Thyssenkrupp: Stahl-Konzern aus Essen schließt in Kürze Werk in NRW – Dutzende Mitarbeiter betroffen

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Remscheid. Bittere Nachrichten für die 62 Mitarbeiter im Thyssenkrupp-Werk in Remscheid!

Der Stahl-Riese aus Essen schließt ein Werk in Remscheid (NRW), wie aus einer Pressemeldung der IG Metall Remscheid-Solingen hervorgeht. Voraussichtlich im August soll bei Thyssenkrupp bereits Schluss sein.

Thyssenkrupp: Werk in Remscheid wird geschlossen

Derzeit laufen Verhandlungen zwischen Thyssenkrupp und der Gewerkschaft, erklärt Serdar Üyüklüer, Geschäftsführer und Kassierer bei der IG Metall Remscheid-Solingen gegenüber DER WESTEN.

Momentan werden in dem Werk in Remscheid noch Kurbelwellen für Motoren hergestellt - auch ein Streitpunkt zwischen beiden Parteien. Üyüklüer zufolge habe es völlig unerwartet einen neuen Auftrag des Kunden gegeben, wobei das Ende des Werks ja eigentlich bereits entschieden war. „Man springt doch auf den Zug auf, obwohl die Verträge gekündigt wurden. Das dürfte es so nicht geben“, findet er.

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Das ist Thyssenkrupp:

  • Der Stahlkonzern entstand 1999 aus der Fusion der Friedrich Krupp AG Hoesch-Krupp mit der Thyssen AG
  • Weltweit beschäftigt der Konzern rund 104.000 Mitarbeiter
  • Der Firmensitz liegt in Essen und Duisburg
  • Die Wurzeln des Konzerns liegen in der Schwerindustrie und der Industrialisierung Deutschlands

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Üyüklüer bezeichnet die Entscheidung zur Werksschließung als „skandalös“. „Die Verantwortlichen bei Thyssen haben es nicht einmal für nötig gehalten, bezüglich der Schließungsabsicht eine Aufsichtsratssitzung abzuhalten. Dies wäre auch unter pandemischen Bedingungen in einer virtuellen Form möglich gewesen.“

Er kritisiert das Vorgehen des Unternehmens mit Hauptsitz in Essen: „Leider lässt die vertrauensvolle Zusammenarbeit, wie vom BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz) vorgegeben, zu wünschen übrig und endet nicht zuletzt an einer mangelnden Wertschätzung in den Gesprächen!“

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Thyssenkrupp: SPD zieht bittere Bilanz für Remscheid

Auch die SPD Remscheid zieht laut des Remscheider Lokalportals „Waterbölles“ eine bittere Bilanz. „Eine Schließung des Standortes von ThyssenKrupp Gerlach ist für die dort Beschäftigten fatal“, äußert sich Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD Remscheid. „Offensichtlich wurde die Transformation von der Geschäftsleitung verschlafen.“

Thyssenkrupp: Schutzmaßnahme für die Stahlkocher

Dabei hatte die EU noch vor wenigen Tagen der Stahlindustrie den Rücken gestärkt. Schutzmaßnahmen gegen Stahlimporte wurden für drei weitere Jahre verlängert. Die Maßnahmen waren eingeführt worden, nachdem die USA 2018 Handelsbeschränkungen für Stahlerzeugnisse eingeführt hatte und man einen weiteren Anstieg von Importen nach Europa befürchtete.

„Es ist sehr gut gelaufen und es ist gerade für die Stahlkocher bei Thyssenkrupp und Saarstahl eine wichtige und gute Nachricht“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier in diesem Zusammenhang. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl begrüßte die Entwicklung. Gerade mit Blick auf die bevorstehende Transformation zu einer umweltverträglicheren Stahlproduktion seien die Maßnahmen erforderlich.

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Für den Standort im Remscheid hat diese Entscheidung nun keinerlei Auswirkungen mehr. Nach 130 Jahren ist Schluss mit dem Thyssenkrupp-Werk. Und der Geschäftsführer und Kassierer der IG Metall Remscheid-Solingen, Üyüklüer, ist sich sicher: „Gut dotierte Arbeitsplätze fallen weg, günstigere Arbeitsplätze - wenn überhaupt - werden kommen.“ (vh, nk mit dpa)

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