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Essen, Duisburg, Dortmund, Bochum: An diesen Hotspots hatten Polizei und Ordnungsamt am Wochenende alle Hände voll zu tun

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Essen, Duisburg, Dortmund, Bochum: An einigen Hotspots hatten Polizei und Ordnungsamt am Samstag ordentlich zu tun. Foto: Markus Wüllner

Das Wetter war traumhaft, die Außengastronomie hatte geöffnet und die Kontaktbeschränkungen wurden deutlich gelockert. Nicht nur in Essen, Duisburg, Dortmund und Bochum konnte man an diesem Wochenende wieder ein Stück Normalität genießen.

Natürlich war die Freude über die zurückgewonnene Freiheit auch in Essen, Duisburg, Dortmund und Bochum so riesig, dass gleich jeder aus seinem eigenen vier Wänden ausbrechen wollte.

An einigen Hotspots hatten Polizei und Ordnungsamt am Samstag daher ordentlich zu tun.

Friedliche Menschenansammlungen in Bochum – Polizei dennoch kritisch: „Es darf nicht mehr werden“

Wie ein Sprecher der Bochumer Polizei am Sonntagmittag gegenüber DERWESTEN berichtete, soll in Bochum am Samstag nicht nur die Gastronomie geboomt haben.

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Vor allem auf den Vorplätzen des Bochumer Schauspielhauses sowie des Musikforums sei es am Samstag so rappelvoll gewesen, dass die Polizei dem kommunalen Ordnungsdienst bei seiner Aufsicht Unterstützung leisten musste.

Zwar lief hier im Großen und Ganzen alles sehr friedlich ab, die Bochumer Polizei hält den plötzlichen Menschenandrang dennoch für gefährlich. „Es darf auf keinen Fall mehr werden“, so ein Polizeisprecher gegenüber DERWESTEN.

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So befanden sich vor dem Musikforum am Samstagmittag rund 200 Menschen und vor dem Schauspielhaus sogar bis zu 400 Personen gleichzeitig. Jeder, der keinen Platz mehr in einem der überfüllten Restaurants und Cafés finden konnte, ist prompt zu einem der Hotspots gewandert. „Corona ist noch nicht vorbei. Das sollen wir nicht vergessen“, betonte der Polizeisprecher aus Bochum.

Dortmund: Viele Verstöße an Ausflugs-Hotspot – Ordnungsamt und Polizei im Einsatz

Wie die Nachrichtenagentur „news4“ aus Dortmund beobachtete, hat das schöne Wetter auch am Samstagabend noch einige Dortmunder an den Phoenix-See gezogen. Dort waren vor allem die Cafés und Restaurants gut besucht, weshalb auch dementsprechend viele Kontrollen durch die Polizei und das Ordnungsamt stattfanden.

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Vor allem gegen die Maskenpflicht soll es am Dortmunder Hotspot einige Verstöße gegeben haben. Beispielsweise wurden die Masken in den Fußgängerzonen entweder überhaupt nicht oder häufig falsch getragen.

Es konnte ebenfalls beobachtet werden, wie die Atemschutzmasken oft erst dann aus den Taschen geholt wurden, wenn die Einsatzkräfte bereits in Sichtweite waren.

Auch die Polizei schrieb in einer Pressemitteilung am Sonntagnachmittag, dass es in Nacht von Samstag auf Sonntag zu einigen Einsätzen in der Stadt gekommen ist.

Beispielsweise fing sich eine Gruppe von 24 Personen an der Warsteiner Music Hall einen Platzverweis ein. Ähnliches passierte im Bereich der Möllerbrücke und des Westparks, wo sich in der Nacht rund 100 feiernde Personen aufgehalten haben sollen.

An der Gerichtsstraße soll es sogar zu einer Kopfverletzung eines 57-jährigen Gastronomen gekommen sein. Laut Angaben der Polizei Dortmund hatten drei Männer im Alter von 43, 23 und 24 Jahren erst mit einem schweren Gegenstand gegen die Gaststätte des Mannes geschlagen und ihn anschließend zu Boden geprügelt. Der Streit soll aufgrund der Beleidigung eines Familienmitglieds entstanden sein.

Gute Nachrichten aus Essen und Duisburg

Deutlich positiver konnten die Polizeistellen der Städte Duisburg und Essen vom Wochenende berichten. So soll die Gastronomie zwar auch hier geboomt haben, jedoch lief alles recht friedlich ab und es ist zu keinen akuten Ereignissen gekommen.

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„Aber das ist ja auch gut so. Die Leute scheinen sich an die Regeln halten zu wollen“, äußerte ein Polizeisprecher der Stadt Essen gegenüber DERWESTEN. (mkx)