Rente: Neuer Hammer wegen Inflation – „Rentenkürzung“

Inflation: Was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Inflation: Was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Die Inflation steigt auf Rekordwerte. Doch was ist Inflation und was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

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Die aktuell hohe Inflation macht vor allem auch Rentnerinnen und Rentnern zu schaffen, die geringe Bezüge haben. Im April 2022 lag die Inflationsrate bei 7,4 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Bei dieser Teuerungsrate hilft es nur bedingt, dass die Rente zum Juli 2022 erhöht wird. Die 5,35 Prozent (West) und die 6,12 Prozent (Ost) können die Preissteigerungen für Lebensmittel und Energie nicht ganz ausgleichen, wenn man nur eine geringe Rente bekommt und das Geld voll ausgibt.

Rente: Kommt jetzt neuer Hammer wegen der Inflation – drastische Forderung zum Renteneintrittsalter

Nun könnte die Inflation noch einen anderen Einfluss auf die Rente bekommen. Eine neue drastische Forderung wird diskutiert! Sogleich ist die Empörung groß.

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Rente – mehr zur gesetzlichen Rentenversicherung:

  • wurde in Deutschland 1891 eingeführt.
  • Im Jahr 2020 gab es in Deutschland über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner.
  • Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt aktuell bei 18,6 Prozent.
  • Dieser wird je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen.
  • Die Riester- und die Rürup-Rente sind dagegen zwei Formen der privaten Altersvorsorge mit staatlichen Förderungen.

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Rente mit 70 soll kommen, wegen der Preisexplosion

Um zu Inflation in den kommenden Jahren und Jahrzehnten abzufedern, fordern nun Wirtschaftsexperten die Rente mit 70. So sagte Ökonomie-Professor Gunther Schnabl der „Bild“: „Das Renteneintrittsalter muss steigen. Deutschland hat schon heute ein riesiges Fachkräfteproblem, Hunderttausende Stellen sind unbesetzt.“ Durch diesen Fachkräftemangel würden die Gehälter in den nächsten Jahren kräftig steigen müssen, was dann wiederum zu Preissteigerungen führen würde.

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„Die Menschen sollten sich deshalb darauf einstellen, länger zu arbeiten. Das Renteneintrittsalter muss steigen. Gleichzeitig könnte auch eine weiterhin hohe Zuwanderung helfen, das Problem zu abzumildern“, so der Wirtschaftsexperte zur „Bild“.

Auch der Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Professor Stefan Kooths sieht gegenüber „Bild“ eine „Gefahr für die Preisstabilität“ durch die alternde Gesellschaft, die hohe Verschuldung und die anstehende Energiewende. Durch einen späteren Renteneintritt könnte die Inflationsspirale etwas entschärft werde, so seine Ansicht.

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Die Ampel will nicht an der Rente mit 68 rütteln

Doch ein höheres Renteneintrittsalter ist mit der Ampel-Bundesregierung nicht zu machen. Im Koalitionsvertrag steht eindeutig: „Es wird keine Rentenkürzungen und keine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters geben.“ Es bleibt also zunächst bei der Rente ab 68 als Eintrittsalter für Arbeitnehmer, die jünger als der Jahrgang 1974 sind.

Renten mit 70 - Kevin Kühnert sieht rot: „Gefühllose Entgleisung“

Eine klare Absage der Rente mit 70 gab es nun auch von SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Er kritisierte die Forderung als „respektlos“ und „gefühllose Entgleisung“. Seine Partei werde nicht zulassen, „dass Rentner zu Inflationstreibern und volkswirtschaftlichen Risikofaktoren erklärt werden“, so Kühnert gegenüber dem „Tagesspiegel“. Schon heute könnten zudem viele Menschen in ihrem erlernten Beruf nicht das Renteneintrittsalter erreichen, weil sie körperlichen nicht mehr so lange durchhalten könnten, sagte der Sozialdemokrat weiter.

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„Leistungskürzung“, „Unverschämtheit“: Große Empörung über Rente ab 70

Auch der DGB lehnt die Rente mit 70 kategorisch ab. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Das ist nichts weiter als mutlose Leistungskürzung auf dem Rücken der Beschäftigten. Die Inflation bekämpft man damit aber nicht.“

Für Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, ist der Vorschlag der Rente mit 70 eine „Unverschämtheit“. Menschen in körperlich und psychisch anstrengenden Berufen dürften nicht die „Krisen-Zeche zahlen“, erklärte sie gegenüber der „Bild“.

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Eine klare Ablehnung des Vorstoßes kommt auch von Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbandes Deutschland. Er sagte der „Bild“: „Bei einem aktuellen durchschnittlichen Renteneintrittsalter von circa 64 Jahren würde das nichts anderes als eine Rentenkürzung bedeuten.“ Damit sei der Vorschlag „blanker Hohn“.