Münster: Kindesmissbrauch – Ermittler suchten nach Täter! Nach Großfahndung stellte er sich der Polizei

Münster: Nach einer Großfahndung im Zusammenhang mit dem Kindesmissbrauchskomplex stellte sich ein Täter der Polizei - die Gartenlaube gilt als ein Tatort.
Münster: Nach einer Großfahndung im Zusammenhang mit dem Kindesmissbrauchskomplex stellte sich ein Täter der Polizei - die Gartenlaube gilt als ein Tatort.
Foto: picture alliance/dpa | Guido Kirchner

Münster. Am Dienstag fahndete die Polizei Münster im Kindesmissbrauchsfall öffentlich nach einem Täter!

Während der Prozess gegen mehrere Angeklagte im Missbrauchskomplex Münster weiter andauert, suchte die Polizei einen weiteren Täter. Dazu hatte sie ein Foto eines gesuchten Mannes veröffentlicht. Der Druck durch die Öffentlichkeit wurde zu groß. Der gesuchte Mann stellte sich schließlich noch am selben Abend bei der Polizei.

Münster: Polizei jagte weiteren Täter im Missbrauchskomplex

Groß angelegte Ermittlungen haben die Beamten der Ermittlungskommission Rose auf die Fährte des bisher unbekannten Tatverdächtigen gebracht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung. Das teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit. Gegen 18.15 Uhr konnten die Beamten allerdings Entwarnung geben.

Der 37-Jährige ging selbstständig zur Polizeiwache in Berlin und ließ sich widerstandslos festnehmen, wie die Polizei gegen Abend angab.

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Der gesuchte Mann war auf mehreren beschlagnahmten Bildern und Videos zu sehen, die schweren sexuellen Missbrauch an einem unbekannten Jungen zeigen.

Kindesmissbrauch Münster: Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Polizei hatte deshalb ein Foto des Tatverdächtigen veröffentlicht, das aus dem Jahr 2019 stammte. Denach gingen vier Dutzend Hinweise bei der Polizei ein. Über die Hotline und per Mail erhielten die Ermittler Hinweise, die schlussendlich aber nicht zum Erfolg führten, da der 37-jährige Berliner aufgrund des Fahndungsdruckes einknickte.

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So kämpft NRW gegen Kindesmissbrauch:

  • 2019 ist in NRW die Zahl der Fälle im Bereich Kinderpornografie im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 67 Prozent auf 2.359 gestiegen.
  • Die Aufklärungsquote lag 2019 bei 93,2 Prozent.
  • Seit Anfang 2019 wurde der Personaleinsatz im Bereich Kindesmissbrauchs- und Kinderpornografie-Ermittlungen nahezu vervierfacht, im Landeskriminalamt sogar verfünffacht.
  • Polizisten, die Videos mit kinderpornografischem Material oder Inhalten zu sexuellem Kindesmissbrauch sichten und auswerten, bekommen eine Zulage von 300 Euro monatlich.

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Im Beisein seines Rechtsanwaltes habe er die Polizei über das Telefon kontaktiert und ließ sich anschließend festnehmen. (nk, js)

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