen Sie die folgenden Einstellungen in Outlook: Unter Datei/Optionen/E-Mail befindet sich eine Einstellung 'Besprechungsanfragen und Antworten auf Besprechungsanfragen sowie Abstimmungen automatisch bearbeiten'. Sie ist standardmäßig aktiv. Das bedeutet aber nur, dass beim Eingang einer Einladung automatisch ein Kalendereintrag angelegt wird, eine Antwort wird nicht gesendet. Nehmen Sie den Haken raus, müssen Sie künftige Spam-Termine nicht mehr von Hand löschen.“

Wer den Rat von Polizei und Verbraucherzentrale befolgt, für den sollte keine Gefahr bestehen. Doch empfiehlt es sich, momentan besonders vorsichtig bei eingegangenen E-Mails zu sein. (nk)

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