Clan in NRW: Hochrangiges Mitglied gestorben! Polizei befürchtet Massenansturm auf Friedhof

Clan-Kriminalität in Deutschland: Woher kommen die Clans und wie kriminell sind sie?

Clan-Kriminalität in Deutschland: Woher kommen die Clans und wie kriminell sind sie?
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Leverkusen. Ein hochrangiges Clan-Mitglied aus NRW ist tot. Die Polizei hat nun große Sorge mit Blick auf die Gästezahl bei der Beerdigung.

Bereits am Montagabend, dem 29. März, fuhren Polizeiwagen vor dem Clan-Anwesen der Gomans in Leverkusen-Wiesdorf in NRW vor, wie „Express“ berichtet. Man geht davon aus, dass sich die Clan-Größe mit Corona infiziert habe.

Clan in NRW: Hunderte Besucher bei Beerdigung erwartet

Etwa 80 Menschen versammelten sich vor dem Haus des Goman-Clans. Inzwischen ist das hochrangige Mitglied gestorben. Er soll hohes Ansehen im bundesweit weitverzweigten Familiennetzwerk als Friedensrichter gehabt haben.

Die Beerdigung auf einem Leverkusener Friedhof war bereits für diesen Mittwoch geplant, wurde jedoch auf Freitag verschoben. Ein Grund für die Termin-Verschiebung wurde nicht genannt.

Die Stadt Leverkusen bereitet sich bereits mit der Polizei auf einen Groß-Einsatz vor. Es wird befürchtet, dass trotz Corona-Schutzverordnung, größere Menschen-Ansammlungen zusammenkommen werden.

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Woher kommen die Clans?

  • Wenn die Rede von kriminellen Araber-Clans ist, sind meist Mitglieder von Großfamilien mit türkisch-arabischen Wurzeln gemeint. In Deutschland gehören nach Schätzungen des Bundeskriminalamts (BKA) rund 200.000 Menschen zu solchen Großfamilien
  • Die meisten von ihnen sind nicht kriminell. Manche aber haben sich zu mafiösen Gruppierungen zusammengeschlossen, nutzen familiäre Strukturen für kriminelle Geschäfte
  • Sie leben häufig in einer abgeschotteten Parallelwelt, erkennen staatliche Strukturen nicht an. Straftaten werden zu internen Problemen erklärt, die innerhalb der Familien von sogenannten Friedensrichtern geregelt werden
  • Viele haben eine türkische (15 Prozent) oder libanesische (31 Prozent) Staatsangehörigkeit, 36 Prozent haben eine deutsche Staatsangehörigkeit, fünf Prozent sind staatenlos
  • Ausweisungen von Intensivtätern sind entsprechend schwierig

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Die Sicherheitskräfte aus NRW gehen davon aus, dass mehrere hunderte Teilnehmer der Clan-Beerdigung beiwohnen wollen. Dabei dürften aktuell maximal 25 Personen zur Trauerfeier kommen.

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Clan in NRW: Stadt bittet um Vollzugshilfe durch die Bereitschaftspolizei

Die Stadt arbeitet deswegen an einem Sicherheitskonzept. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sollen kontrollieren, dass sich die Teilnehmer an die Corona-Regeln halten. Die Polizei Köln ist ebenfalls bei der Erarbeitung involviert.

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Die Stadt Leverkusen habe um Vollzugshilfe durch die Bereitschaftspolizei gebeten. Eine Einsatzhundertschaft soll bei der Clan-Beerdigung in NRW für Recht und Ordnung sorgen, berichtet der „Express“.

Clans in NRW: Neue Herausforderungen für Innenminister Reul

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(ldi)