Kita in NRW: Schock für Eltern – Erzieher legen Arbeit nieder

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Nahezu in jeder Kita in NRW herrscht seit Ausbruch der Pandemie Ausnahmezustand. Erzieher und Eltern sind nach Lockdowns, Notbetreuungen und einem harten Winter voller Infektionskrankheiten am Limit.

Die Personalsituation ist durch eine hohe Infektionsrate bei Erziehern in beinahe jeder Kita in NRW extrem angespannt. Jetzt kämpft Verdi für die Rechte der Angestellten. Und Eltern müssen erneut improvisieren.

Kita in NRW: Verdi-Streik schockt Eltern

Sie kämpfen seit zwei Jahren nahezu ungeschützt an der Front. Erzieher haben in der Pandemie Großartiges geleistet. Doch von ihren Arbeitgebern seien viele nach Angaben von Christine Behle maßlos enttäuscht. „Nach zwei Jahren besonderer Herausforderungen durch die Pandemie fühlen sie sich im Regen stehen gelassen“, sagt die stellvertretende Verdi-Chefin.

Deshalb hat die Gewerkschaft am kommenden Dienstag (8. März) zum bundesweiten Streik in städtischen Kitas aufgerufen.

Eltern sollten sich darauf gefasst machen, dass viele Beschäftigte dem folgen werden. Wenn möglich sollten Kinder dann also zuhause betreut werden - auch wenn in den meisten Fällen wohl eine Notbetreuung stattfinden wird.

Auch kommunal Beschäftigte im sozialen Dienst und der Behindertenhilfe sollen ihre Arbeit niederlegen. Verdi wirft den kommunalen Arbeitgebern mangelndes Entgegenkommen bei den laufenden Tarifgesprächen vor.

Kita in NRW: Das fordert Verdi

Verdi hat klare Forderungen für die dritte Runde im Tarifkonflikt mit den Arbeitgebern der rund 330.000 Beschäftigten:

  • Verbesserungen der Arbeitsbedingungen
  • Maßnahmen gegen Fachkräftemangel
  • Höhere Eingruppierung vieler Beschäftigter

„In der heutigen Zeit ist es nicht nachvollziehbar, dass beispielsweise Sozialarbeiterinnen weniger verdienen als Ingenieure, bei gleichwertigem Studienabschluss. Dennoch bekommen die Ingenieure bis zu 280 Euro monatlich mehr“, kritisiert Christine Behle.

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Der Streik-Termin am internationalen Frauentag ist kein Zufall. Denn es geht auch um die Gleichstellung von Frauen im Arbeitsleben. Denn in den sozialen Berufen sei noch immer ein Großteil der Angestellten weiblich. Bei den Erzieherinnen in Kitas liege die Quote bei 94 Prozent.

Die nächste Gesprächsrunde im Tarifkonflikt um den Sozial- und Erziehungsdienst ist für den 16. und 17. Mai geplant. (ak)