Duisburg

Duisburg: Traurige Gewissheit! In Rhein vermisste Mädchen sind tot

Nach dem Drama am Rhein gibt es nun traurige Gewissheit.
Nach dem Drama am Rhein gibt es nun traurige Gewissheit.
Foto: picture alliance/dpa | Marcel Kusch

Duisburg. Traurige Gewissheit in Duisburg. Nun hat auch die DNA-Analyse ergeben, dass es sich um die beiden Mädchen handelt.

Tagelang war unklar, was mit den zwei Mädchen (13,14), die am Mittwochnachmittag im Rhein in Duisburg beim Baden plötzlich unter Wasser gezogen wurden und verschwanden, passiert ist.

Duisburg: Traurige Gewissheit nach Leichenfund in niederländischem Gewässer

Jetzt hat das Drama ein trauriges Ende genommen. Nach dem Fund zweier Leichen in einem niederländischen Fluss steht fest: Es handelt sich tatsächlich um die Teenager aus Duisburg. Ihre Freundin (17) war bereits kurz nach ihrem Verschwinden geborgen worden und verstarb wenig später trotz Wiederbelebungsmaßnahmen.

Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Montagabend. Die Eltern hätten die beiden Vermissten mittlerweile identifiziert.

+++ Update vom 25. Juni, 14.30 Uhr:

Nun ist es auch offiziell. Die niederländische Rechtsmedizin hat jetzt bestätigt: Die DNA-Untersuchungen der aus dem Fluss Waal geborgenen Leichen stimmen mit den Laborergebnissen von aus Duisburg sichergestelltem Vergleichsmaterial überein. Zahnbürsten und Speichelproben von Angehörigen wurden analysiert. Die niederländische Staatsanwaltschaft hat die beiden Toten zur Bestattung freigegeben.

Ein erster Leichnam war bereits am vergangenen Freitagabend bei Rossum in den Niederlanden gefunden worden. Direkt in der Nähe von ’s-Hertogenbosch, wo die Waal als Mündungsarm des Rheins eine Biegung macht.

Die zweite Leiche wurde am Sonntagmorgen in der Waal nahe der Stadt Gendt bei Arnheim gefunden.

Wie Stefan Hausch von der Polizei Duisburg gegenüber dem RND bestätigte, stimmt die bei den leblosen Körpern gefundene Kleidung und Schmuck mit den Beschreibungen der Eltern überein.

Duisburg: Polizei macht erschreckende Beobachtung

An den Folgetagen des tragischen Badeunglücks hätten die Einsatzkräfte weiterhin viele Schwimmer im Rhein beobachtet. Etliche Familien hätten auf der Suche nach Erfrischung die Sandbuchten und Ufer bevölkert und ihre Kinder ins Wasser gelassen, sagte der Sprecher.

Es sei erschreckend, wie wenig Wirkung das Schicksal der drei Mädchen offenbar auf die Menschen habe. Viele setzen sich trotz ständiger Warnungen tödlichen Gefahren aus. Dass es sogar in geringer Wassertiefe und nahe der Uferbereiche oft zu einer starken Sogwirkung komme, ignorierten Viele.

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Die Familien der beiden Kinder wurden über die Auffindungen informiert. Sie wurden von einer Seelsorgerin betreut. (kk, vh, nk, ldi mit dpa)

Duisburg: Behörden in den Niederlanden alarmiert

Am vergangenen Mittwoch entschlossen sich die drei Mädchen wegen der sommerlichen Temperaturen ein Bad im Rhein zu nehmen. Dabei unterschätzten sie jedoch die Gefahr des Flusses. >>> Mehr zu dem Badeunglück liest du hier