Annalena Baerbock: Nach dem Höhenflug droht die Bruchlandung – diese Zahlen sind für sie ganz bitter

Annalena Baerbock: Das ist die erste grüne Kanzlerkandidatin

Annalena Baerbock: Das ist die erste grüne Kanzlerkandidatin

Sie kann als erstes Mitglied der Grünen Bundeskanzlerin werden: Annalena Baerbock. Wir stellen die Politikerin vor.

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Noch vor rund zwei Monaten schien es für den Höhenflug der Grünen kein Ende nehmen zu wollen. Die Union stürzte in Umfragen massiv ab und was zu Jahresbeginn undenkbar erschien, trat tatsächlich ein: Die Grünen überholten die Union, beflügelt durch ihre Spitzenkandidatin Annalena Baerbock, in den Wahlumfragen.

Doch statt luftigen Höhen bewegt sich die Flugkurve der Grünen und auch die von Annalena Baerbock auf den Boden der Tatsachen zu.

Annalena Baerbock und die Grünen sacken in Umfrage ab

Am deutlichsten wird der Umfrage-Absturz, wenn man sich die Zustimmungswerte der Grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock anschaut. Während sie im Mai noch 43 Prozent als geeignete Bundeskanzlerin empfanden – und damit mehr als bei Armin Laschet (37 Prozent) und Olaf Scholz (42 Prozent) – hat sich dieses Stimmungsbild deutlich verändert.

Um satte 15 Prozentpunkte ging es für Baerbock nach unten, nur noch 28 Prozent sehen in ihr eine geeignete Bundeskanzlerin. Bei Scholz und Laschet kletterten die Beliebtheitswerte im gleichen Zeitraum nach oben. Laschet kommt bei der aktuellen Umfrage auf 43, Scholz sogar auf 48 Prozent.

Allein der Spitzenkandidat gibt dabei sicher nicht die Marschrichtung vor – schließlich kann Scholz seit Wochen in Umfragen punkten, die SPD stagniert aber dennoch bei Werten um die 15 Prozent. Auch bei der aktuellen ZDF-Umfrage ist das nicht anders. Doch bei Union und Grünen ist wesentlich mehr Bewegung drin.

Grüne müssen Spitzenplatz räumen

Auch bei der Projektion der Sonntagsfrage („Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre…“) werden die Probleme der Grünen deutlich. Sie verlieren ganze drei Punkte im Vergleich zur vorherigen Befragung und kämen auf 22 Prozent. Die Union erobert den Spitzenplatz zurück und legt vier Punkte zu. CDU/CSU kämen damit auf 28 Prozent. Die anderen Parteien:

  • FDP: 10 Prozent (-1 Prozent)
  • AfD: 11 Prozent (keine Veränderung)
  • Linke: 7 Prozent (keine Veränderung)
  • Freie Wähler: 3 Prozent (keine Veränderung)
  • Andere: 4 Prozent (-1 Prozent)

Die Koalitionsfindung würde die Konstellation nicht gerade vereinfachen. CDU/CSU und Grüne kämen auf eine stabile Mehrheit, auch die sogenannte „Deutschland-Koalition“ aus Union, SPD und FDP ist möglich, ebenso eine Ampel aus Grünen, FDP und SPD. Rot-Rot-Grün käme gemeinsam auf 44 Prozent der Stimmen – und hätte damit aktuell wohl keine Mehrheit.

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Der Grüne Baerbock-Zug ist also noch nicht entgleist – aber doch um einiges langsamer geworden. (dav)