NRW: Weiteres Urteil im Missbrauchsfall Münster gefallen! Angeklagter (45) gibt umfassendes Geständnis ab

In NRW ist ein weiteres Urteil in einem Missbrauchsfall gefallen.
In NRW ist ein weiteres Urteil in einem Missbrauchsfall gefallen.
Foto: imago

Münster. Schwerer sexueller Kindes-Missbrauch in NRW! Ein weiteres Urteil und wieder eine Haftstrafe: Im Missbrauchskomplex Münster ist jetzt ein weiterer Prozess zu Ende gegangen.

Schneller als geplant konnte ein Prozess in NRW beendet werden. Für den dreifachen schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes hat das Landgericht Münster einen 45-jährigen Mann aus Berlin zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Der Angeklagte hat die grausame Tat umfassend gestanden!

NRW: Täter gibt Geständnis ab

Das Landgericht sah es nach Angaben eines Sprechers als erwiesen an, dass der Mann in drei Fällen kinderpornografische Schriften besessen hat. Sein Geständnis hat ihn dabei wohl vor einer härteren Strafe bewahrt: Strafmildernd beurteilten die Richter, dass der Mann mit seinem Geständnis dem Opfer eine Zeugenaussage erspart hätte.

Bei dem Opfer soll es sich um einen heute elf Jahre alten Jungen aus Münster handeln. Besonders schrecklich: Laut den Ermittlern wurde das Kind in dem Komplex sogar mehrfach schwer sexuell missbraucht!

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Im Hauptprozess gegen den 27 Jahren Stiefvater des Jungen, dessen Mutter und weitere Männer wird im Frühjahr ein Urteil erwartet. Nach den bisher beendeten Prozessen im Missbrauchskomplex Münster ist bislang nur eine Entscheidung rechtskräftig: Ein Mann aus Norderstedt (Schleswig-Holstein) wurde zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

NRW: Student aus Aachen ebenfalls verurteilt

Im Fall eines verurteilten Studenten aus Aachen zu neun Jahren Haft muss der Bundesgerichtshof jetzt klären, ob noch anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet wird, wie von der Anklage gefordert.

Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Tatkomplexen in Nordrhein-Westfalen, die seit dem Jahr 2019 aufgedeckt wurden. Unfassbar: Es geht dabei um sexuelle Gewalt an einer Vielzahl von Kindern und um große Netzwerke mit zahlreichen Beteiligten und Opfern!

NRW: Über 40 Tatverdächtige!

In dem Komplex gibt es über 40 Tatverdächtige, von denen rund 30 in Untersuchungshaft sitzen. Etwa 30 Kinder sollen Opfer geworden sein. Im Hauptprozess vor dem Landgericht Münster werden im Frühjahr die Urteile erwartet. (cf mit dpa)